Mehr Parkplätze am Bahnhof

Bauausschuss bringt Projekt in Reitmehring auf den Weg - Auch zusätzliche Radlstellplätze

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Auch wenn derzeit corona-bedingt der Öffentliche Personennahverkehr nicht ganz so gefragt ist, wie sonst: Parkplätze und Radlstellplätze sind am Bahnhof Reitmehring spätestens seit Einführung des Stundentaktes und des MVV-Tarifes (wir berichteten) meist Mangelware. Die Stadt Wasserburg will da jetzt Abhilfe schaffen. Bei der gestrigen Sitzung  brachte der Bauausschuss den Ausbau der Stellplätze auf den Weg. So sollen dort, wo früher das Bahnwärterhäuschen stand (Foto), 50 neue Parkplätze entstehen.

Außerdem soll der provisorische Park&Ride-Parkplatz auf dem so genannten Grasser-Gelände (Foto) neu organisiert und strukturiert werden. „Da ließe sich sicher mit einfachen Mittel mehr Ordnung schaffen, was zu mehr Parkplätzen führen würde”, wie Dr. Hermann Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring) bei der Sitzung erklärte.

 

Was bei den Parkplätzen für die Pkw relativ einfach zu bewerkstelligen sein wird (die Stadt ist in Besitz der Grundstücke), wird bei den Radlstellplätzen nicht ganz so einfach sein. „Geplant ist die Verdoppelung der Stellplätze auf dem Bahngelände, dort wo sich jetzt bereits die Unterstellmöglichkeit befindet”, so Alexander Huber vom Bauamt.

 

Allerdings könnte das etwas dauern, wie Bürgermeister Michael Kölbl betonte: „Die Mühlen der Bahn mahlen langsam. Da arbeitet unsere Verwaltung  vergleichsweise mit Lichtgeschwindigkeit.”  Das sah Christian Stadler (Grüne) ähnlich: „Wir wissen nicht, wann und unter welchen Auflagen wir da einen Gestattungsvertrag von der Bahn erhalten. Vielleicht sollten wir umplanen und die neuen Stellplätze auf städtischen Grund verlagern.” Wovor der Bürgermeister aber warnte: „Bei einer Umplanung verlieren wir noch mehr Zeit.” Und Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann ergänzte: „Beim Umplanen könnte sogar die Gesamtförderung kippen.”

 

Der Bauausschuss einigte sich schließlich einstimmig darauf, dem Stadtrat die Erweiterung der Pkw-Parkplätze auf städtischen Grund zu empfehlen. In Sachen Radlstellplätze soll die Verwaltung nochmals abklären, wie schnell die Erweiterung auf Bahngelände umgesetzt werden kann, oder ob Alternativen auf eigenem Areal möglich wären. Zudem soll die Zufahrt zu den vorhandenen Stellplätzen verbessert werden. Christian Stadler hatte zuvor bemängelt, dass diese durch den Bau eines großen Geldautomaten stark eingeschränkt worden sei.

Die gesamte Maßnahme wird derzeit mit rund 340.000 Euro an Kosten veranschlagt.

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Mehr Parkplätze am Bahnhof

  1. und wie kommen die ganzen geparkten Autos dann auf die B 304?

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