Leichtes Minus auf dem Stellenmarkt

Trotzdem gibt's noch knapp 4000 offene Arbeitsplätze, meldet die Agentur Rosenheim

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arbeitsagenturIm Landkreis Rosenheim sind derzeit 3 173 Personen arbeitslos gemeldet, 113 Personen mehr als im Vormonat, was einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent entspricht. „Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich weiterhin dynamisch. Wir profitieren – wie schon im Oktober – von dem schönen Herbstwetter, so dass die typische wetterbedingte Winterarbeitslosigkeit in den Außenberufen des Gartenbaus, der Forstwirtschaft und des Baugewerbes bisher lediglich in geringem Umfang eingesetzt hat“, sagt Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur.

„Mit 7 800 Arbeitslosen sind 230 Personen mehr arbeitslos gemeldet, als im Oktober und 85 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent und liegt damit so niedrig wie in den Novembermonaten der Jahre 2011 und 2015. Erfreulich ist, dass die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Rosenheim in den vergangenen sechs Jahren im November immer unter drei Prozent lag.

Der gute Arbeitsmarkt bietet vielen Personengruppen Chancen. So sind wir auch bei den Langzeitarbeitslosen auf einem guten Weg: Im vergangenen Monat waren in unserem Agenturbezirk in beiden Rechtskreisen (Sozialgesetzbuch II und III) insgesamt 1 680 Langzeitarbeitslose registriert, was einem deutlichen Minus von 100 Personen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres entspricht,“ so die Agenturleiterin weiter.

Auf dem Stellenmarkt ist ein leichtes Minus zu verzeichnen:

Im November wurden bei den Arbeitgeber-Services im Agenturbezirk Rosenheim 1 030 neue Stellen gemeldet, 970 davon sind sozialversicherungspflichtig. Das sind knapp 100 weniger als im Vormonat und knapp 200 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Dennoch sind in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen aktuell bei der Agentur für Arbeit noch 3 970 offene Stellen gemeldet, 280 mehr als im Vorjahr. Vor allem in den Branchen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung sowie im kaufmännischen Bereich, im Handel, im Vertrieb und im Tourismus sind noch Stellen unbesetzt.

„Melden Sie Ihre freien Arbeitsplätze unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20. Wir unterstützen Sie gerne bei der Stellenbesetzung“, sagt Dr. Cujai.

Im Berichtszeitraum vom 14. Oktober bis 14. November haben sich im Agenturbezirk Rosenheim 2 940 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Das sind 235 mehr als im Vormonat und 90 mehr als im November 2015. Gleichzeitig haben sich 2 690 Männer und Frauen wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, 615 weniger als im Vormonat, aber 180 mehr als im November des letzten Jahres.

Im November waren insgesamt 575 arbeitslose Schwerbehinderte bei der Agentur für Arbeit gemeldet, in etwa so viele wie im Vorjahr.

Dr. Cujai zu diesem Personenkreis: „Die Lage der Schwerbehinderten wollen wir mit der deutschlandweiten „Woche der Menschen mit Behinderung“ Anfang Dezember näher in den Fokus rücken. Unsere Experten vom Reha-Team werden in dieser Woche mit Kolleginnen und Kollegen des Arbeitgeber-Service einzelne Betriebe besuchen. Wir wollen durch Gespräche Ängste und Vorbehalte abbauen und mögliche Fördermöglichkeiten seitens der Agentur für Arbeit aufzeigen, damit Arbeitgeber auch diesem Personenkreis eine Chance geben.

Wir können auch hier vereinzelt schon schöne Erfolge verbuchen: So konnte eine Arbeitnehmerin aus einer Werkstatt für behinderte Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei einem Textilserviceunternehmen wechseln und ein junger Mann mit Schwerbehinderung ist bei einem Betrieb als Zweiradmechaniker beschäftigt.“

Die Arbeitslosen werden je nach ihrem Leistungsanspruch entweder von der Arbeitsagentur oder den Jobcentern betreut. Die Arbeitsagentur ist derzeit für 4 260 Arbeitslose zuständig, 210 Personen mehr als im Vormonat und 20 mehr als im November 2015. Von den vier Jobcentern (einschließlich der Optionskommune Miesbach) werden 3 540 Arbeitslose betreut, das sind 20 Personen mehr als im Vormonat und 70 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Der Arbeitsmarkt der weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wird nach zuständigen Rechtskreisen unterschieden. Die Arbeitsagentur betreut Menschen nach dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III und die Jobcenter nach dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II.

Im Landkreis Rosenheim sind 3 173 Personen arbeitslos gemeldet, 113 Personen mehr als im Vormonat, was einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent entspricht (0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat). Von den Erwerbslosen sind 1 731 SGB III-Kunden bei der Arbeitsagentur in Rosenheim gemeldet, 76 mehr als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 442 arbeitslose SGB II-Kunden, 37 mehr als im Oktober. Insgesamt sind beim Jobcenter 3 348 erwerbsfähige Leistungsberechtigte gemeldet, die in 2 719 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Die Stadt Rosenheim weist im Oktober eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent auf (0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat). Derzeit sind insgesamt 1 479 erwerbsfähige Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, fiel die Anzahl der Arbeitslosen um 21 auf 557. Für 922 arbeitslose SGB II-Kunden, 11 mehr als im Vormonat, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 227 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 747 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im September eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent aus, was dem Vormonatsniveau entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen liegt für den Landkreis insgesamt bei 1 780 Personen. Davon sind 1 123 Betroffene SGB III-Kunden in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 657 SGB II-Kunden, 11 mehr als im Vormonat, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen als arbeitslos registriert. Insgesamt betreut das Jobcenter 1981 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 597 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 363 Bürger erwerbslos gemeldet, 114 mehr als im Vormonat. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent (0,2 Prozentpunkte mehr als im Oktober). Von den Arbeitslosen sind 847 SGB III-Kunden bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 151 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Bezieher von Arbeitslosengeld nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Bei diesem Jobcenter sind 516 Arbeitslose gemeldet, 37 weniger als im September. Insgesamt betreut das Jobcenter 1 197 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 981 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

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