„Keine Gefahr von Hangrutschen”

Damit nichts passiert: Massive Baumfällungen am Kellerberg und an der Wuhr

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Es ist nicht zu übersehen: Am Kellerberg oberhalb Wasserburgs und im Wuhrtal (Foto) bietet sich derzeit ein recht gelichtetes Bild. Zahlreiche Fällungen haben die Landschaft dort teils deutlich verändert. Das hat allerdings einen schwerwiegenden Grund, wie Ludwig Krug, Revierförster im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, erklärt:

„Es handelt sich durchwegs um Eschen“, sagt Krug, der unter anderem für die Wälder rund im Wasserburg zuständig ist, „von oben sterben die Triebe ab und von unten zersetzt der Hallimasch, ein Pilz, die Wurzeln. Dieser Prozess setzt gleichzeitig ein.“ Weil so der Wurzelteller verfault, finden die Eschen keinen Halt mehr und fallen um. Lediglich aus Gründen der Verkehrssicherheit seien die Bäume gefällt worden, weil sonst Spaziergänger oder Gebäude wie unterhalb des Kellerbergs gefährdet gewesen wären. „Ansonsten hätten wir sie liegengelassen“, so der Revierförster.

 

Die umgeschnittenen Bäume verbleiben im Wald und dienen allerlei Getier und Pflanzen als Lebensraum. Dafür gibt es eigens ein Förderprogramm des Freistaates Bayern, womit die Waldbesitzer entschädigt werden. Denn der Wald wird für zwölf Jahre der Nutzung entzogen, jede forstliche Maßnahme ist untersagt und die Natur wird sich selbst überlassen.

 

Ein Gefahr von Hangrutschen oder Murenabgängen sieht Ludwig Krug nicht: „Wir setzen auf Naturverjüngung.“ Schon jetzt bildeten sich kleine Triebe von Ahorn, Espen, vereinzelt sogar Eichen, die Abgängen entgegenwirken. Krug: „In rund zwei Jahren ist alles wieder begrünt.“

 

Das Eschensterben und zuletzt der Sturm „Sabine“ gaben einigen Baumbeständen um Wasserburg den Rest. Aus Sicherheitsgründen wurde in den Wäldern kräftig ausgeholzt. Nachwachsende Triebe sollen Murenabgänge verhindern. Foto: BW

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2 Kommentare zu “„Keine Gefahr von Hangrutschen”

  1. Wäre ja schön , wenn dann wenigstens die Gräben unten am Berg wieder ausgeräumt werden würden, damit man wenigstens ohne Gummistiefel den Weg wieder benützen kann

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  2. Und der Hallimasch ist ein sehr akzeptabler Speisepilz.

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