„Kreuzung ist nicht verkehrstüchtig“

Ehemaliger Stadtbaumeister von Wasserburg antwortet dem Straßenbauamt

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„Ich glaube, dass die Kreuzung der Staatsstraße am Burgfried bei der Firma Gronbach einfach nicht verkehrstüchtig ist. Auch, wenn das das Straßenbauamt anders sieht.“ Wenig zufrieden zeigt sich Manfred Förtsch über eine Antwort aus der Rosenheimer Behörde zu seinem Schreiben von Ende Juni, in der er die Verbesserung der Sicherheit auf der Strecke zwischen Wasserburg und Alteiselfing anmahnt (wir berichteten). Die Familie Förtsch war dort selbst erst kürzlich von einem tödlichen Unfall betroffen.

Förtsch glaubt, dass sich zwischen der Stadtgrenze am Burgfried und dem neuen Kreisel bei Eiselfing eine besonders gefährliche Strecke mit zwei ebenso gefährlichen Kreuzungen verbirgt – zum einen die Kreuzung der Staatsstraße 2092 mit der RO36, an der kürzlich ein tödlicher Unfall passierte (wir berichteten, Foto rechts), sowie die Kreuzung der Staatsstraße mit der Straße Am Burgfrieden (Foto ganz oben). „Diese Kreuzung führt zu mehreren größeren Firmen und Betrieben. Es ist ein Wunder, dass in diesen Bereichen bisher noch keine tödlichen Unfälle passiert sind.“

Aus diesem Grund bat Förtsch das Straßenbauamt, umgehend die Kreuzungen und die Straßenbereiche zu untersuchen und langfristig Maßnahmen umzusetzen, „die eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit sowohl für Autofahrer, als auch für Radfahrer und Fußgänger bringen.“

Die Antwort aus Rosenheim traf jetzt in Wasserburg ein. Der genannte Bereich der Staatsstraße 2092 und der Kreisstraße RO36 sowie die beiden Kreuzungen auf der Strecke zwischen Wasserburg und Alteiselfing seien in der Drei-Jahresauswertung keine Unfallhäufungsstellen. Vor dem Hintergrund des tödlichen Unfalls werde das Staatliche Bauamt als Straßenbaulastträger diesen Streckenabschnitt aber jetzt vermehrt beobachten.

Auf die Anregung von Förtsch, auf der gesamten Strecke die zulässige Höchstgeschwindigkeit für mehr Sicherheit zu reduzieren, antwortet das Straßenbauamt: „Ihre Bitte um eine Reduktion der Geschwindigkeit wird an die Untere Verkehrsbehörde beim Landratsamt weitergeleitet, da diese für solche Maßnahmen zuständig ist.“

Dazu Förtsch: „Ich hatte nichts anderes zu erwartet. Aber es zeigt mir mal wieder, dass gerade das Staatliche Bauamt Rosenheim wenig Sinn für die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern aufbringt. Ich selbst bin sehr viel mit dem Rad unterwegs und stelle immer wieder fest, dass gerade unser Landkreis, was Radwege angeht, völlig unterversorgt ist, obwohl sich in Wasserburg sehr viele Radweg-Klassiker treffen.“

Förtsch weiter: „Ergänzend möchte ich aber darauf hinweisen, dass die Kreuzung der Staatsstraße mit der Straße Am Burgfrieden nicht verkehrstüchtig ist.“ Da er selbst viel mit dem Rad unterwegs sei und auch von der Staatsstraße 2092 an der vorgenannten Kreuzung öfters über die Abbiegespur zum Burgfrieden einfädle, habe er beim Abbiegen von Lkw feststellen könne, dass der Abbiegeradius an der Einfahrt Richtung Alteiselfing für Lkw „überhaupt nicht ausreicht“. „Ich bitte Sie, dies doch möglichst bald zu prüfen und zu ändern.“

Abschließend wolle er aber trotzdem dem Bauamt empfehlen, für Radfahrer und Fußgänger Maßnahmen wie Querungshilfen und Geschwindigkeitsbegrenzungen zu planen, „damit auch dieser Personenkreis und nicht nur die Autofahrer geschützt werden“.

 

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