„Keine große Gefahr für Altstadt”

Bürgermeister und Feuerwehr ziehen erste Bilanz zum aktuellen Hochwasser

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„Bis 6,50 Meter sind wir ganz entspannt. Wir werden voraussichtlich keinen höheren Pegelstand als 6.20 Meter bekommen.” Eher ruhig und gelassen zogen heute zur Mittagsstunde Bürgermeister Michael Kölbl, Feuerwehrkommandant Nico Baumgartner und der Pressesprecher der Feuerwehr, Stefan Gartner (Mitte), eine erste Bilanz zum aktuellen Hochwasser. „Wir sind seit 4.30 Uhr im Einsatz. Es gibt ein paar kleinere Baustellen wie vollgelaufene Keller oder verstopfte Gullis, mehr aber auch nicht.” Auch die Anwohner an der Wuhr konnten die Verantwortlichen beruhigen:

„Wir beobachten die Lage genau, haben ein paar Baucontainer in einer Baustelle gesichert, ansonsten scheint auch dort die Lage aber unter Kontrolle”, so Gartner. Man halte auf jeden Fall Sandsäcke bereit, falls die Wuhr doch noch über die Ufer treten sollte. „Damit keine Straßen überflutet werden.” Die Anwohner an der Wuhr seien über die aktuelle Lage informiert.

Insgesamt sei die Prognose für den Pegelstand des Inns nicht besorgniserregend. „Wir haben Innufer und Wuhrtal im Griff”, so Gartner.

Derzeit sind die Feuerwehren aus Wasserburg und Attel-Reitmehring mit rund 40 Mann im Einsatz. „Wir können aber schnell aufwachsen und im Notfall auch auf das Personal der Stadtverwaltung zurückgreifen.”

 

Am Uferweg Lebensgefahr

Die Verantwortlichen warnten ausdrücklich davor, den Inndamm und die Uferwege zu betreten. „Derzeit ist der gesamte Bereich komplett gesperrt. Es ist einfach zu gefährlich. Wenn dort ein Baumstamm mit Wucht aus dem Wasser herausgespült wird, besteht akute Lebensgefahr.”

Von der Sperrung der Innbrücke ist auch der Stadtbus betroffen. „Wir müssen derzeit das Burgerfeld abhängen. Das geht leider nicht anders”, so Andreas Hiebl, bei der Stadt für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig. Die Innbrücke ist übrigens auch für Fußgänger zeitweise gesperrt. „Wir schauen aber, dass wir immer wieder die Sperrung aufheben, wenn der Bagger, der das Schwemmholz beseitigt, mal Pause macht”, so der Bürgermeister, der die Autofahrer, die ihren Pkw im Parkhaus an der Kellerstraße abgestellt haben beruhigte: „Derzeit keine Gefahr für die Autos.”

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