MEGGLE-Kamin wird zurückgebaut

94 Meter hohes Wahrzeichen ist längst außer Betrieb - So funktioniert der Abriss

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Mit 94 Metern war er jahrzehntelang ein Blickfang: Der MEGGLE-Kamin. Seit einigen Tagen wird dieser zurückgebaut – denn längst ist der Kamin ohne Funktion. Ob von den Bundesstraßen 304 oder 15, von einigen Gipfeln der Voralpen oder manchmal sogar aus dem Flugzeug beim Landeanflug auf den Münchner Flughafen. Der Kamin auf dem Werksgelände der Molkerei MEGGLE ist schon aus der Ferne sichtbar und prägt das äußere Erscheinungsbild von Wasserburg.

Seit 1976 steht das 94 Meter hohe Wahrzeichen der Molkerei in der Megglestraße. Damals, zu Zeiten des alten MEGGLE-Kraftwerks, war ein möglichst hoher Kamin von Nöten. Das neue Kraftwerk wird längst mit Erdgas betrieben – der MEGGLE-Kamin war ab 1999 nur noch sporadisch in Betrieb, seit 2013 gar nicht mehr.

Seitdem investierte MEGGLE viel Geld in die ständige Instandhaltung und Sanierung des Turms, insgesamt Kosten im sechsstelligen Bereich. Auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen entschied sich das Unternehmen, den Kamin kontrolliert zurückzubauen. Die dadurch eingesparten Kosten werden wieder in das Werk in Wasserburg investiert.

Schon oft hat sich das Erscheinungsbild der Wasserburger Molkerei verändert – mit dem Kamin-Rückbau geht das Unternehmen erneut mit der Zeit. Durch die Sprühtürme und Milchtanks bleibt die MEGGLE-Skyline aber weiterhin sehr markant. Dennoch verschwindet ein Wahrzeichen Stück für Stück, denn der Turm wird von oben nach unten abgetragen. Die MEGGLE-Mitarbeiter können sich Steine des Kamins, also ein Stück Geschichte, als Andenken sichern. MB

Foto oben: Ein letzter Blick auf die MEGGLE-Skyline mit Kamin aus Edling. Seit der vergangenen Woche ist die silberne Haube an der Kaminspitze schon Geschichte.

 

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