Martin Luther an der Alz

Neue Skulptur vom Pittenharter Bildhauer Marco Bruckner weist den Weg

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Marco Bruckner ist ein noch junger Bildhauer. Er lebt in Nöstlbach bei Pittenhart. „Luther-Projekt“ nennt er seine acht Skulpturen, die er anlässlich des Luther-Jahres 2017 geschaffen hat. Nun gehen diese ihre eigenen Wege. Eine der Figuren steht jetzt an der Alzschleife bei Niesgau (unser Foto) …

Als Patronat und Wegweiser zeigt Luther den Wasserwanderern den Weg. Dort, wo man den engen Nebenarm der Alz nehmen muss, um das Wehr zu umgehen, steht die neue Lutherfigur.

Bezeichnend für diese Stelle ist die Parallelität zwischen dem Reformator Luther, der in seinem Leben fast immer den unbequemen Weg gewählt hat, und der Wegkreuzung, von der aus nur der kleine, unbequem erscheinende Seitenarm zum Ziel führt.

Bruckner hat sich intensiv mit Luther auseinander gesetzt. Mit dem Menschen selbst, der Persönlichkeit und seinem Gedankengut. Luther war kein einfacher Mann – ein Mann mit Ecken und Kanten – weder angepasst noch bequem. Er wollte Diskussionen anregen, er kritisierte, stellte geltende Regeln in Frage und er war mutig. Von solch einer Charakterfigur geht eine große Faszination aus.

Luther steht auch für den Begriff „Denkmal“, den er während der Übersetzung der Bibel schuf und der einen festen Platz im Vokabular der Deutschen Sprache und der Architektur gefunden hat. Was liegt näher, ein Denkmal für Luther zu schaffen. Denkmal – auch im Sinne von „denk mal nach“.

Bruckner ist es ein großes Anliegen, mit seinen Arbeiten den Betrachter zum Nachdenken anzuregen. Und gerade hier geht es nicht um hübsche Ansichten einer Figur, sondern um das Erkennen des wahren Ichs. Es stülpt quasi das Innere nach Außen. Er legt Herz, Verstand und Gefühle frei – auch beim Betrachter!

Mehr Informationen zu Marco Bruckner findet man auf seiner Internetseite: www.bildhauer-marco-bruckner.de.

 

 

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