Kein guter Silvester-Spaß

Junger Mann sucht verzweifelt seinen Radlschlüssel und kassiert Geldstrafe wegen der Ausgangssperre

Eine Viertelstunde vor dem Jahrewechsel – also um 23.45 Uhr – hat die Polizei in Rosenheim eine Kontrolle durchgeführt. Im Bereich der Hubertusstraße wurde zunächst ein Radlfahrer angehalten. Während der Kontrolle kam dann zudem noch ein 27-Jähriger zu Fuß vorbei. Dieser junge Mann sei in „Zick-Zack“-Linien hin- und hergelaufen, dabei habe er laut Polizei eher verzweifelt gewirkt. Denn er suchte offenbar seinen Fahrradschlüssel. Der Schlüssel konnte auch mit Hilfe der Polizisten leider nicht gefunden werden, doch die Beamten hatten eine gewisse Vorstellung, was zuvor – nach reichlich Genuss von Alkohol – passiert sein könnte: Auf seiner Stirn stand mit Filzstift „Loser“ geschrieben, sagt die Polizei am Neujahrsmorgen …

Dem 27-Jährigen wurde angeraten, jetzt doch lieber nach Hause zu gehen.

Aufgrund der Gesetzeslage zum Infektionsschutz – Ausgangssperre ab 21 Uhr – wurde auch gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

 

Schreibe einen Kommentar zu Martin+Wimmer Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

16 Kommentare zu “Kein guter Silvester-Spaß

  1. polizei unverständlich

    Wahnsinn, etwas Mitgefühl und Fingerspitzengefühl von der Polizei wäre doch sehr angebracht.

    Antworten
    1. Leider haben wir eine Ausgangssperre ab 21 Uhr. Die Polizei istdazu angehalten, diese zu überwachen. Was sollen die Polizisten machen, auch wenn Sie womöglich selbst keine Fans der Ausgangssperre sind? Wenn das Ganze um 21:15 Uhr passiert wäre, hätten sie aber bestimmt noch ein Auge zugedrückt.

      Antworten
    2. Auch dir sollte langsam klar werden, dass es die Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr gibt, was hat das dann mit Fingerspitzengefühl seitens der Polizei zu tun?

      Antworten
    3. Johannes Schmidtmüller

      Weiß nicht wie die Situation wirklich war, aber so wie sie geschildert ist habe ich eher Mitleid mit dem “Loser” und hätte auf eine Verwarnung gehofft. Doch wo man die Grenze zieht ist bei jedem unterschiedlich und im Recht waren die Polizisten nun mal. Recht und gerecht sind manchmal 2 paar Stiefel.

      Antworten
      1. Was ist denn so schwierig daran, sich an die Ausgangssperre zu halten? Und wann soll Ihrer Meinung nach eine Verwarnung ausgesprochen werden und wann nicht? Es gibt eben eine klare Anweisung, die auch für die gebotene Gleichbehandlung sorgt. Deshalb war es richtig, dass der Junge Mann angezeigt wurde.

        Antworten
  2. Was sind das für Freunde, die einen so gehen lassen

    Antworten
  3. Sorry gehts noch
    21 Uhr Sperrzeit
    Wenn jeder macht was er will bleiben die Zahlen hoch und warum bitte ist immer die Polizei der Buhmann die machen ihren Job 365 Tage im Jahr das verdient mehr Respekt!!!

    Antworten
    1. Die Polizisten haben ihren Job sicher richtig gemacht, aber 365 Tage im Jahr muss nicht mal ein unterbezahlter Polizist arbeiten, auch bei der Polizei gibt es sowas wie Urlaub und Dienstzeitausgleich.

      Antworten
      1. Das liebe ich hier. Immer Rosinen zählen. Es gibt ja einen anderen Ausdruck dafür, aber den wollte ich nicht schreiben. Wenn man schreibt, die Polizisten machen ihren Job 365 Tage , meint man halt, sie machen ihren Job das ganze Jahr. Den mache ich auch, natürlich mit Urlaubs und WE Unterbrechungen, wie die Polizisten auch. Respekt, an alle die das ganze Jahr arbeiten!

        Antworten
  4. Liebe/r ‘Polizei unverständliche’
    wie wäre es mit einem Neujahresvorsatz: Artikel genau lesen und dann angebrachte Kommentare schreiben. Gutes neues Jahr

    Antworten
  5. Claudia Litzlfelder

    Hallo zusammen

    Also irgendwie ist es doch verständlich, daß der junge Mann angetrunken war!
    Auch die Tatsache das er wirklich seine Fahrrad Schlüssel gesucht hatte, wäre an dieser Stelle eine Ausnahme angebracht.

    Antworten
  6. Mehr Fingerspitzengefühl wäre hier in der Bevölkerung angebracht. Anscheinend meint mittlerweile jede*r, tun und lassen zu können, wie es einem gefällt. Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei verpflichtet ist, Verstöße gegen die Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen zu sanktionieren. Wer sich nicht daran hält, braucht nachher nicht zu jammmern, wenn er zur Kasse gebeten wird. Ähnlich ist es mit Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Überholverboten. Auch daran muß ich mich halten, ob ich sie für sinnvoll halte oder nicht. Und wenn ich das nicht tue, riskiere ich ein Bußgeld oder nur schlimmer eine Anzeige. Mein Mitgefühl gilt jenen Pflegenden und Kranken, denens momentan in den überfüllten Stationen so richtig dreckig geht.

    Antworten
  7. 365 Tage ist die Polizei für uns da
    Klar dass die auch Urlaub haben kann nur den Kopf schütteln über diese Bemerkung. Beim lesen a bisserl mit denken

    Antworten
    1. Mein Problem ist vielleicht, dass ich manchmal ein bisserl zuviel denke.
      Nix für ungut und ein gesundes gutes neues Jahr!

      Antworten
  8. … Und so konnte ihm die Polizei den Führerschein nicht abnehmen, weil er mit dem Rad nicht fahren konnte.

    Antworten
  9. Mitleid habe ich nicht – 23:45 Uhr

    @Yvonne
    ich kann Ihnen nur zustimmen, welche Freunde kann man haben.

    “Looser auf der Stirn”, ob Freunde es waren oder andere “Mitmenschen”, ist einfach respektlos. Lustige Streiche unter Freunden stell ich mir anders vor.

    “Verständlich, dass er angeblich seinen Fahrradschlüssel nicht gefunden hat” nun denn 🙁 da bin ich aber ganz froh, wenn er schon auf zwei Füßen nicht ganz sicher war.

    Und die Diskussion über das Verhalten der Polizei innerhalb der derzeitigen Maßnahmen erübrigt sich.

    Sie kontrollieren die Regelungen, sanktionieren sie nach den momentan gesetzlichen Vorschriften und bevorzugen oder verschonen nicht einzelne Aussetzer nach Ihrem Gutdünken.

    Antworten