Kein Zuschuss für Tagespflege

Finanzausschuss der Stadt Wasserburg: „Wollen keinen Präzedenzfall schaffen“

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Gegen zwei Stimmen lehnten die Mitglieder des Wasserburger Haupt- und Finanzausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung einen Antrag der „Großtagespflege Burgau“ ab. Die Verantwortlichen des Waldkindergartens am Hesse-Weiher hatten eine monatliche Bezuschussung der Kindertagesstätte von 100 Euro pro Kind beantragt. Zehn Kinder besuchen zur Zeit den Naturkindergarten. „Mit einem positiven Bescheid würden wir einen Präzedenzfall schaffen“, sagte Bürgermeister Michael Kölbl.

Dies befürchtete auch Claudia Schaber von der Verwaltung. Sie ist für die Wasserburger Kinderbetreuungsstätten zuständig: „Wir haben da eine ganze Menge solcher Initiativen. Wenn wir die alle in der beantragten Form bezuschussen müssen, wird das nicht einfach.“

Und Bürgermeister Kölbl ergänzte: „Das ist die Aufgabe des Landesgesetzgebers. Der hat da unzureichend gehandelt. Wir können als Stadt da nicht Reparaturbetrieb sein.“

Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

 

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26 Kommentare zu “Kein Zuschuss für Tagespflege

  1. Die “Großtagespflege Naturkinder e.V.” wurde 2018 in einer Notsituation gegründet: Denn der Montessori Verein hatte den Kindern der bestehenden Waldgruppe die Plätze zum Sommer 2018 überraschend und kurzfristig gekündigt und zudem die Betreuung der betroffenen Kinder im Haupthaus nicht übernommen. Um den betroffenen Familien und den Kindern weiterhin einen Betreuungsplatz anbieten zu können (die Anmeldefristen der Wasserburger Kindergärten waren bereits abgelaufen) organisierten sich die Eltern untereinander. Mit Unterstützung der Stadt Wasserburg war es möglich eine sogenannte “Großtagespflege” für 10 Kinder innerhalb von 5 Monaten zu gründen und diese im September 2018 zu eröffnen. Die Betreuung der Kinder konnte somit gesichert werden.

    Für Kindergärten gibt es seit April 2019 für ALLE Kinder ab 3 Jahren einen monatlichen Zuschuss von 100 €; Vorschulkinder sind sogar komplett von den Gebühren freigestellt. Diese Regelung gilt unverständlicherweise nicht für Kinder in der sogenannten „Großtagespflege“, obwohl sich auch hier ausgebildete Kindergärtnerinnen um die Kinder kümmern. Der Kostenunterschied zwischen Großtagespflege und Kindergärten wird dadurch immer größer; diese Mehrkosten können die betroffenen Familien auf Dauer nicht erbringen. Die Großtagespflege mit 10 Kinderbetreuungsplätzen steht deshalb auf der Kippe.

    Um die 10 Kindergartenplätze langfristig halten zu können, hat der Verein die Stadt Wasserburg erneut um Unterstützung gebeten; konkret wurde die Stadt ersucht, für die fünf Kinder aus dem Stadtgebiet Wasserburg einen monatlichen Zuschuss von 100 Euro zu gewähren. Leider hat die Stadt Wasserburg diesen Antrag abgelehnt. Obwohl in Wasserburg, wie in vielen Kommunen, die Betreuungsplätze für Kinder sehr knapp sind.

    Andere Gemeinden, wie z.B. die Gemeinde Stephanskirchen unterstützen ihr Großtagespflege mit einem monatlichen Zuschuss. Die nach eigener Einschätzung “familienfreundliche, offene und bunte” Stadt Wasserburg will das offensichtlich nicht tun, obwohl dadurch die Betreuung der Kinder in der Großtagespflege unattraktiv wird. Der einzige Waldkindergarten in Wasserburg, der mit viel Liebe, Zeit und Engagement der Eltern gegründet wurde, müsste wohl über kurz oder lang schließen; 10 Kindergartenplätze würden wegfallen. Der Naturkindergarten in der Burgau, der den Kindern viel Zeit in der freien Natur ermöglicht, einen gemütlichen Bauwagen am Hesse-Weiher und einen großzügigen Schutzraum in unmittelbarer Nähe bietet sowie eine intensive Betreuung durch drei ausgebildete Kindergärtnerinnen gewährleistet, müsste wohl bald schließen.

