„Kein Platz für rechte Hetze“ 

Kundgebung der SPD gestern mit 350 Teilnehmern - Gegner mit zehn Teilnehmern

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Zwei Versammlungen sorgten am gestrigen Samstagmittag in der Rosenheimer Innenstadt für einen großen Polizeieinsatz – zum Glück aber mit wenigen Zwischenfällen: Während eine Kundgebung zum Thema „Gefährliche Bestandteile des politischen Islam“ am Rosenheimer Mittertor mit etwa zehn Teilnehmern stattfand, hatten sich dort zur Gegen-Kundgebung der SPD mit dem Thema „Rosenheim ist mehr: Kein Platz für rechte Hetze“ 350 Teilnehmer versammelt. Beide Kundgebungen befanden sich in unmittelbarer Hör – und Sichtweite, so dass es zu lautstarkem, gegenseitigem Meinungsaustausch kam.

Die Gegen-Kundgebung hielt die SPD mit ihren Jungsozialisten ab. Diese startete am Rosenheimer Bahnhof. Im Anschluss daran zog die Versammlung mit ca. 350 Teilnehmern über die Bahnhofs- und Münchener Straße zum Max-Josefs-Platz, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Aus polizeilicher Sicht kam es zum Glück zu wenigen Zwischenfällen, die strafrechtliche Konsequenzen hatten. Die Strafanzeigen wurden noch vor Ort aufgenommen und die Ermittlungen eingeleitet. Eine Störung des Versammlungsverlaufs war nicht gegeben.

Einsatzleiter der Polizei Volker Klarner: „Die Teilnehmer beider Versammlungen haben sich größtenteils friedlich an der Meinungskundgebung beteiligt. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Teilnehmern.“

 

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12 Kommentare zu “„Kein Platz für rechte Hetze“ 

  1. Nur zur Klarstellung sollte man schon erwähnen, dass die Gegenkundgebung zwar von den Jusos angemeldet wurde, die eigentlich Organisation aber vom Bündnis “Rosenheim Nazifrei” kam, einem politisch und parteiunabhängigen Zusammenschluss von derzeit etwa 50 Gruppen, Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen.

    Zum Unterstützerkreis der Demo gehörten neben den Parteien “links der Mitte” und deren Jugendorganisationen sowie zahlreicher gewerkschaftlicher Organisationen und NGOs u.a. die alt-katholische Gemeinde Rosenheim, Asta Rosenheim, Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen Rechts e.V., die Künstler mit Herz, das Kulturforum Rosenheim e.V., der Motorradclub Edelweißpiraten, Mut & Courage Bad Aibling e.V., Omas gegen Rechts, der Stadtjugendring Rosenheim, Startklar Soziale Arbeit, die Vielfaltsgestalter Rosenheim und so weiter und so fort.

    Nichts gegen das redliche Bemühen und die aufrichtige Arbeit der SPD und der Jusos, aber ein so gesellschaftlich breit aufgestelltes Bündnis und eine solche Gemeinschaftsleistung sollten auch als solches gewürdigt werden.

    Anm d. Red.: Die Nachricht kam von der Polizei …

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  2. Bitte um Klarstellung: Was ist jetzt an Islamkritik genau ‚rechts‘?
    Ist man ‚böse‘, wenn man als Christ den Islam ablehnt?
    Oder macht man sich deswegen schon verdächtig?
    Fragen über Fragen…
    Was sagt das gesellschaftlich breit aufgestellte Bündnis dazu?

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  3. @ Buffo,
    danke für die Ergänzung!
    auf Rosenheim nazifrei ist ein Pressemitteilung zu lesen.

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  4. @Hubbi
    Wenn man gegen den Islam ist, ist man gegen das Grundgesetz bzw. das Recht auf Religionsfreiheit.

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  5. Ja, wo will man beim Hubbi anfangen? Also: “Islamkritik” ist wie jegliche Art der Religionskritik natürlich legitim. Aber wenn man schon liest, dass jemand “als Christ den Islam ablehnt”, es also ausreicht, wenn man per Zufall, d.h. Gnade oder Ungnade der Geburt zu dem einen Drittel der Weltbevölkerung gehört, um das zweite Drittel (rund 2 Milliarden Menschen) pauschal abzulehnen – und zwar egal, welcher individuelen islamischen Glaubensströmung angehörend und wie intensiv diesen Glauben auslebend – was will man da dem Hubbi noch erklären?

    Vielleicht, dass niemand “Islamkritik” pauschal als rechts bezeichnet hat, aber sehr wohl die Person Michael Stürzenberger ohne jeden Zweifel dem rechtsextremen Lager zuzuordnen ist. Dazu sollten aber 3 Minuten Google-Recherche locker ausreichen. Das sollte sowohl der Hubbi, als auch jede*r andere Interessierte gerade noch selbst schaffen.

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  6. Buffo, den Islam ablehnen ist nicht gleich zwei Milliarden Menschen ablehnen, also bitte keine subtilen Kontextänderungen.
    Christ wird man nicht durch Geburt sondern durch Glauben, egal wo man geboren ist.
    Da Sie Google Fan sind, einfach mal recherchieren was konvertierten Christen in islamischen Ländern oder auf Flüchtlingsbooten so passiert.
    Auf eine unvoreingenommene Recherche!

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  7. Wer hat denn hier zuerst, wenngleich wenig subtil, den Kontext geändert? Ausgangslage ist eine Veranstaltung von Rechtsextremen mit einem rechtsextremen Hauptredner. Gegen diese Veranstaltung und diesen Hauptredner wurde demonstriert. Welchen wohlklingenden Namen die Rechtsextremen ihrer rechtsextremen Veranstaltung dabei verpasst haben, ist relativ egal. Sie haben dann den Kontext geändert und wolten wissen, ob denn gleich jeder Christ, welcher den Islam ablehnt, verdächtig ist. (…) Die Trennlinie in unserer Gesellschaft lautet nicht Muslime gegen Christen, sondern aufgeklärte Humanisten gegen fanatisierte Ideologen und Spalter. Islamische Hassprediger und der Stürzenberger (…) stehen dabei auf der gleichen Seite.

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  8. @Buffo,
    der Gipfel ist, dass Stürzberger sich und seine Gruppierung als “Wiedergründungsmitglieder der Weißen Rose” bezeichnet.

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  9. Buffo: Ausgangslage zu meinem Post war Deine Darstellung eines gesellschaftlich breit aufgestellten Bündnisses. An welches ich Fragen habe. Du drehst die Fakten wie es Dir passt. (…)

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  10. Wenn man Fragen an ein Bündnis hat, dann wäre es halt von Vorteil, sich direkt an die im Bündnis vereinigten Gruppierungen zu wenden und nicht drauf zu warten, dass die sich über den Kommentarbereich der Wasserburger Stimme melden. Zumal das ja überwiegend Rosenheimer Vereine und Gruppierungen sind (…) …

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  11. @Hubbi
    Ich erfülle Ihre Bitte um Klarstellung.
    „Was ist jetzt an Islamkritik genau ‚rechts‘?” Nichts.
    „Ist man ‚böse‘, wenn man als Christ den Islam ablehnt?” Nein.
    „Oder macht man sich deswegen schon verdächtig?” Nein.

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  12. der Stürzenberger ist kein Islamkritiker, der ist ein Islamfeind.

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