Landkreis nähert sich Frühwarnwert

Der Stand am heutigen Samstag laut Robert-Koch-Institut - Hochzeitsfeier als „Superspreader“ im Raum Ebersberg

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Auch der Landkreis Rosenheim nähert sich dem ersten kritischen Frühwarnwert – 31,4 Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner meldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Samstagmorgen. Die Stadt Rosenheim liegt heute erneut mit 67,7 weit über der kritischen 50. Und auch der Landkreis Ebersberg hat mit 41,1 den ersten Frühwarnwert von 35 heute überschritten. Wegen der aktuellen Entwicklung hat Ebersberg für den kommenden Montagmorgen kurzfristig ein Treffen des Krisenstabs anberaumt.

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes arbeiten auch am Wochenende mit Hochdruck an der Nachverfolgung der Kontakte der sogenannten Index-Fälle, also der Menschen, die aktuell mit SARS-CoV-2 infiziert sind.

Im Raum Ebersberg gelte unter anderem als Hauptursache für das schnelle und starke Ansteigen der Zahlen eine Hochzeitsfeier, die außerhalb des Landkreises stattgefunden habe und Corona in den Landkreis getragen habe …

Zunehmend werde deutlich, dass von privaten Veranstaltungen, Feiern oder Partys eine enorme Verbreitungswirkung für das Corona-Virus ausgehe, so die Behörde.

Noch einmal hier der dringende Appell an alle – gerade auch an die 20- bis 40-Jährigen, derzeit die Gruppe mit den meisten Infizierten:

Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten.

Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Wo die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

In geschlossenen Räumlichkeiten ist stets auf ausreichende Belüftung zu achten. Der Teilnehmerkreis einer Zusammenkunft in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist unter Berücksichtigung dieser Vorgaben zu begrenzen.

Die steigenden Zahlen zeigen, dass SARS-CoV-2 noch immer unvermindert aktiv ist. Das Verhalten jedes Einzelnen entscheidet, wie stark sich das Virus ausbreiten kann. Die AHA-Regeln (Abstand halten, Hygienemaßnahmen und Alltagsmasken) sollten vor diesem Hintergrund zur Selbstverständlichkeit werden.

Nur so könne man sich selbst und andere schützen. Genesen heiße noch lange nicht wieder gesund – auch bei jungen Menschen. Die Folge-Symptome einer Corona-Infizierung seien zum Teil erheblich.

Was sind Superspreader?

In der Epidemiologie bezeichnet der Ausdruck „Superspreader“ Menschen, die infiziert sind und besonders viele Menschen anstecken. Meist liegt es nicht unbedingt an den Menschen selbst, dass sie viele andere anstecken, sondern an den Umständen. Zu vielen Ansteckungen kommt es beispielsweise bei sogenannten Superspreading-Events. Also Zusammenkünften von mehreren Menschen, bei denen sich Viren wie SARS-CoV-2 dann besonders gut verbreiten können.

Jeder, der infiziert ist und mit vielen Menschen auf einmal Kontakt hat, kann somit zum Superspreader werden.

Quellen: RKI / Landratsamt Ebersberg

 

 

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