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  2. Mit Sicherheit, ist dies kein Präzedenzfall, da sowohl Gemeinden, auch aus unserem Landkreis (nachzulesen unter SPD Stephanskirchen-Schloßberg) eine solche Form der Kinderbetreuung befürworten und mit den Zuschuss von 100€ unterstützen.
    Zudem würde die Unterstützung der Stadt Wasserburg, die Großtagespflege, interessanter für naturbezogene Eltern gestalten und die Stadt um zehn Kindergartenplätze (ab drei Jahren) erleichtern.
    Ich persönlich sehe diesen monatlichen Zuschuss auch aus Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den engagierten Eltern und Kindergartengärtnerinnen die dieses Projekt „ aus der Not heraus“ in die Stadt Wasserburg gerufen haben.

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  3. Auch ein Wasserburger

    Als Jurist sollte Ihnen, lieber Herr Bürgermeister, das Wort “Präzedenzfall” wohl etwas vertrauter sein (einfach mal in Stephanskirchen nachfragen).
    Ist mir leider nicht verständlich, dass sich hier die Stadt nicht mehr in der Pflicht sieht, da das Problem mit der Kinderbetreuung ja bekannt ist …

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  4. Unser Sohn besucht auch die Großtagespflege in der Burgau. Letztes Jahr haben wir keinen Platz mehr in den Wasserburger Kindergärten bekommen (da die Anmeldungen schon einige Monate vor der Kündigung des bisherigen Kindergartens waren). Wir waren sehr froh, dass es mit der Großtagespflege so schnell geklappt hat (u.a. auch wegen der guten Unterstützung der Stadt) und unser Sohn, mit einigen Kindern aus seiner alten Gruppe, doch noch betreut werden konnte.

    Leider sind die monatlichen Beiträge für die Großtagespflege sehr hoch.
    Ich finde es sehr schade, dass die Stadt die 100 Euro pro Wasserburger Kind nicht übernimmt, da es in Wasserburg auch nicht zu viele Betreuungsplätze gibt…

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  5. Lieber Frau Schaber, es würde mich schon sehr interessieren, was eine „ganze Menge solcher Initiativen“ bedeutet. Haben Sie ein paar Beispiele?
    Und als Bürgermeister sollte man sich eigentlich über eine Elternschaft freuen, die dringend benötigte Kindergartenplätze schafft. Der Begriff Reparatur in diesem Zusammenhang fällt auf die Stadt zurück.

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  6. Wenig überrascht

    Ich finde diese Entscheidung in höchstem Maße beschämend für die Stadt Wasserburg, zumal sie sich ansonsten in einem sehr sozialen Gewand präsentiert und zu Jahresbeginn von einem ” schlaraffenlandähnlichen Finanzhaushalt” in der Stadt Wasserburg gesprochen wurde. Leider ist es dennoch so, dass mich diese Entscheidung wenig überrascht und einmal mehr zeigt welchen Stellenwert Kinder und deren Familien in unserer Gesellschaft und der Stadt Wasserburg im Besonderen haben. Es ist mir nicht nachvollziehbar weswegen man derartige Initativen nicht stärker fördert, zumal der Kindergartenträger ” Stadt Wasserburg ” selbst in seinen Einrichtungen ein systematisches Aussortieren von Kinderen mit speziellem Förderbedarf oder besonderen Situationen favorisiert, sollte man nach meiner Auffassung alternative Angebote deutlich stärken. Leider scheinen hier die Prioritäten etwas verschoben und ich hoffe, dass die Kommunalwahl im nächste Jahr hier regulierend wirkt.

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  7. Eigentlich ist es für die Klimanotstand Stadt Wasserburg am Inn traurig, das in dieser Stadt keinen Waldkindergarten bzw. Kindergarten mit Bauernhofbezug gibt.
    Im übrigen Landkreis werden solche Projekte von den Gemeinden unterstützt und gefördert, sind halt meistens an den stattlichen Kiga angegliedert.

