Liebesdienste heimlich gefilmt

Kamera in Pralinenschachtel versteckt - Italiener ging Polizei ins Netz

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Die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim stoppten im Landkreis einen Citroen mit italienischem Kennzeichen und machten erstaunliche Entdeckungen: Der 55-jährige Fahrer aus Italien, von Beruf Bankkaufmann, hatte in seiner Geldbörse einen total gefälschten 50-Euro-Schein bei sich – als Souvenir und Glücksbringer, wie er meinte. Den Schein habe er am Bankschalter von einem Kunden einbezahlt bekommen, er habe sich den Schriftverkehr sparen wollen und das Falsifikat in Absprache mit dem Kunden privat eingesteckt. Noch kurioser …

… war ein Fund der Schleierfahnder im Seitenfach seines Pkw: Die Polizisten entdeckten eine kleine Pralinenschachtel mit mehreren Löchern. Im Innern fand sich statt süßer Kostbarkeiten eine Minikamera und mehrere Datenträger. Nach Grobsichtung der Aufnahmen zeigte sich der Italiener als „Darsteller“ mit wechselnden Frauen beim Sex. Seine Erklärung: Bei den Frauen handele es sich ausschließlich um Prostituierte aus Prag. Diese habe er bei deren Liebesdiensten heimlich gefilmt, da er sonst eine wesentlich höhere Entlohnung hätte zahlen müssen.

Er habe lediglich sparen wollen. Auch erklärte er den Beamten, die Filme nur für seinen Privatgebrauch produziert zu haben.

Das Falschgeld und die Kamera samt Datenträgern wurden von der Polizei sichergestellt, der Italiener wegen Verdachts der Geldfälschung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen zur Anzeige gebracht. Die weiteren Ermittlungen hat die Kripo übernommen.

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