Krisenstab bittet Polizei um Hilfe

Behörde: Partys von Jugendlichen aktuell die Hauptursache für die Corona-Übertragung im Landkreis Ebersberg

image_pdfimage_print

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am gestrigen Mittwoch im Nachbar-Landkreis Ebersberg bei 33,07. Sie war im Vergleich zum Dienstag wieder gestiegen, meldet das dortige Landratsamt. Neben Auslandsreisen – besonders in Risikogebiete – seien aktuell Partys von Jugendlichen die Hauptursache für die Übertragung des Corona-Virus im Landkreis Ebersberg, sagt die Behörde. Deshalb habe der Krisenstab gestern um weitere Unterstützung der Polizei bei der Kontrolle von solchen Treffen gebeten.

Wer positiv getestet ist und gegen die Quarantäne verstößt, muss nicht zuletzt mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Gesunde junge Menschen haben vielleicht den Eindruck, dass SARS-CoV-2 ihnen selbst nichts anhaben kann. Sie riskieren aber in jedem Fall, dass sie die anstecken, mit denen sie Kontakt haben. Dazu zählen meist die Eltern oder auch Großeltern. Für sie kann eine Ansteckung fatale Folgen haben, so ein Sprecher des Landratsamtes Ebersberg..

Die sogenannten „Aussteigerkarten“, wie sie zum Beispiel nach einer Flugreise ausgefüllt werden, kommen häufig erst nach längerer Zeit im Gesundheitsamt an. Reiserückkehrer aus Risikogebieten, die eine solche Karte erhalten und ausgefüllt haben, werden deshalb gebeten, trotzdem auch noch den Online-Meldebogen auf der Homepage des Landratsamtes Ebersberg auszufüllen.

Bei 51 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg ist zum Stand Mittwoch, 26. August, eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 625 Infektionen aufgetreten. Fünf sind leider verstorben.

147 Landkreisbewohner sind derzeit als sogenannte KP1 (Kontaktpersonen) unter Quarantäne und dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 33,07. Sie ist im Vergleich zu gestern wieder gestiegen. Der Frühwarnwert von 35 (nach dem bayerischen Frühwarnsystem) ist damit aber noch nicht erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

In der Kreisklinik werden derzeit zwei Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion behandelt, keiner auf der Intensivstation oder mit Beatmung. Außerdem gibt es dort drei Verdachtsfälle.

Über das Diagnostikzentrum wurden in den letzten beiden Tagen 177 Menschen auf das Virus getestet.

Das Bürgertelefon (08092) 823 680 verzeichnete im gleichen Zeitraum 218 Anrufe. Bei der Hotline für Betriebe und Unternehmen aus dem Landkreis mit der Nummer (08092) 823 685 haben sich 17 Anrufer informiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

2 Kommentare zu “Krisenstab bittet Polizei um Hilfe

  1. Vielleicht hilft ja Wasserburg aus, die haben ja genügend … siehe Wortlaut Herr Herrmann.

    Antworten
  2. Und wie lange dürfen Jugendliche jetzt kein jugendliches Leben mehr führen? Bis sie nicht mehr Jugendliche sind?

    Antworten