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  8. Junge Wasserburgerin

    Diesen „Präzedenzfall“ hätte man wohl besser anders genutzt. Ich persönlich stelle die Stadt was die Kinderbetreuung betrifft schon länger in Frage. Das wäre allerdings die ideale Gelegenheit für die Stadt gewesen weiterhin Kinder aus dem Altstadtkindergarten auszuweisen, die nach ihrem Verständnis zu aufwendig in der Betreuung sind. Die eben nicht ins Schema passen. Aber das passt natürlich wieder nicht in das „Sparprogramm Kinder“. Ich als junge Wasserburgerin, die noch keine Kinder hat, muss mich jetzt schon tierisch darüber aufregen. Für mich wird Wasserburg immer unattraktiver.

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  9. Auch ein Wasserburger

    Das ganze wurde aber auch falsch angegangen, hätte man unsere Stadtoberhäuptern vielleicht auf die positive Klimabilanz hingewiesen die so ein Waldkindergarten hat und evtl. den Notraum mit Ökostrom der Stadt versorgt, würde es vielleicht anders aussehen 😂. Wir sehen uns an der Eisbahn…

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  10. Jetzt hat man hier in ein wirkliches Wespennest gestochen. Viele junge Familien sind hier in Wasserburg mit der Kinderbetreuung unzufrieden, da es einfach zu wenig Plätze gibt. Ich denke bei der jungen Wählerschaft wird das bis zur nächsten Wahl im Hinterkopf bleiben. Wasserburg ist wegen der hohen Immobilienpreise und dem knappen Wohnraum eh schon ein schwieriges Pflaster für junge Familien. Dafür können die Stadtoberhäupter nichts. Aber hier hätte man aktiv werden können und etwas tun können. Tja, leider versagt… Aber bald ist ja Wahl.

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  11. Wie sieht es denn mit einem ~Gutachten~ aus?
    Falls das erste nicht passt, gerne auch zwei oder drei Gutachten.
    Die Anzahl ist eigentlich egal – Hauptsache teuer!
    So zwischen 10 000 und 30 000 dürfens schon sein.

    Unsere Volksvertreter werden ja nicht müde zu betonen, dass unsere Kinder das höchste Gut und unsere Zukunft sind.

    Traurig, traurig!!!

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    1. Es ist einfach nicht zu fassen. Die Stadt gibt Gelder für absolut nutzlose Gutachten von Verkehrsplanungsbüros aus, unterstützt den WFV bei Aktionen, die alles andere als fürderlich für den Klimaschutz sind, aber für die Erwachsenen von Morgen ist kein Geld da. Endlich mal ein Kindergarten, wo die Kinder in und mit der Natur aufwachsen und diese von Anfang an zu schätzen lernen. Bei uns Erwachsenen ist dieses Wertschätzung leider oftmals ziemlich verkümmert. Haben sich die Stadtväter vielleicht schon einmal in den Altstadtkindergarten begeben? Von Grünflächen sieht man wahrlich so gut wie nichts mehr. Die armen Kinder. Ich appelliere eindringlich an den Verstand der Entscheider, was die Bezuschussung betrifft, hier das Ganze vielleicht doch noch einmal zu überdenken. Oder ist der “schlaraffenlandähnliche” Haushalt gar nicht so rosig, wie er dargestellt wurde? Gerade in solch einem Fall sollten aber unter keinen Umständen die Kinder darunter leiden müssen

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      1. Habe schon ein Kind im Kindergarten. War wirklich nicht einfach einen Platz zu bekommen. Wie hier kein Handlungsbedarf gesehen werden kann, ist mir unbegreiflich.

        Aber als junge Eltern können wir nur sagen, dass bei uns und im Bekanntenkreis die Stimmung gegenüber der “kinderfreundlichen” Stadt echt im Keller ist (unabhängig von dieser Entscheidung. Jeder der hier einen Platz zur Kinderbetreuung gesucht hat, wird das verstehen).

        Aber nächstes Jahr im März haben wir ja die Möglichkeit etwas zu ändern.

