Mehrere Wutanfälle: Was war gestern los?

Wenn wehende Haare in einem Zug stören und Polizisten bespuckt werden ...

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Am gestrigen Dienstag ist die Bundespolizei in Rosenheim mehrfach wegen gewalttätiger Streitigkeiten alarmiert worden. Los ging die Folge von Aggressionen bereits am Nachmittag, als zwei Jugendliche am Bahnhof aneinander geraten waren. Die beiden Syrer waren, als die Polizei eintraf, zwischenzeitlich von couragierten Passanten getrennt worden. Der 14- und der 16-Jährige hatten sich bei dem Streit Schürfwunden zugezogen. Die Beiden wurden von den Beamten zur Dienstelle mitgenommen. Dort konnten sie von ihren jeweiligen Erziehungsberechtigen abgeholt werden. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Dann geriet in einem Regionalzug ein 57-Jähriger mit einem anderen Fahrgast in Streit. Eine junge Frau wollte im Zug eigentlich nur an dem Deutschen vorbeigehen. Dabei wehten ihm offenkundig bei geöffnetem Fenster die Haare der 20-Jährigen aufgrund des Fahrtwinds ins Gesicht. Nach ersten Erkenntnissen soll sich der Mann hierdurch derart belästigt gefühlt haben, dass er in die fremden Haare griff und an diesen zog.

Das Ziehen muss – laut Polizei – wohl derart ruckartig gewesen sein, dass die Frau anschließend Kopf- und Nackenschmerzen zu beklagen hatte. Die Bundespolizei, die wegen der „haarigen Angelegenheit“ bahnseitig informiert worden war, nahm in Rosenheim die Personalien der Beteiligten auf und leitete die Ermittlungen wegen Körperverletzung ein.

Weiter ging’s am Abend: Ein polnischer Staatsangehöriger attackierte die verständigten Bundespolizisten, als diese ihn zur Klärung seiner Identität vom Rosenheimer Bahnhof zur Dienststelle bringen wollten. Er war zuvor vom Zugbegleiter eines Fernreisezuges von der Fahrt ausgeschlossen worden. Offenbar hatte der stark alkoholisierte Mann im Zug permanent mit einigen Landsleuten Streit gesucht.

Als er nach seinem Fahrtausschluss dann auf die Beamten traf, versuchte der Pole mehrfach, sich in aller Öffentlichkeit ausziehen. Im weiteren Verlauf widersetzte er sich den Beamten. Er beleidigte und bespuckte sie.

Schließlich wollte er auch noch nach diesen schlagen und treten. Selbst in der Dienststelle verhielt sich der Festgenommene noch sehr aggressiv und verweigerte zudem die Auskünfte zur Klärung seiner Identität.

Die Nacht musste der Betrunkene in einer Zelle der Bundespolizei verbringen. Am Mittwochmorgen konnte er sich dann mit den Anzeigen, die gegen ihn erstattet wurden, auseinandersetzen. Dabei geht es um Widerstand gegen beziehungsweise tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie Verweigerung der Angaben zur Person.

 

 

 

 

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4 Kommentare zu “Mehrere Wutanfälle: Was war gestern los?

  1. Wieder mal ein Bericht aus dem ersichtlich ist, wie sehr unsere Polizei mit der Verwaltung von Wutanfällen, Streitigkeiten, Aggressionen und dgl. beschäftigt ist.
    Verwalten ! Mehr kann sie nicht mehr tun.

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  2. Da bin ich anderer Meinung.
    Die Polizei müsste nur ihre verloren gegangene Autorität zeigen und durchgreifen,
    in kürzester Zeit gäbe se keine blöde Anmache, sexuelle Belästigung usw.mehr.
    Gruß aus Wasserburg

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  3. Ja. Müsste. Macht sie aber nicht.
    Daher schreib ich ja VERWALTEN.
    Man sieht bzw. liest es doch tagtäglich, dass die Polizei zu solchen Szenen gerufen wird und dann Anzeigen macht.
    Weiter passiert doch nix. Das ist schlicht und einfach verwalten- sonst nix.

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  4. Ich beneide die Polizisten nicht. Sie haben eine sehr undankbare Position. WAS sollen sie denn tun, wenn unsere derzeitigen Gesetze nicht mehr hergeben?

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