„Mein Kompass für 2019: Mehr Dialog!“

Polizeipräsident Robert Kopp hat sich Gedanken zum Jahresausklang gemacht - Der Wortlaut

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Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Polizeipräsident Zeit findet – oder besser sich die Zeit nimmt – in diesen turbulenten Zeiten Weihnachtsgrüße öffentlich an die Bürger zu richten. Der auch für den Altlandkreis zuständige Polizeipräsident Robert Kopp (unser Foto) hat sich Gedanken zum Jahresausklang gemacht. Hier der Wortlaut …

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

meine sehr geehrten Damen und Herren!

Das Jahr 2018 neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu. Weihnachten und der Jahreswechsel stehen unmittelbar bevor. Auch für die Polizei ist dies ein guter Moment, um zurückzublicken auf das vergangene Jahr, aber auch den Blick nach vorne in die Zukunft zu richten.

Selbst wenn wir im südlichen Oberbayern von großen und überregional wahrgenommenen Geschehnissen im Sicherheitsbereich verschont geblieben sind, blicken wir auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr zurück.

Dass die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen nicht ohne positive Wirkung geblieben ist, kann ich mit besonderem Stolz feststellen. Auch wenn abschließende Ergebnisse noch nicht feststehen, zeichnet sich insgesamt eine positive und gute Sicherheitsbilanz ab. Hinzu kommt, dass erfolgreiche Polizeieinsätze oder die schnelle Aufklärung von Straftagen dazu beitragen, das Vertrauen der Menschen in unseren Rechtstaat zu festigen.

Eine aktuelle Studie zu sicheren und attraktiven Lebensumständen stellte fest, dass sich unter 401 ausgewerteten Städten und Landkreisen gleich fünf Landkreise in unserem Zuständigkeitsbereich unter den Top 30 befinden. Über ein solch positives Feedback freuen wir uns – denn auch damit wird die gute und sehr engagierte Polizeiarbeit unserer Kolleginnen und Kollegen bestätigt.

Tatsächliche Sicherheit und ein gutes Sicherheitsgefühl sind seit jeher ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität. Die gute Sicherheitslage macht das südliche Oberbayern zu einer besonders attraktiven und lebenswerten Region. Hier will man gerne leben, nicht nur wegen der besonderen landschaftlichen Vorzüge. Sicherheit steigert auch die wirtschaftliche Attraktivität und den Wohlstand in der Region.

Als Polizeibeamte haben wir den „Finger am Puls“ der Menschen. Wir spüren, die „gefühlte Sicherheit“ der Menschen spiegelt nicht 1:1 die objektiven Fakten unserer Sicherheitslage wider. Ich kann deshalb nicht oft genug feststellen: Sicherheit ist für uns Vertrauenssache!

Unsere gut funktionierende Sicherheitsstruktur von Polizei, Feuerwehr und allen Rettungsdienstorganisationen stärkt die Vertrauensbasis. Die Bürgerinnen und Bürger können Vertrauen in „ihre Polizei“ setzen. Sie dürfen auf Schutz, Hilfe und engagierten Einsatz der Polizei vertrauen.

Daher ist es unser Ziel, das Vertrauen der Menschen in die individuelle Sicherheit und in die Leistungsfähigkeit der Polizei noch weiter auszubauen. Mein Kompass für das nächste Jahr: Noch mehr Dialog und wo immer es geht, noch mehr wahrnehmbare Bürgernähe durch Prävention und sichtbare Polizeipräsenz. Wir werden zwar niemals alles verhindern können, das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit allen seinen Dienststellen wird aber stets das Machbare tun, damit Sie in Sicherheit leben können.

Um unsere Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können, brauchen wir neben Ihrem Vertrauen auch Ihre Unterstützung. Durch Ihre sofortigen Mitteilungen von verdächtigen Beobachtungen an den „Polizeinotruf 110“ können wir nicht nur schnell auf Sicherheitsstörungen reagieren, sondern schon im Vorfeld so manche Straftat verhindern. Ihre Beobachtungen und unsere Professionalität sind unverzichtbare Elemente einer erfolgreichen Sicherheitsstrategie. Jede Straftat, die wir verhindern, schützt Menschen und ist ein Gewinn für unsere Sicherheit!

Die Sicherheitswacht ist wichtiges Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und ihrer Polizei. Auch hier setzen wir auf den Dialog mit den Menschen. Sicherheitswacht und Polizei ergänzen sich und arbeiten eng zusammen – Bürger im Dienst für den Bürger. In unserem Zuständigkeitsbereich haben sich die Sicherheitswachten als zusätzliches Sicherheitsinstrument inzwischen bestens bewährt.

Es ist erfreulich, dass wir im nächsten Jahr in weiteren Kommunen neue Sicherheitswachten einrichten werden. Die Sicherheitswacht stellt damit einen festen Bestandteil im öffentlichen Sicherheitsgefüge dar. Die ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Sicherheitswacht sind vor allem dort präsent und ansprechbar, wo das subjektive Sicherheitsempfinden beeinträchtigt scheint.

Immer wieder wird das Sicherheitsempfinden durch Falschmeldungen, welche sich in Windeseile verbreiten, zu Unrecht getrübt. In unserer schnelllebigen Zeit machen gerade Meldungen über vermeintlich „gefährliche oder schreckliche Ereignisse“ sehr schnell die Runde. Der Wahrheitsgehalt wird leider oft nicht hinterfragt.

Mit unserer offensiven und faktenbasierenden Öffentlichkeitsarbeit wirken wir solchen Meldungen entgegen und übernehmen Verantwortung. Unsere Devise bei der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit: Wir dramatisieren nichts, aber wir bagatellisieren auch nicht.

Meine sehr geehrten Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich darf mich mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“ bei Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen bedanken.

Im Namen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes, glückliches und sicheres Jahr 2019.“

Ihr

Robert Kopp

Polizeipräsident

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „„Mein Kompass für 2019: Mehr Dialog!“

  1. Hat der Mann die Messerattacke in Prien vergessen? Den Taliban aus Schnaitsee, die Messerattacke gegen ein Mädchen in einer Rosenheimer Disko, den Schusswaffeneinsatz in der Rosenheimer Innenstadt usw. usw.
    Hut ab vor den Beamten, keine Frage, aber die Sicherheitslage ist nicht mehr die gleiche wie vor 5 Jahren…..

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  2. Eine Menge Luftblasen und Schönmalerei! Ein Schlag ins Gesicht der vielen Opfer.
    Die Sicherheitslage hat sich drastisch verändert. Zum Negativen. Menschen, die das so sehen, kurzerhand Objektivität abzusprechen, ist schon sehr gewagt.
    Den einzelnen Polizistinnen und Polizisten Vorwürfe zu machen, ist selbstverständlich nicht angebracht. Ich möchte in diesen Zeiten nicht in ihrer Haut stecken.

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