Mehr als nur ein stiller Betverein

Männerkongregation Albaching feierte ihr 175-jähriges Bestehen

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Die Marianische Männerkongregation Albaching feierte dieser Tage ihr 175-jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Programm. Bewusst setzte die Vorstandschaft den Schwerpunkt auf das Gebet und den Sinn der Kongregation. Die Feierlichkeiten begannen mit der Aussetzung des Allerheiligsten durch Ortspfarrer Josef Huber. Anschließend gestalteten verschiedene Personen und Gruppen die Anbetungsnacht mit Liedern und Gebeten.

Auch die Zeiten der Stille und des Gebetes wurden von zahlreichen Besuchern gut angenommen und so mancher, der nur kurz vorbeischauen wollte,  verweilte dann doch länger in der angenehmen und würdigen Atmosphäre. Den Rahmen dazu lieferte die farbige Ausleuchtung des Kircheninnenraums. Das Zentrum der Beleuchtung bildete das Allerheiligste auf dem Altar, umrahmt von einer lebensgroßen Darstellung des Barmherzigen Jesus und einer Marienfigur. Auch die Beichtangebote wurden gut besucht. Gerne nahmen die Besucher das Angebot von Gebetsheftchen, Rosenkränzen und Medaillen an. Den Abschluss des fast 20-stündigen Gebetes bildete um 10 Uhr der Senioren- und Krankengottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Albaching-Pfaffing. Die Kirchenbesucher wurden hinterher zu einem gemütlichen Beisammensein mit Brotzeit in den Seniorenraum der Gemeinde eingeladen.

Am  zweiten tag stand das Mariensingen auf dem Programm. Dieses hatte der Organist und Chorleiter Kevin Komorek organisiert und sieben Guppen sangen und musizierten. Die Marienlieder der unterschiedlichsten Art fanden großen Anklang und begeisterten die Zuhörer. Als Dank lud die Männerkongregation alle Mitwirkenden zu einem kleinen Umtrunk ein.

Der Festsonntag begann mit dem Kirchenzug, angeführt von der Kirchdorfner Blasmusik und dem Festverein. Es folgten die geladenen MC Vereine und die Albachinger Ortsvereine. Den Festgottesdienst in der übervollen Kirche zelebrierte Ortspfarrer Josef Huber gemeinsam mit Präses Georg Greimel aus Altötting, dem ehemaligen Ortspfarrer Pater Egino, dem ehemaligen Diakon Andreas Demmel,  Prior Frater Emmanuel Rotter aus St. Bonifaz in München und Gemeindereferent Michael Kafka. Präses Georg Greimel hob in seiner Predikt unterschiedliche Sichtweisen und Eigenwahrnehmungen hervor: „Wie groß doch ein 100-Euro-Schein aussieht, wenn du ihn mit in die Kirche nimmst, und wie klein er ist, wenn du damit in den Supermarkt gehst.“  Für ein eigenes Urteil solle jeder Zusammenhänge „recht sehen und verstehen“, das erfordere „wachsame Augen“  und Achtsamkeit, um wahrnehmen und sich besser entscheiden zu können. Alle seien berufen heilig zu sein. Genau das manifestiere sich in unserem täglichen Tun.

Nach der heiligen Messe gingen die Mitglieder der 24 geladenen Vereine in einem Festzug zum Bürgersaal der Gemeinde. Beim gemeinsamen Mittagessen und bei Kaffee und Kuchen dankte Vorstand Anton Mayer allen Helfern und langjährigen Mitgliedern mit einer extra angefertigten Kerze. Auf Schautafeln konnten sich die Besucher über die Geschichte der Kongregation informieren, zum Beispiel Infos über den Hl. Buder Konrad, Sel. Pater Rupert Mayer und vielen Fotos der Fahnenweihe vor 25 Jahren. Ein Mitarbeiter von Radio Horeb stellte den Radiosender, die DAB-Empfangsgeräte und das Programm vor.

Die Albachinger Kongregation darf auf ein gelungenes Jubiläumswochenende zurückschauen, das  durch die Unterstützung und Zusammenarbeit aller Beteiligten so verwirklicht werden konnte.

Toni Mayer

 

 

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