Wanderer (71) spazierte auf den Gleisen

Ein 71-jähriger Ungar hat am gestrigen Morgen den Zugfahrplan der Strecke Rosenheim – Holzkirchen durcheinander gebracht. Mit einem Spaziergang auf den Gleisen sorgte der Mann gegen 8.30 Uhr für die Notbremsung eines herannahenden Regionalzugs. Aufgrund des Vorfalls waren vier Züge insgesamt rund 130 Minuten verspätet.

Der „Gleisläufer“ blieb zum Glück ebenso wie die Fahrgäste des abrupt abgebremsten Zuges unverletzt.

Über die Notfallleitstelle der Bahn wurde sogleich die Bundespolizei verständigt.

Zunächst stellte der Lokführer den ungarischen Staatsangehörigen vor Ort zur Rede. Als dem Mann aber klar wurde, dass er sich auch gegenüber der Bundespolizei erklären müsste, zog er es vor, sich vom Tatort zu entfernen. Schon nach kurzer Absuche des Umfelds konnten die eingetroffenen Beamten den Flüchtigen in Gewahrsam nehmen und zur Inspektion nach Rosenheim bringen.

Offenbar war er sich der Gefahr, in die er sich zuvor begeben hatte, überhaupt nicht bewusst.

Er gab an, als Tourist durch Deutschland zu wandern und möglichst bald in Richtung Italien weiterreisen zu wollen.

Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann die Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei wieder verlassen. Er wird sich aller Voraussicht nach wegen seines Aufenthalts im Gleisbereich zu verantworten haben.