„Lehrplan bitte entrümpeln!”

Denn ideale Unterrichtsbedingungen werde es noch lange nicht geben, fürchtet der Lehrerverband

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Entspannte Ferien gehen anders: Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes sind die Schulen bundesweit für die geplante Rückkehr in den Regelbetrieb nach den Sommerferien absolut nicht ausreichend vorbereitet! Man befürchte ein „großes Durcheinander”, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger, wie der Bayerische Rundfunk heute berichtet. Der Bundeselternrat rechne wegen Corona sogar gleich mit erneuten Schul-Schließungen und gehe davon aus, dass auch das kommende Schuljahr „keineswegs planmäßig” verlaufen werde. Zeit, zu handeln, um gewappnet zu sein …

Lehrerverbandspräsident Meidinger hält es zum Beispiel für sinnvoll, wenn alle Bundesländer in Deutschland sicherheitshalber Listen mit Stoffgebieten erstellen, „deren Vermittlung im nächsten Schuljahr verzichtbar ist”. Denn ideale Unterrichtsbedingungen werde es noch lange nicht geben …

Quelle BR

 

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17 Kommentare zu “„Lehrplan bitte entrümpeln!”

  1. Super! Anstatt sich mit den Möglichkeiten der digitalen Stoffvermittlung zu beschäftigen – man könnte sich so einiges an den Hochschulen abschauen – verstümmeln wir die Bildung. Ist doch super!

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    1. Mittelschüler sind halt mal keine Hochschüler!

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  2. Schaun wir mal, was sich unsere tolle Landesregierung für ein Konzept einfallen lässt. Vllt haben sie ja mehr im Köcher als nur Schulschließungen.

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    1. Egal, ob Vormittag, Mittag, Nachmittag oder Abend… Es ist eigentlich immer ein neuer Kommentar vom sir eisen da. Dabei hats noch geheißen, im Homeoffice sind die Leute überraschend effektiver als im Büro.

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      1. Schwierig finde ich vor allem, dass die vielen Kommentare grundsätzlich zynisch sind und keinerlei eigene, sinnvolle Verbesserungsvorschläge enthalten.
        Nur vor‘m Computer sitzen und meckern hilft niemandem.

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  3. wütende mutter

    Ein absoluter Witz ….

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  4. Wenn sich alle mal an die Regeln halten würden und einfach mal zuhause Urlaub machen würden, bräuchte man auch keine Schulschließungen usw.

    Hat die Mehrheit selber in der Hand! Nur leider müssen es immer alle büßen.

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  5. Sepp, da hast recht.
    Aber leider ist es allen egal. Ich bin nur gespannt, wie sich das auf alle Prüflinge in zwei Jahren auswirkt, wenn jetzt wieder ein Schuljahr in die Tonne geworfen wird.
    Diese Kinder werden nämlich Probleme bekommen und nicht die aktuellen Prüflinge.

    Auch finde ich die Digitalisierung der Schule zwar enorm wichtig, aber was bringt das einer Mutter mit einem Grundschulkind? Ich denke, ein 6-8 jähriger braucht da doch Anleitung und was macht er, wenn er sich am Morgen nicht ins virtuelle Klassenzimmer einlocken kann ohne Mama, Mama aber in die Arbeit muss oder bereits ist.
    Denn das wird hier leider andauernd von allen vergessen. Viele Mamas sitzen nicht nur zuhause und haben Zeit, 6 Stunden Schule zu machen.
    Sehr viele sind berufstätig und darauf angewiesen, ihr Kind betreut zu wissen.
    Ich bin gespannt, in wie weit die Burnouts bei berufstätigen Eltern steigen, wenn das so weiter geht.

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    1. Danke!
      Endlich mal ein Kommentar, bei dem sich jemand Gedanken über das Thema macht.

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  6. Jeder der sich hier aufregt, sollte erstmal überdenken, was er denn noch selbst von dem einstmals vermittelten Schulstoff denn so weiß.

    Geschichte?
    Was war die goldene Bulle?
    Chemie?
    Was ist ein Mol? (8 KL)
    Was ist die relative Dichte?
    Grammatik?
    Zu welcher Wortgruppe gehört das Wort einige? (5KL deklarative Grammatik).
    Können Sie das alles sicher beantworten, also wirklich beschreiben, oder waren Sie in einem vollkommen ineffizienten Schulsystem.

