Mehr heimische Ökoprodukte

In zehn Jahren sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch sein

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Der ökologische Landbau in Bayern hat weiter zugenommen. Wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber heute Morgen mitteilt, sind im vergangenen Jahr bayernweit über 650 Betriebe neu in den Ökolandbau eingestiegen. Das bedeutet einen Zuwachs von 6,5 Prozent. „Das bestätigt unsere Entscheidung, dass wir mit unserem Landesprogramm jetzt vor allem den Schwerpunkt auf den Ausbau des Markts für heimische Ökoprodukte setzen“, betonte die Ministerin.

Das erfolgreiche bayerische Bio-Siegel soll noch stärker am Markt positioniert und der Einsatz von regionalen und ökologischen Produkten zum Beispiel in den staatlichen Kantinen auf 50 Prozent gesteigert werden.

Damit bewirtschaften im bundesweit größten Ökoland mittlerweile rund 10.600 Ökobetriebe über 366.000 Hektar Fläche. Insgesamt ist die Ökoflache im vergangenen Jahr um rund 15.000 Hektar gewachsen, das ist ein Plus von 4,2 Prozent. Der Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern beträgt inzwischen mehr als elf Prozent.

Die Umstellung war verhaltener als in den Vorjahren. Den Grund dafür sieht die Ministerin in Absatzproblemen, mit denen insbesondere Neueinsteiger im Ökobereich konfrontiert sind.

Der Ökolandbau könne nur gemeinsam mit dem Markt wachsen. Das zeige besonders deutlich der Öko-Milchmarkt: Hier laufe die Umstellung schon länger gebremst, weil die Molkereien nur noch wenig neue Lieferanten aufnehmen. Eine verbesserte Förderung der Erzeugung würde laut Kaniber die Märkte und Preise noch mehr unter Druck setzen: „Das kann nicht im Sinne der Bio-Erzeuger sein.“

Wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung des Ökolandbaus in Bayern sei das Landesprogramm „BioRegio 2030“, das die Ministerin im vergangenen Jahr weiter entwickelt hat. Es habe sich zum Ziel gesetzt, dass bis in zehn Jahren 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden.

Neben den bewährten Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung und Forschung setzt das neue Programm nun vor allem Akzente, um die Nachfrage und damit den Absatz heimischer Ökoerzeugnisse zu verstärken …

 

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