Mit „Draustoana Stadl“ geht es weiter

Nach Brandkatastrophe im April: Provisorischer Stadl errichtet - Ab 6. August wieder Betrieb

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Der 26. April 2020 war einer der schlimmsten Tage im Leben der Familien Scherer und Boschner in Gumpertsham bei Babensham. Ihr Wohnhaus und die Eventgaststätte „Draustoana Stadl“ wurde ein Raub der Flammen (wir berichteten). „Bis heute konnte die Brandfahndung noch keine endgültige Feststellung zur Brandursache machen. Wahrscheinlich aber führte ein technischer Defekt zu der Katastrophe an jenem Sonntagvormittag“, erinnert sich Sieglinde Scherer an diese grauenvollen Stunden zurück.

Für sie ist es völlig unverständlich, dass die Brandruine auch jetzt, fast drei Monate später, immer noch nicht beseitigt werden darf. „Die Beprobung des Brandschuttes dauert unendlich lang. Unsere Pläne für den Wiederaufbau des ,Draustoana Stadls’ laufen auf Hochtouren, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam.“

Und so haben sich Sieglinde und Sepp Scherer sowie die Eventmanagerin Bettina Abert aus Schnaitsee dazu entschieden, ein Provisorium zu errichten. Mit Hilfe der Firma Schmid Kunstholzbau aus Pleiskirchen und Erdinger Weißbräu wurde in den letzten Wochen eine große Veranstaltungshütte mit allem Mobiliar, die offiziell 136 Gästen Platz bietet, aufgebaut. „Damit wollen wir bereits am 25. Juli wieder eine Hochzeit ausrichten“, so Bettina Abert beim Pressetermin an dem neuen Stadel und an der Brandruine.

„Etwa 30 Paare wollen 2020 und 2021 bei uns heiraten. Da heißt es gut vorzuarbeiten. Zudem wollen wir mit einem perfekten Caterer unseren Gästen wieder die Draustoana-Stadl-Atmosphäre bieten. Am 6. August sind alle kommenden Brautpaare eingeladen, den Ausweichstadel zu begutachten.“

Vorerst ist der Ersatzstadel bis 24. Oktober als fliegender Bau genehmigt. „Aber wir hoffen, da sich der Neubau an der Originalstätte ziemlich sicher bis Ende 2021 hinzieht, dass das Provisorium auch bis dahin genehmigt wird“, so Abert.

Im Hinblick auf den Neubau werden die Scherers auf den Einbau einer Gastro-Küche verzichten und in Zukunft alle Feiern durch eine Cateringfirma beliefern lassen. „Wir haben schon gemeinsam verschiedene Konzepte für den Betrieb erarbeitet und wollen Angebote für jeden Geldbeutel schaffen“, sagen Abert und Scherer unisono. Sie hoffen, dass in naher Zukunft viele Brautpaare, Firmen und auch Privatpersonen zum Feiern kommen. „Wir können in der jetzigen Situation jede Unterstützung brauchen und wir werden alles daran setzen perfekte Gastgeber zu sein.”

 


Foto: Sieglinde Scherer (links) und Bettina Abert vor dem Ersatz-„Draustoana Stadel“ warten auf Gäste. Sie wollen auch im Ausweichquartier perfekte Gastgeber sein.

 

 

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