Kokain im Taschentuch

Ein bereits verhafteter Deutscher hat am gestrigen Sonntag im Landkreis versucht, einen Toilettengang zur Flucht zu nutzen, meldet die Polizei am heutigen Montagnachmittag. Nach kurzer Verfolgung konnte der Mann auf der A93 wieder gefasst werden. Inzwischen wurde er auf richterliche Anordnung hin in ein Gefängnis eingeliefert. Ihm werden mehrere Straftaten zur Last gelegt.

Bundespolizisten unterzogen den 33-jährigen Pkw-Fahrer auf der Inntalautobahn einer Kontrolle. Dabei stellte sich heraus, dass das Amtsgericht in Erlangen im Oktober 2019 gegen den deutschen Staatsangehörigen, der inzwischen in Tirol wohnt, die Untersuchungshaft angeordnet hatte.

Er war im Mai des vergangenen Jahres auf der A3 gleich zweimal am Steuer eines Autos erwischt worden, obwohl er – so der Vorwurf – über keinen Führerschein verfügt habe.

Der dringend Tatverdächtige wurde verhaftet und durchsucht. Dabei fanden die Beamten eine kleinere Menge Kokain, das augenscheinlich in ein Taschentuch eingewickelt war. Somit kommt zum Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis auch noch der Verdacht der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln hinzu.

Bevor der Verhaftete von der Kontrollstelle auf der A93 zur Inspektion der Bundespolizei nach Rosenheim gebracht werden sollte, wurde ihm auf seinen Wunsch hin gestattet, eine Toilette aufzusuchen. Dies nutzte der Mann als Gelegenheit, sich dem unmittelbaren Zugriff der Beamten zu entziehen und auf die Autobahn zu rennen.

Die Flucht sollte aber nur von kurzer Dauer sein. Schnell konnte er von den Bundespolizisten eingeholt und gefasst werden.

Am heutigen Montag wurde er am Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt in Landsberg eingeliefert. In der Untersuchungshaft wartet er auf den weiteren Gang seines Strafverfahrens.