„Kreisel könnte Leben retten“

Nach tödlichem Unfall: Ehemaliger Stadtbaumeister schreibt an Straßenbauamt

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Mit einem Schreiben hat sich der ehemalige, langjährige Stadtbaumeister von Wasserburg, Manfred Förtsch, jetzt an das Straßenbauamt Rosenheim gewandt. Nachdem seine Familie selbst von einem tödlichen Unfall auf der Staatsstraße zwischen Alteiselfing und der Stadtgrenze betroffen war, fordert er weitere „Maßnahmen zur Verkehrssicherheit“ auf der gefährlichen Strecke. 

Förtsch: „Als langjähriger Stadtbaumeister ist mir natürlich die Argumentation der Straßenverkehrsbehörden immer noch im Ohr, dass Verbesserungen zur Verkehrssicherheit erst dann umgesetzt werden könnten, wenn sich die Örtlichkeit als Unfallschwerpunkt herausstellt. Ich kann hier viele Beispiele aufzählen, bei denen so gehandelt wurde. Aber ich denke, dass man hier nicht nur die tödlichen Unfälle als Argument heranziehen darf, sondern die Fakten der Verkehrsunsicherheit von solchen Straßen, damit Unfälle mit Todesfolge möglichst vermieden werden.“

Förtsch glaubt, dass sich zwischen der Stadtgrenze am Burgfried und dem neuen Kreisel bei Eiselfing eine besonders gefährliche Strecke mit zwei ebenso gefährlichen Kreuzungen verbirgt – zum einen die Kreuzung der Staatsstraße 2092 mit der RO36 (Foto oben) sowie die Kreuzung der Staatsstraße mit der Straße Am Burgfrieden.

„Gerade die zuletzt angesprochene Kreuzung (links) führt zu mehreren größeren Firmen und Betrieben. Außerdem sind die Kreuzungen wichtige Gemeindeverbindungen mit teilweise erheblichem Verkehrsaufkommen.

Es ist ein Wunder, dass in diesen Bereichen bisher noch keine tödlichen Unfälle passierten, jedoch kann ich mich erinnern, dass sich schwerere Unfälle mit Verletzungen bereits öfter ereigneten.“

Aus diesem Grund bittet Förtsch das Straßenbauamt, umgehend die Kreuzungen und die Straßenbereiche zu untersuchen und langfristig Maßnahmen umzusetzen, „die eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit sowohl für Autofahrer, als auch für Radfahrer und Fußgänger bringen.“

Förtsch: „Dabei wäre ein Kreisverkehr mit Querungshilfen im Bereich Burgfrieden wünschenswert – und Maßnahmen im Bereich der RO 36 wie zum Beispiel Mittelinseln mit Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer.“

Als Sofortmaßnahmen empfiehlt er die Geschwindigkeit in diesen Bereichen zu reduzieren.

„Ich hoffe, dass ich mit meinem Schreiben etwas Gehör finde und bald eine Antwort hierauf erhalte. Auch wenn das Straßenbauamt nicht immer Kreisverkehrslösungen als wünschenswert ansieht, so wäre heute keine so leichte und sichere Verkehrsabwicklung möglich, wenn es nicht die Kreisel in den Bereichen Gabersee, Münchner Straße, Rosenheimer Straße und Priener Straße gäbe.“

Die Antwort des Straßenbauamtes steht noch aus. Wir berichten weiter.

Im Bereich der Kreisstraße RO37 wurde im November ein neuer Kreisel dem Verkehr übergeben. Auch an dieser Stelle passierten immer wieder schwere Unfälle.

 

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