Machet die Tore weit!

Adventskonzert des Münchner Kammerchors Camerata Vocale an der Hochschule

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Am kommenden Donnerstag, 29. November, präsentiert die Technische Hochschule Rosenheim im Foyer ein Adventskonzert des Münchner Kammerchors Camerata Vocale (Foto), ein junger Kammerchor, der sich erst vor zwei Jahren gegründet hat! Im Rahmen der Foyerkonzerte bietet die TH Rosenheim jungen Künstlern eine Bühne, die das kulturelle Leben auf dem Campus bereichern. Der preisgekrönte Kammerchor unter der Leitung von Clayton Bowman präsentiert anspruchsvolle A-capella-Chorliteratur aus allen Epochen. Auf dem Programm stehen Werke von …

… Poulenc (Quatre motets pour le temps de noël), Praetorius (In dulci jubilo), Howells (A spotless rose), Hammerschmidt (Machet die Tore weit), Thompson (Alleluja) und Weelkes (Hosanna to the son of David)!

Beginn des Konzertes ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Hochschule freut sich über viele Interessierte.

Die künstlerische Leitung:

Clayton Bowman, geboren in Pittsburgh (USA), erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren und wurde schon in jungen Jahren an die Chormusik herangeführt. So sang er früh in Auswahlchören wie dem All-State Chorus Connecticut und dem Connecticut Childrens‘ Chorus. Bereits im Alter von 13 Jahren durfte er als Knaben-Solist sein Operndebüt bei Benjamin Brittens „Noye‘s Fludde“ mit dem Hartford Symphony Orchestra feiern.

Erste Dirigiererfahrung sammelte Bowman während seiner Schulzeit. Er leitet bereits mit 14 Jahren das symphonische Blasensemble als „Student Conductor“ an der Tolland Middle School und nahm im Jahr 2000 an einem Dirigiermeisterkurs an der University of South Carolina teil. Ab 2001 studierte er an der University of Connecticut Gesang und Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Ensemblearbeit. Dieses Studium führte ihn schließlich nach Deutschland, wo er von 2004 bis 2008 Dirigieren bei Prof. Georg Grün, Klaus Thielitz und Wolfgang Seeliger an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim studierte. Parallel dazu war Bowman lange Zeit Sänger und Dirigent zahlreicher Ensembles der Rhein-Neckar-Region.

Als musikalischer Assistent beim Konzert Darmstadt und stellvertretender Dirigent des Universitätsorchesters Mannheim sammelte der junge Dirigent Erfahrung mit großen Werken, indem er mit diesen Ensembles Oratorien wie beispielsweise Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ einstudierte. Zeitgleich hatte Bowman auch die Leitung des Kammerchors Altrip, des Prot. Kirchenchors Mutterstadt und der Frauenchöre der Prot. Gemeinde in Dannstadt inne. Zusätzlich zu seinen Tätigkeiten als Dirigent, musizierte er häufig zusammen mit der Heidelberger Kantorei und der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg als Chorsänger und Solist. Darüber hinaus sang er regelmäßig im Kammerchor Saarbrücken, im Chor der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und gastierte gelegentlich als Chorist auf der Bühne des Nationaltheaters Mannheim und an der Oper Frankfurt.

Besonders aber mit dem Anglistenchor, einem der beiden Kammerchöre der Universität Heidelberg, hat sich Bowman einen Namen gemacht und eine große Leidenschaft für anspruchsvolle A-cappella-Musik  entwickelt. Der Chor wirkte unter seiner Leitung vielfach im Ausland und arbeitete mit weltbekannten Chören wie dem Choir of Gonville und dem Caius College Cambridge zusammen. Zum Abschied aus der Region Rhein-Neckar führte Bowman im Dezember 2015 mit dem Anglistenchor und dem Karlsruher Barockorchester den Messiah von G.F. Händel auf.

Seit 2016 in München, leitet Bowman neben der vom ihm gegründeten Camerata Vocale München auch den Großen Chor des Akademischen Gesangvereins (AGV) und den Chor TonArt Sauerlach-Holzkirchen.

Der Chor

Die Camerata Vocale München gründete sich 2016 auf Initiative von Clayton Bowman zunächst als Projektchor mit Sängerinnen und Sängern aus München und Heidelberg.
Als erstes Projekt gestaltete die Camerata am Palmsonntag 2016 einen Motettengottesdienstes mit Bachs „Jesu, meine Freude“  in der ältesten evangelischen Kirche Münchens, der St. Paulus-Kirche im Stadtteil Perlach. Im selben Jahr folgte ein Pfingstkonzert mit Chormusik aus fünf Jahrhunderten mit Werken von Reger, Purcell, Britten, Gesualdo, Whitacre, Vaughan Williams u.a., ebenfalls in St. Paulus/Perlach. Im März 2017 erarbeitete die Camerata Vocale mit dem Stabat Mater von Domenico Scarlatti, dem Requiem von Ildebrando Pizzetti und dem Crucifixus von Antonio Lotti ihr letztes Programm als Projektchor, das in der Nikodemuskirche München und in der Lutherkirche Mannheim anlässlich einer Glockeneinweihung aufgeführt wurde.

Seit Sommer 2017 schließlich besteht die Camerata Vocale als ambitionierter Münchner Kammerchor mit regelmäßiger Probenarbeit und zählt inzwischen 23 Mitglieder. Nach kleineren Auftritten in Gottesdiensten der KHG der LMU und in St. Paulus/Perlach, gab die Camerata im Januar 2018 ebenda ihr Debütkonzert mit A-Capella-Werken u.a. von Reger, Brahms und Vaughan Williams. Im April 2018 wirkte sie an einer Produktion der Hochschule für Musik und Theater München mit, in deren Rahmen die Barockoper La Dafne von Marco da Gagliano im Rahmen der Barocktage 2018 im Großen Konzertsaal der HMT und in der Kreuzkirche Schwabing zur Aufführung gebracht wurde.

Die Konzertsaison beschloss der Chor mit zwei Auftritten in St. Paulus in München/Perlach sowie St. Leonhard in Nußdorf am Inn im Juli 2018, bei denen jeweils anspruchsvolle Vokalmusik aus der englischen Chortradition mit Werken von Henry Purcell, Benjamin Britten, Edward Elgar, Ralph Vaughan Williams, Herbert Howells und William Walton sowie solistisch vorgetragene Lieder von Henry Purcell, John Dowland und Michael Tippett mit Continuo-Begleitung erklangen.

Foto / Quelle: Camerata Vocale

 

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