Michael Altinger als Lesepate

Kabarettist an Realschule in Wasserburg - Ernstes Thema: Rassismus und Vorurteile

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img_1977Anlässlich des 13. bundesweiten Vorlesetages besuchte Michael Altinger die Wasserburger Realschule. Durch seine mitreißende Vortragsweise schaffte es der bayerische Kabarettist und Pate des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, bei den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9e und 9g trotz der allgegenwärtigen Flut an digitalen Medien die Begeisterung für das Lesen zu wecken. Dabei sprach er offen mit den Beteiligten das Thema „Rassismus und Vorurteile“ an.

img_1979Unter den interessierten Zuhören befanden sich auch der Ministerialbeauftragte der Realschulen Oberbayern-Ost, Wilhelm Kürzeder, der Schulleiter, Markus Hösl-Liebig, sowie die Deutschlehrer Michael Andörfer und Julia Kuchler.

In Kürze gelang es Michael Altinger, die Neugier der Neuntklässler zu wecken, die aufmerksam dem Inhalt des Jugendbuches „Dönerröschen“ von Jaromir Konecny folgten. Dieses handelt von Jonas, einem 16-jährigen Jungen, der sich in ein türkisches Mädchen namens Sibel verliebt und dadurch mit einer anderen kulturellen Welt in Kontakt tritt, die für ihn einige befremdliche Situationen bereithält.

Auf humorvolle Weise werden darin Alltagsgegebenheiten geschildert, die die kulturellen Unterschiede offenbaren. Dabei stehen bei der Begegnung mit anderen Lebensweisen die Toleranz und Offenheit an vorderster Stelle.

Altinger appellierte immer wieder an eine aufgeschlossene Weltanschauung der Heranwachsenden und gab ihnen den Rat, sich auf Neues einzulassen und sich die Geschichten anderer anzuhören, um sich danach ein eigenes Urteil bilden zu können.

Im Anschluss an die Lesung wurde eine Diskussionsrunde zum Thema „Rassismus“ eröffnet. Daran beteiligten sich nicht nur die Jugendlichen. Auch der Schulleiter wandte das Wort an seine Schülerinnen und Schüler und beteuerte erneut, wie wichtig es sei, offen für andere Kulturen zu sein und sich nicht durch hartnäckige Vorurteile leiten zu lassen, die unsere Welt in „Gut und Böse“ sowie „Schön und Hässlich“ einteilen. Anschließend wurden die Meinungen und Ansichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im regulären Deutschunterricht aufgegriffen und evaluiert.

Ein herzlicher Dank ging an Michi Altinger sowie Michael Andörfer, der diese Aktion organisiert hatte. Resümee: Die Literatur liefert oftmals den Schlüssel zu unbekannten und fremden Welten und trägt damit wesentlich zur politischen Bildungsarbeit bei.

Julia Kuchler

 

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