Kunst für den guten Zweck

Helmut Günter Lehmann stellt in Obing zugunsten des Fördervereins Rottmoos aus

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Der Ausstellungs-Erlös ist wieder für den „Verein zur Förderung des Betreuungshofes Rottmoos“: 2019 ist es schon die 20. Ausstellung mit Bildern und Grafiken des eng mit Obing verbundenen, nun in Traunstein lebenden Malers und Kunsterziehers Helmut Günter Lehmann! Seine Werke sind bis zum 27. Juli nun in den Räumen von „Weine am Fiehrerhof“ in Obing-Haiming zu sehen. Immer wieder stellt der Künstler einer Organisation oder Einrichtung mit sozialer Zielrichtung eine Fülle von Bildern aus seinem rastlosen Schaffen für eine Ausstellung zur Verfügung …

Die Vernissage zur Ausstellung im „Fiehrerhof“ fand am Freitag mit musikalischer Umrahmung von der Gruppe „Bel Canto“ aus Soyen statt, die mit Gesang, Gitarre und Percussion auf eine musikalische Reise zwischen Pink Floyd, den Sportfreunden Stiller und Hubert von Goisern entführte – garniert mit einigen eigenen Percussion-Stücken. 

Zum vierten Mal ist der Erlös für den „Verein zur Förderung des Betreuungshofes Rottmoos“ gedacht. Seit 2006 ist der Förderverein aktiv, um mit zusätzlichen finanziellen Mitteln die Lebenssituation der 52 Gehör- und Sprachgeschädigten und zum Teil mehrfachbehinderten Bewohner des seit 1955 existierenden Betreuungshofes in der Nähe von Wasserburg über den notwendigsten Bedarf des Alltagslebens hinaus zu verbessern – in diesem Jahr durch den Einbau von selbstöffnenden Eingangstüren für mehr Beweglichkeit und Selbständigkeit von Rollstuhl- und Rollatorfahrern, nach der Umgestaltung des Eingangsbereichs zur Barrierefreiheit nun auch im Innern der Einrichtung.

Im „Fiehrerhof“ erwartet die Besucher eine Vielzahl von großen und kleinen Bildern Lehmanns – in den verschiedensten Techniken. Mit kräftigem Pinselstrich und intensiven Farben fängt Lehmann die Schönheit der Landschaften ein, in denen er wohnt und die er bereist, thematisiert in Einzelbildern die Details der naturgegebenen und der von Menschen gestalteten Umwelt. So fällt in der diesjährigen Ausstellung die große Anzahl von Blumenbildern und Stilleben auf, ergänzt durch eine Reihe von Porträts.

Lehmann verwendet den Gestus des kindlichen Malens ebenso wie starke Abstrahierungen, in denen allerdings das Gegenständliche immer noch aufscheint. Vorherrschendes Element ist die Freude am Schönen und das Durchdringen der optischen Realität mit der Malerei, der Blick hinter die menschlichen Kulissen. Charakteristisch für die Malweise Helmut Günter Lehmanns ist dabei die Verknüpfung von strukturgebender Linie und Farbe, der Linie in der Farbe, der Linie um die Farbe und der pastose Auftrag der Farbe.

Helmut Günter Lehmann, 1948 in Rothenburg ob der Tauber geboren, konnte Zeit seines Lebens Beruf und Berufung miteinander verbinden. Neben der Tätigkeit als Kunsterzieher an verschiedenen Schulen – früher in Franken, ab 1980 im Chiemgau – schuf er unter anderem Decken- und Altarbilder in Kirchen und zahlreiche Plakate für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Seinen Lebensrhythmus jedoch bestimmte die freie künstlerische Tätigkeit.

Die Bilder Helmut Günter Lehmanns sind noch bis zum 27. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten des „Fiehrerhofs“ zu besichtigen und zu kaufen – freitags von 12 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 9.30 bis 12 Uhr.

Inge Graichen

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Ein Kommentar zu “Kunst für den guten Zweck

  1. Walter Lassauer

    Ein außergewöhnlicher Mensch und Künstler von Rang. Nicht eitel, freundlich, großzügig – mit einer ruhigen Ausstrahlung auf seine Mitmenschen. Und einem riesengroßen sozialen Herz für die soziale Zwecke und Einrichtungen. Man wünscht sich geradezu, dass sich solche seltenen Exemplare von Mensch doch in unserer oftmals harten Welt “vermehren” könnten.

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