„Mein Traumjob bei MEGGLE”

Wasserburg: Zwei Porträts und warum technische Berufe zu Mädchen passen ...

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MINT – das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Und das sind spannende und zukunftsweisende Berufsfelder, in denen Sophia Brühl (unser Foto) und Eva-Maria Schütz bei der Molkerei MEGGLE in Reitmehring tätig sind. Beide berichten begeistert über ihre Arbeit und darüber, warum technische Berufe zu Mädchen passen. Zwei Porträts zum Auftakt der Woche der Ausbildung …

Michael Vontra, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim und
Franz Hagenauer, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit
Rosenheim, besuchten die Firma MEGGLE in Wasserburg und sprachen mit Personalverantwortlichen sowie Mädchen, die im MINT-Bereich
arbeiten.

„Ich hatte schon immer ein besonderes Interesse an Biologie und Lebensmitteln und wusste schon während der Schulzeit, dass ich mich damit später beschäftigen möchte“, sagt Eva-Maria Schütz (Foto). „Ich wollte etwas arbeiten, bei dem ich nicht nur theoretisch lerne und habe deshalb nach dem richtigen Ausbildungsbetrieb für mich gesucht – und ihn mit MEGGLE gefunden. Gleich nach dem Abitur bin ich aus dem Landkreis Lichtenfels in Oberfranken hierher gezogen und habe die Entscheidung bis heute keinen Moment bereut. Das Unternehmen bietet mir die tolle Möglichkeit gleich zwei Abschlüsse zu erwerben und ich werde jederzeit bestens unterstützt“, berichtet die heute 22-Jährige.

Sie begann bei der Molkerei MEGGLE die Ausbildung zur Milchtechnologin und zeitgleich an der Hochschule in Neubrandenburg den dualen Studiengang Lebensmitteltechnologie (B.Sc.). Das bedeutete in den vergangenen vier Jahren arbeiten in Wasserburg, studieren in Neubrandenburg und am Wochenende pendeln nach Lichtenfels. „Ganz schön anstrengend, aber lohnend“, versichert Eva-Maria Schütz. Im Juni hat sie ihre Ausbildung zur Milchtechnologin abgeschlossen und schreibt nun ihre Bachelorarbeit.

Für Sophia Brühl, die seit 2012 bei MEGGLE arbeitet, war ihr heutiger Traumjob als Industriemechanikerin ein Zufallstreffer: „Ich besuchte auf der Fachoberschule den betriebswirtschaftlichen Zweig und habe hier ein Praktikum im Büro gemacht“, erzählt die heute 24-Jährige.

„Dabei habe ich aber schnell gemerkt, dass der Bürojob nicht so meins ist und gefragt, ob ich nicht mal in die Schlosserei bei MEGGLE hineinschnuppern kann. Das war zum Glück möglich und nach drei Tagen wussten meine späteren Kollegen und ich, dass das super passt. Ich habe dann die Schule abgebrochen und die Ausbildung begonnen. Das war im Nachhinein genau die richtige Entscheidung, denn die Arbeit gefällt mir sehr gut und ich verstehe mich super mit allen Kollegen!“

Die Frage, ob sie es als außergewöhnlich empfinden, in Bereichen zu arbeiten, die eher männerlastig seien, können Schütz und Brühl nicht nachvollziehen. „Wir machen die Arbeit, die uns interessiert und die wir gut können und da ist es doch egal, ob die mehr Männer oder Frauen ausüben. Für uns und für alle hier bei MEGGLE ist dies ganz normal“, sagen beide.

Michael Vontra, der kommissarische Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur, gratuliert bei dem Betriebsbesuch, den er gemeinsam mit dem Teamleiter der Berufsberatung, Franz Hagenauer, und Pressesprecherin Silke Stichaner machte, Eva-Maria Schütz und Sophia Brühl zu ihrer Berufswahl: „Sie beide haben ein vielseitiges und abwechslungsreiches Aufgabenfeld gewählt, das auch in Zukunft wichtig sein wird. Deshalb finde ich es gut, dass es Angebote wie die MINT-Woche gibt, um junge Menschen für eine Ausbildung im technischen Bereich zu begeistern.“

Im Rahmen der bayernweiten MINT-Woche vom 14. bis 20. Oktober, veranstaltet von der Allianz für starke Berufsbildung in Bayern, zu der auch die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit gehört, sollen Jugendliche in MINT-Branchen schnuppern, Berufe erproben und Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Vontra sagt an die jungen Menschen gewandt: „Nutzt die MINT-Woche und knüpft gleich den Kontakt zu Eurem potenziellen späteren Ausbildungsbetrieb. Informationen gibt es im Internet unter www.ausbildungswochen.bayern/.

Der Personalleiter von MEGGLE, Jean-Pierre Fischer, die Ausbildungsleiterin Anja Neff und die Leiterin der Personalentwicklung, Ramona Binder, heben ebenfalls hervor, dass solche Aktionen wie die MINT-Woche heutzutage extrem wichtig seien, da die Suche nach Auszubildenden nicht einfacher geworden sei.

„Wir gehen auf Ausbildungsmessen in der Region, gerne in Begleitung unserer Azubis, da sie einfach einen noch direkteren Draht zu den jungen Leuten haben. Auch der Girls´- bzw. Boys´-Day, im kommenden Jahr am 26. März, bieten tolle Möglichkeiten für Jugendliche, sich in einzelnen Berufen zu erproben. Wenn sie diesen Schnuppertag bei uns machen und es passt, versuchen wir gleich den Kontakt zu ihnen zu halten“, so Neff.

Michael Vontra hebt hervor, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit, in der es so viele Angebote an Ausbildungsberufen und Studiengängen gibt, sei, die Jugendlichen bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen: „Unsere Berufsberater sind an den Schulen präsent, um Jungen und Mädchen umfassend und neutral zu informieren. Dabei möchte ich hervorheben, dass die international anerkannte duale Ausbildung in Deutschland die ideale Grundlage für die spätere berufliche Karriere ist, die dann noch durch einen Techniker, Meister oder Studienabschluss gekrönt werden kann“, sagt der kommissarische Agenturleiter.

Eva-Maria Schütz und Sophia Brühl sind zufrieden mit dem, was sie bisher beruflich erreicht haben. Eine spätere Weiterqualifizierung ist aufgrund der vielen Möglichkeiten im Bereich Personalentwicklung bei MEGGLE nicht ausgeschlossen.

Fotos: Agentur für Arbeit Rosenheim

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