Keine Grabsteine aus Kinderhand

Hauptausschuss der Stadt Wasserburg berät über Friedhofssatzung

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Eine Satzungsänderung für das Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt beschloss gestern der Hauptausschuss bei seiner jüngsten Sitzung. Die Grünen hatten in einem Antrag gefordert, dass auf den städtischen Friedhöfen künftig nur mehr Natursteine aufgestellt werden dürfen, wenn sie nachweislich ohne „schlimmste Kinderarbeit“ im Sinne des Übereinkommens Nummer 182 der Internationalen Arbeitsorganisation gefertigt wurden. „Und wie kontrollieren wir das?“, fragte Elisabeth Fischer (CSU).

„Der Steinmetz muss das über ein Zertifikat nachweisen“, war die Antwort der Verwaltung. Dazu Werner Gartner (SPD): „Da können wir nur hoffen, dass die Zertifikate alle echt sind und wir uns darauf verlassen können.“

Trotz dieser kleinen Zweifel beschloss der Hauptausschuss einstimmig, entsprechende Zertifikate für Grabsteine künftig zu fordern.  Nur so könne man den Konsumenten dazu bewegen, keine Produkte, die mit der „schlimmsten Form der Kinderarbeit“ in aller Herren Länder hergestellt wurden, zu kaufen.

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