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  12. Ich habe jetzt die Kommentare gelesen und hier wird wie in einem sozialistischen Staat nur die Hand aufgehalten unter dem Motto, der Staat oder in diesem Fall die Gemeinde muss für alles aufkommen.
    Es mag sein das es zu wenige Kindergartenplätze gibt. Ich bin aber der Meinung, dass die Kinder von allein Erziehenden an erster Stelle kommen, dann die Kinder von Familien die beide Eltern arbeiten müssen um über die Runde zu kommen. Am Schluss stehen die Kinder wo einer von den Eltern zuhause ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Not mit den Plätzen sich dann reduzieren wird. Zu dem können die gut und besser verdienen Eltern für den Platz im Kindergarten auch mehr bezahlen, das nennt sich dann Solidargemeinschaft zu dem in der heutigen Zeit das Kindergeld bedeutet höher ist als früher und das wird von allen Bürgern getragen die Steuerenzahlen.
    Also immer nur die Hand aufhalten kann nicht der richtig weg sein.
    Und ich bin nicht Kinderfeindlich sondern einfach nur genervt davon das alle immer nur Geld wollen um ja nicht an das eigne gehen zu müssen.

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    1. Auch ein Wasserburger

      Also haben Sie, lieber Roland, genaue Informationen, dass in dieser Gruppe, die um Unterstützung gebeten hat, keine Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Bürgern, die sonst keinen Platz bekommen haben, sind?

      Diese Gruppe wurde damals gegründet, weil die Stadt nicht genügend Plätze nach der Schließung des Kindergartens in Gabersee zur Verfügung stellen konnte und einige Leute echt blöd dagestanden sind.

      Wollen Sie also erstmal ausselektieren und im Einzelfall entscheiden, wer einen Platz bekommt?

      Oh und das Kindergeld ist höher wie früher … Sie verdienen bestimmt auch mehr wie früher. Einfach nur weltfremd ….

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    2. Jedes Kind hat einen Anspruch (ab dem 1. Lebensjahr) auf eine frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder Tagespflege. Warum sollen Kinder benachteiligt werden, deren Eltern verheiratet sind und zusammen wohnen?

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      1. Also Kindergärten sind gegründet worden, damit berufsfähige Mütter arbeiten gehen können, das war die Grundlage.

        Als ich den Kindergarten gegangen bin, hat meine Mutter als Alleinerziehende Anfang der 70 Jahre 190 DM monatlich zahlen müssen, Kindergeld gab es noch nicht. Mit einem Netto-Gehalt unter 1.000 DM.

        Und in den nachstehenden Kommentaren – wie Steffis Bemerkungen, was Anspruch und rechtmäßig ist – genau das, was ich meinte – wie in einem sozialistischen Staat – ich habe auf alles und jeden ein Anrecht und das hat der Staat zu zahlen.

        Und es ist ja schön, das sich die Eltern organisiert haben, es ist ihre verdammte Pflicht, sich um Ihre Kinder zu kümmern und zu fördern und nicht der Staat bzw. die Allgemeinheit, dass hatten wir in der DDR und von 1933 bis 1945.

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    3. Das Kindergeld reicht nicht aus für den Platz in der Großtagespflege mit 20-25 Wochenstunden Betreuung. Dieser kostet 230,- Euro pro Monat.

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    4. Ihr Kommentar lässt vermuten, dass Sie den Unterschied zwischen vorsinnflutlichen Kinderverwahranstalten und zeitgemäßen Kindergärten nicht kennen 😉

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    5. @Roland-A., ich habe mich schon gefragt, wann Sie (mit meist unsachlichen Äußerungen) in dieses Thema einsteigen, gehören die Meckereien speziell über Kinder und junge Mütter doch zu ihren bevorzugten Themen.
      Ihnen ist ganz offensichtlich nicht klar, daß sich die Zeiten geändert haben. Kindergärten von heute haben nichts mit den „Verwahr“-Anstalten von früher zu tun.

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  13. “Präzedenzsfall Kinder”. Diese zwei Wörter sind schon eine Schande.