    Was lernen die Schüler eigentlich was entscheidend ist für das Leben. Kennen Sie am Ende Berufsbilder, so dass sie wissen was sie denn werden wollen?
    Wissen Sie wie Geld wirklich funktioniert?
    Können sie größere Zusammenhänge z.B. zwischen Biologie, Chemie, Physik und Mathematik erkennen?

    Also ja man kann und muss hier so einiges umbauen. Aber, das wird, solange Schule Sache der Länder ist nicht funktionieren.

    Wie heißt es doch gleich so schön: „Bildung ist das war übrig bleibt, wenn alles Gelernte vergessen ist.“
    .

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    1. Wessen Sache sollte dann Bildung entsprechend sein…?!

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    2. Ich stimme Ihnen absolut zu!
      Die Spezialisierung erfolgt erst im späteren Leben, im berufstätigen Segment des Lebens. Hier wird dann spezialisiertes Wissen erworben. Das Schulwissen ist bis auf weniges nicht relevant für das spätere Leben wohl aber das erwerben von sozialen Kompetenzen.
      Ich empfäne ein Fach “Leben” in Schulen angemessen, in dem erklärt wird wie man eine Steuererklärung macht oder ähnliches.
      Nur meine Meinung. Und ich bin vorbehaltlos für eine Überarbeitung und Entrümpelung der Lehrpläne schulformübergreifend.

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  7. Durch den Bund, und die Schulen an einer langen Leine lassen.

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  8. Ich bin berufstätig und kann meinem Kind nicht wirklich helfen. So muss ich darauf hoffen, dass sie mit 12 Jahren selbständig lernt. Was sich in der letzten Zeit als schwierig erwiesen hat. Auch die Struktur des Tages wird zum Problem. Ganz zu schweigen von den jetzt schon fast täglichen Streitereien zwischen mir und meinem Kind. Ich bin oft schon mit den Nerven am Ende! Und wenn ich daran denke, dass es nach den Ferien so weiter geht (Schule 3 Tage in der Woche alle 14 Tage)… Bitte lasst unsere Kinder wieder zur Schule gehen! So schlimm wie es ist, dann eben mit Maske, aber besser mit Maske in die Schule als gar nicht. Und die Kinder könnten ja zeitversetzt in die Schule und nach Hause (die einen um 8.00, die anderen um 9.00, so sind auch die Schulbusse nicht überfüllt). Vielleicht auch statt 6 Stunden nur 5 Stunden. Aber dafür jeden Tag wieder geregelten Unterricht. Das Alles kann sich noch Jahre ziehen,… man kann doch nicht so weiter machen!??? (Möchte hinzufügen dass ich Corona schon Ernst nehme!!) 🙁 War die letzte Zeit oft verzweifelt und habe jetzt schon Angst, wenn es so weiter gehen soll… Alle feiern, fahren in den Urlaub – auch in Risikogebiete und dann reicht ein Test, obwohl der nur ein Jetzt Ergebnis zeigt…… aber unsere Kinder dürfen nicht zur Schule…

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  9. Ja bitte endlich!!!! Mein Sohn geht ins Gymnasium und unsere Hauptfächer waren bisher Religion und Kunst!!!
    Warum beschränkt man sich nicht endlich auf die Hauptfächer, deshalb werden unsere Kinder nicht dümmer aus der Schule gehen, andere Schulen haben das längst so umgesetzt.

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  10. Für unsere Kinder lief das Homeschooling optimal. Sie lieferten voll ab und die Lehrer hatten für jeden Tag eine Menge an Lernstoff parat.

    Langeweile war da nicht. Und ja wir hatten viel mit ihnen gelernt. Aber das ist doch auch die Aufgabe der Eltern finde ich, alles mögliche zu tun, damit die Kinder gut lernen und ihnen helfen.
    Wir sind auch berufstätig und trotzdem haben wir das gerne übernommen und waren auch stolz zu sehen, wie die Kinder das aufnahmen.
    Also zu Hause lernen war gut, und danke an die tollen Lehrer, haben sie super gemacht.

    Wir würden das sofort so weitermachen, anstrengend, aber mit Unterstützung der Lehrer und etwas Eigenengagement super zu meistern.

    Besser als die Schule vollzustopfen und jetzt mit steigenden Infektionen die Abstandsregel und Mundnasenschutz fallen zu lassen in der Schule.

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