Missbrauch des Notrufs und Beleidigung

50-Jähriger führt kurz nach Mitternacht die Polizei wegen mysteriöser 70 Euro an der Nase herum

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Ein 50-Jähriger aus Rosenheim teilte heute kurz nach Mitternacht der Polizei über Notruf mit, dass sein Bekannter suizidgefährdet sei. Sofort eilten die Beamten los, um rechtzeitig Hilfe leisten zu können. Nur Minuten später rief der 50-Jährige aber erneut die 110 an und zeigte sich erbost darüber, warum die Polizei seinen Bekannten noch immer nicht gefunden habe. Er fing dann an, die Polizistin am Notruf-Telefon zu beleidigen und mit üblen Schimpfwörtern zu betiteln. Der 50-Jährige verlangte eine sofortige Festnahme seines Bekannten, denn letztlich schulde er ihm rund 70 Euro.

Kurz danach traf dann eine Streife der Polizei bei dem 50-Jährigen ein. Der Mann war stark alkoholisiert und von einer Suizidgefahr seines Bekannten war nichts mehr erkennbar. Der Rosenheimer verlangte dafür von der Polizei jedoch noch einmal, sofort den Mann zu suchen und dafür zu sorgen, dass dieser 70 Euro an den 50-Jährigen bezahlen solle.

Dem Rosenheimer wurde nun erklärt, dass er sein Geld auf dem Zivilklageweg einfordern müsse – die Notrufnummer 110 sei für ein Einfordern NICHT die richtige Wahl.

Ganz im Gegenteil: Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen und Beleidigung eingeleitet. Auch prüft die Polizei, ob der 50-Jährige für mögliche Kosten des Polizeieinsatzes gerade stehen muss …

Um den Vorfall komplett abzuschließen, sprach die Polizei aber vorsichtshalber auch mit dem 47-jährigen „Suizidgefährdeten“ aus dem Stadtgebiet Rosenheim. Wie bereits vermutet, bestand keinerlei Gefahr und die Geschichte mit den 70 Euro wurde von seiner Seite auch völlig anders dargestellt.

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