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  14. Beschämender Beschluss
    Leider liegen die Prioritäten in Wasserburg bei anderen Dingen. Kinder und Rentner sind denen offensichtlich egal.
    Und jetzt mal Butter bei die Fische liebe Wasserburger. “Spucken” wir dem Bürgermeister und dem Stadtrat doch mal in die Suppe:
    Finden wir 500 Wasserburger, die jeden Monat 1 Euro geben, um den Waldkindergarten zu unterstützen?
    Ich bin dabei !!

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  15. Von “immer nur die Hand aufhalten ” kann hier wirklich nicht die Rede sein. Hier wurde innerhalb kürzester Zeit durch Elterninitiative etwas aus dem Boden gestampft, um Kindern (von allein erziehenden Eltern oder nicht, finanziell besser oder schlechter gestellt,ist hierbei absolut nebensächlich) einen rechtmäßigen Kindergartenplatz zu sichern, der JEDEM Kind zusteht,die Stadt aber zu wenige Plätze zur Verfügung hat. Durch einige Unterstützung der Stadt konnte die Waldgruppe entstehen. Leider sieht man an solchen Beschlüssen aber wieder einmal wo die Wertigkeiten wirklich liegen…ein weiter Bestehen der Waldgruppe (die zehn Kindergartenplätze sichert) ohne finanzielle Unterstützung ist auf kurz oder lang sehr unrealistisch.

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  16. Jede Alternative, die zusätzliche Kindergartenplätze sichert, sollte von der Stadt dankbar unterstützt werden…

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  17. Es ist einfach total schade, dass die Stadt Wasserburg die Großtagespflege Burgau hier so im Regen stehen lässt. Anscheinend wird diese tolle Initiative nicht genug gewürdigt und auch einiges aus der Vergangenheit vergessen. (Immerhin wurde bei Auflösung des Waldkindergartens auch der Stadt mit 10 Plätzen für Kindern geholfen) Die Erzieher und Eltern müssen sehr viel mehr Bürokratie, Kosten und Planungen auf sich nehmen als andere in “normalen “Kindergärten”. Hier wäre mal die Möglichkeit bestanden, dies mit dem Zuschuss anzuerkennen. Ich wohne nicht in Wasserburg, sondern in einer Gemeinde in der Nähe von Wasserburg und wäre wahnsinnig glücklich über so ein tolles Angebot für meine Tochter in der Natur. Wer weiß, vielleicht gibt es ja Gemeinden im Raum Wasserburg, die euch unterstützen würden. Die Eltern vor Ort wären sicher froh über so ein wunderbares Konzept.

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  18. Dass der monatliche Zuschuss seitens der Stadt Wasserburg abgelehnt wurde, da die Zuständigkeiten bei den Ländern liegen, kann ich natürlich ein Stück weit nachvollziehen. Frau Stürmlinger hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht und gesagt, dass es eine Ungleichbehandlung seitens des Gesetzgebers ist und dies im allgemeinen geprüft werden sollte!

    Hierbei hätte ich es sehr begrüßt, wenn unser familienfreundlicher und bürgernaher Bürgermeister es zumindest angeboten hätte, bei einem Schreiben an die Staatsregierung mitzuwirken bzw. dies im Namen der Stadt zu übernehmen, dass hätte ich als sehr positiv und wertschätzend erachtet.

    Natürlich lassen wir auch dies nicht unversucht, ein Schreiben an das Ministerium zu verfassen und hoffen ggf hier auf die notwendige Unterstützung für uns Eltern.

    Grundsätzlich möchte ich aber nochmal betonen, dass ohne die Unterstützung der Stadt das Projekt gescheitert wäre.

    Wir sind sehr dankbar für den Bauwagen (der vorher im Montessori Kindergarten im Einsatz war und somit nur noch “umgezogen” werden musste), die Pachtfläche und den einmaligen, finanziellen Zuschuss, ganz zu Beginn unseres Projektes.

    Trotz alle dem wäre es anerkennend gewesen, wenn die Stadt ein Schreiben zur Prüfung dieser Gesetzeslage veranlasst hätte.
    Des Weiteren würde mich ebenfalls sehr interessieren, welche Projekte Frau Schaber angesprochen hat, die ggf dann die selben Ansprüche stellen würden? Vielleicht könnten wir uns dann nämlich mit diesen “anderen Projekten” zusammenschließen und gemeinsam dafür einstehen.

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