Kripo: Gestern mehrere Schockanrufe!

Ältere Dame ging tatsächlich zum vereinbarten Geld-Übergabeort in Rosenheim

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Die Kripo Rosenheim verzeichnete am gestrigen Mittwoch mehrere sogenannte ‘Schockanrufe’, die jedoch alle glücklicherweise nicht zum Erfolg führten. Doch in einem Fall ging eine ältere Dame aus Rosenheim mit einem fünfstelligen Bargeldbetrag zum vereinbarten Übergabeort im Bereich der Innstraße und der Gießenbachstraße in Rosenheim! Eine unbekannte Frau stellte sich dort mit dem Namen „Christa“ vor …

Sie war etwa 20 Jahre alt, ungefähr 165 cm groß und schlank. Sie sprach deutsch mit nicht näher definierbarem, ausländischem Akzent und war mit einem schwarzen Mantel sowie eventuell einer dunklen Mütze bekleidet:

Am frühen, gestrigen Mittwochmittag wurde eine ältere Dame in Rosenheim erst telefonisch von einer unbekannten Täterin kontaktiert und eine Notlage im Verwandtenkreis vorgetäuscht. Die Geschädigte wurde davon überzeugt, einen niedrigen fünfstelligen Betrag zu übergeben …

Aufgrund des von der Anruferin erzeugten Drucks und deren Überzeugungskraft ging die Geschädigte von einer Notlage aus und begab sich mit einem fünfstelligen Bargeldbetrag auf den Weg zum vereinbarten Übergabeort – siehe im Text oben – um dort das Geld zu übergeben.

Am Übergabeort traf die Geschädigte auf eine sogenannte „Abholerin“ und wurde glücklicherweise doch noch skeptisch und übergab das mitgeführte Bargeld in allerletzter Sekunde nicht. Die im Nachgang verständigte Polizeiinspektion Rosenheim leitete sofort eine Nahbereichsfahndung ein, welche jedoch erfolglos blieb.

Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise:

Wer hat zur Tatzeit im Umfeld der Tatorte in Rosenheim verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
Wem sind verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen, die möglicherweise im Zusammenhang mit den Taten stehen könnten?

Hinweise werden an die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben unter der Telefonnummer 0861/9873-0 oder jede andere Polizeidienstelle erbeten.

Die Polizei rät gerade in diesem Zusammenhang erneut dringend:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Amtspersonen (wie Polizeibeamte, Rechtsanwälte) oder Verwandte ausgeben und dramatische Notlagen schildern.

Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Das Gleiche gilt für Anrufe von Behörden. Rufen Sie zurück, nachdem Sie die entsprechende Telefonnummer selbst herausgesucht haben.
Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus.
Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein! Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen zunächst Rücksprache mit Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen.
Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. Benutzen Sie hierfür den Notruf 110.
Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer solcher Betrüger geworden sind. Durch eine schnelle Meldung des Vorfalls unterstützen Sie die Ermittlungen der Polizei.

 

 

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