Kripo ermittelt

In Grafing volksverhetzende Texte bei Geschäften angebracht - Antisemitismus-Beauftrager Spaenle ruft zur Kultur des Hinschauens auf

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An Geschäften im Nachbar-Landkreis Ebersberg sind Schilder mit antisemitischen Texten angebracht worden. Das meldet die Polizei. Wer die Hetzschriften verfasst und befestigt hat, ist unklar. Die Kripo ermittelt. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle, hofft auf Aufklärung, meldet der Bayerische Rundfunk dazu. Zwei Fälle mit volksverhetzenden Schildern waren bei Geschäften in Grafing entdeckt worden …

Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Ludwig Spaenle, hat das Anbringen der antisemitischen Plakate verurteilt. Er bitte die Bürgerinnen und Bürger nachdrücklich um eine Kultur des Hinschauens und um die Meldung von wahrgenommenen Vorkommnissen an die Polizei und er hoffe, dass die Polizei diese Vorfälle aufklären könne, so der BR.

Das erste, laut Polizei etwa DIN A5 große, laminierte Schild mit einem antisemitischen Text war vermutlich in der Nacht von vergangenen Samstag auf Sonntag an einem Lebensmittelgeschäft in Grafing fixiert worden. Eine Passantin hatte das entdeckt und sofort die Polizei verständigt.

Am gestrigen Mittwochmorgen wurde – wieder in Grafing – ein gleichartiges Schild im Eingangsbereich eines anderen Lebensmittelmarktes festgestellt. Es muss in der Nacht dort angebracht worden sein, so die Polizei.

Beide Tatorte sind nur wenige Minuten zu Fuß voneinander entfernt. Bekannt ist inzwischen auch ein dritter Fall an einem Einzelhandelsgeschäft am Marktplatz von Glonn, das ebenfalls im Landkreis Ebersberg liegt. Hier wurde das Schild aber von einer unbekannten Person entfernt.

Die beiden sichergestellten Hetzschriften aus Grafing werden jetzt kriminaltechnisch auf Täterspuren untersucht. Wer hinter den Aktionen steckt, ist bislang völlig unklar, auch warum der Täter oder die Täterin gerade diese Geschäfte ausgewählt habe, so die Polizei.

Die Kripo ermittelt und bittet um Zeugen-Hinweise.

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