„Kunstrausch” im Vorübergehen

Künstler präsentieren sich und ihre Werke bei Tour durch die Altstadt

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Weil wegen der Pandemie der Kunstrausch dieses Jahr nicht traditionell im Innkaufhaus stattfinden kann, sind die Arbeiten der Kunstschaffenden aus der Region seit drei Wochen in den Schaufenstern verschiedener Geschäfte in Wasserburg ausgestellt (wir berichteten). Jetzt zeigten sich die Künstler bei einem kleinen Empfang vor dem Innkaufhaus, berichteten über die Aktion und führten anschließend durch die Gassen zu den Läden, wo die Werke zu sehen sind.

 

Zum vierten Mal läuft geht der Kunstrausch über die Bühne, bei dem Künstler und Kunstinteressierte sich austauschen und Gemälde und Skulpturen gleich verkaufen oder kaufen können. Zehn Prozent des Erlöses werden dabei für einen guten Zweck gespendet.

Doch im Corona-Jahr ist alles anders. Wegen der Schutzmaßnahmen war die traditionelle Ausstellung im Innkaufhaus nicht möglich. Die Idee war es stattdessen, die Werke der Öffentlichkeit in den Schaufenstern Wasserburger Läden zu zeigen. „Die Antwort auf das Virus“, wie es Max Windholz, Wasserburger Künstler und einer der Organisatoren, verdeutlichte.

 

Als ein Experiment, das geglückt ist, bezeichnete es die Mit-Initiatorin von „Kunstrausch vorübergehend“ Birgit Michaelis. „Das war auch ein Risiko und eine Herausforderung für die Künstler“, berichtet Michaelis, die selbst einige Gemälde und Skulpturen in den Geschäften ausstellt. Man habe sich eben anpassen müssen an die Ausstellung in den Schaufenstern, weil die Kunstschaffenden sonst ihre Werke bei spezieller Beleuchtung im besten Licht zeigen. Der Erfolg gibt Birgit Michaelis recht: Vier Bilder wurden schon verkauft („ich musste nachhängen“), eines ging sogar in die städtische Sammlung. Rund 430 Euro an Spenden für den Wunschbaum kamen schon zusammen. Und die Aktion läuft noch bis 25. September.

Da die Rückmeldungen durchweg positiv sind, spiele man bereits mit dem Gedanken, das innovative Konzept auch nächstes Jahr durchzuführen.

 

„Ich bin sehr happy“, betont Sybille Schumacher, Inhaberin des Innkaufhauses, das auch diesmal Schirmherr ist. „Das ist eine Herausforderung, Kunst mit Ware darzustellen“, so die Geschäftsfrau, „die Kunden sind begeistert.“

Nicht nur die Kunden: So hätten auch die Ladenbesitzer nicht nur die Bereitschaft gezeigt, ihren Platz für die Kunst „herzugeben“, es wurde sogar meist mit besonderer Unterstützung das Schaufenster vorbereitet und bereitgestellt. Beispielsweise wurde extra Beleuchtung eingebaut, Waren umgeräumt oder sogar teils das gesamte Fenster bereitgestellt.

 

Bei der anschließenden Tour durch die Altstadt zu den 25 Schaufenstern sprachen die Künstler über ihre jeweiligen Werke und tauschten sich auch untereinander aus.

Übrigens: Auf den Preiskarten gelangt man über den QR-Code auf die Instagram-Seite des Innkaufhauses, wo regelmäßig Infos zu den Werken und den dazugehörigen Künstlern aufgeführt werden. Über die Internetadresse (https://innkaufhaus.eu/kunstrausch-wasserburg/) kommt man sofort auf die Innkaufhaus-Homepage. Dort sind auf einer Online-Galerie alle Gemälde und Skulpturen zu sehen und ebenfalls Auskünfte über die verschiedenen Kunstwerke und ihre Schöpfer zu finden.

Christa Bock-Köhler, Naomi Klein (Innkaufhaus), Birgit und Manuel Michaelis, Max Windholz (Foto oben von links).

 

 

Andreas Pytlik vor seinen Werken „Planting Trees in Minds“ in den Schaufenstern vom Innkaufhaus .

 

Christa Bock-Köhler vor ihren Beton- und Alabaster-Skulpturen.

 

Max Windholz und sein Werk „Altes Ego“ (Tewes Optik).

 

„Cover Girl Small“ von Manuel Michaelis.

 

Rainer Devens,  „Auf der Burg”.

 

 

Organisierten den „Kunstrausch vorübergehend“ (von links): Max Windholz, Birgit und Manuel Michaelis.

 

Schirmherrin Sybille Schuhmacher, Inhaberin Innkaufhaus.

 

 

Katharina Danninger mit „XXX“ und „Culture Club in Black“ (unten).

 

Werk von Beate Bernstetter.

 

Werke von Gavan McCollough.

 

Benedikt Riesch vor seiner Stahl- und Schmelzbronze „zuerst“.

 

Fritz Armbruster vor den Markthallen.

 

Karl Kempf „when men cook“ im Böhnenröster.

 

Werke von Christa Bock-Köhler im Schuh Sax.

 

Betonskulptur „was bleibt!“ von Christa Bock-Köhler.

 

Werke von Anna Schöll in der Parfümerie Wierer.

 

Rudl Endriss „SAM-8112“.

 

Mario Aversano „Black Art Matter“.

 

Andrea Merlau vor ihrem Gesangstudio mit „Applaus“ von Birgit Michaelis.

 

Werk von Andreas Irtel.

 

 

 

 

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