„Kapo“ und die Mission Klassenerhalt

Auftakt 2019 im heimischen Fußball steht bevor - Rosenheim am Rosenmontag live im TV

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Vor lauter Fasching geht er fast ein wenig unter: Der Fußball-Start 2019 steht an diesem langen, närrischen Wochenende in der Heimat bevor – zumindest für die Rosenheimer Sechzger in der Regionalliga! Auch die Landesliga startet zwar an diesem Wochenende nach über drei Monaten wieder ins Saison-Geschehen – noch 13 Spieltage stehen an – doch die Wasserburger Partie daheim gegen Dachau wurde abgesetzt (wir berichteten). Deshalb ist für das Haas-Team, aktueller Tabellenführer der Landesliga, der Auftakt 2019 nun erst am Samstag, 9. März, beim TSV Bogen. Am Rosenmontag muss der TSV 1860 Rosenheim dagegen um 20.15 Uhr beim Spitzenteam FC Memmingen in der Regionalliga als Kellerkind antreten. Die Mission Klassenerhalt geht für die Kasparetti-Elf mit einem harten Brocken weiter …

Unter neuer Regie (wir berichteten) tritt Rosenheim beim Spitzenteam aus Memmingen an. Und wenn zum so unüblichen Zeitpunkt am Montagabend um 20.15 Uhr die Begegnung durch Schiedsrichter Patrick Hanslbauer in der Arena angepfiffen wird, ist der TV-Sender Sport1 live mit dabei. Ein fantastischer Rahmen für die erste Partie nach der so langen Winterpause in der Regionalliga …

Ja, es hat sich in den Lägern der Kontrahenten so einiges beim Personal in den letzten Monaten getan. Bei Rosenheim sitzt ein neues Trainer-Duo auf der Bank. Nach dem man sich ja von Trainer Ogi Zaric in beidseitigem Einvernehmen zu Jahresbeginn getrennt hatte, übernahm dessen Co-Coach Thomas Kasparetti das Kommando. Ihm zur Seite steht Gerald Straßhofer, der vom SB Chiemgau Traunstein an die Mangfall wechselte.

Auch bei den Gastgebern gibt’s Neuigkeiten auf Trainer-Ebene, der so erfolgreiche Stephan Baierl – er wurde zum Trainer des Jahres 2018 gewählt – verläßt zum Saisonende den Verein und übernimmt den Posten des sportlichen Leiters beim dem SSV Ulm 1846. Außerdem verloren die Schwaben mit Jannik Rochelt einen äußerst hochtalentierten und torgefährlichen Spieler (acht Saisontreffer) an den Liga-Konkurrenten FC Bayern München II. Verpflichten konnten die Memminger während der Winterpause hingegen den früheren Rosenheimer Nicholas Helmbrecht (vom TSV 1860 München), Natsuhiko Watanabe (VfR Aalen) und Georgios Manolakis (SSV Ulm).

Die Heimelf kann also schon eine gewaltige Qualität an Spielern aufbieten, was sich jedoch in den bisherigen Testspielen in 2019 nicht immer zeigte. Zwei Siegen stehen zwei Niederlagen sowie ein Unentschieden gegenüber. Allerdings sind Ergebnisse in der Vorbereitung grundsätzlich nur von zweitrangiger Bedeutung.

Auch die Rosenheimer können unterschiedlichste Ergebnisse und Leistungen aus den letzten sechs Wochen vorweisen. Den beiden Unentschieden zu Beginn (VfR Garching und FC Juniors OÖ, je 1:1) folgten während des Trainingslagers in der Türkei zwei unglückliche 0:1 Niederlagen gegen Teams aus Dänemark und Kasachstan.

Die letzten drei Begegnungen am Stück siegreich gestaltet werden. Dem 11:0 gegen den Bezirksligisten aus Bad Endorf folgten am zurückliegenden Wochenende ein 3:0 gegen den SV Wörgl sowie ein 2:1 Sieg beim TSV 1860 München.

Somit verlief die Vorbereitung auf Seiten der Gäste durchaus zufriedenstellend.

„Wir liegen bisher wirklich gut im Plan und wollen auch in Memmingen, bei einem wahrlich starken Gegner, der eine überragende Runde spielt, möglichst sogar dreifach punkten. Es wird sicherlich eine sehr spannende Aufgabe vor einer guten Kulisse und zudem als Zuckerl live im Fernsehen übertragen. Wir sind körperlich und mental gut drauf, haben eine super Stimmung im Team und wollen einen Start nach Maß in die für uns zwölf Finalspiele um den Klassenerhalt hinlegen“, so der neue Chefcoach der Rosenheimer Thomas „Kapo“ Kasparetti.

Neuzugang Luftetar Mushkolaj – auch einfacher „Lufti“ genannt – hat sich mittlerweile bestens integriert und zählt mit ziemlicher Sicherheit zum Kader der Sechzger-Truppe. Neben dem noch rotgesperrten Chris Wallner fehlen dem Trainer-Duo Kasparetti / Straßhofer auch die beiden Jungspunde Adel Merdan (Kreuzbandanriss) und Bruno Goncalves (Sprunggelenksverletzung) verletzungsbedingt. Zudem ist der Einsatz von Yannick Tobias noch nicht ganz sichergestellt, jedoch sollten seine Knöchelprobleme bis Montagabend ausgeheilt sein. Ansonsten stehen alle Mann zur Verfügung.

Ein gutes Spiel sowie vor allem ein erfolgreicher Start in 2019 wäre für die Emilo-Elf eine tolle Sache. Dem Punktekonto von aktuell 22 Zählern sollten schon unbedingt weitere hinzugefügt werden, dafür sind jedoch zwingend Tore erforderlich. Die so magere Ausbeute von 18 Saisontreffern ist schnellstens auszubauen, ansonsten wird es sehr schwer. Damit müssen Kapitän und Abwehrchef Matze Heiß sowie vor allem seine Angreifer-Kollegen möglichst schon in Memmingen beginnen. Auch wollen die Rothosen die bittere 1:4 Heimschlappe aus der Vorrunde wieder wettmachen, bei der man lange Zeit bis zum Platzverweis gegen Omer Jahic ebenbürtig agieren konnte.

Für die Fans des TSV 1860 Rosenheim, die nicht live vor Ort dabei sein können, gibt es am Rosenmontag die Möglichkeit, ab 19 Uhr das Spiel im Sportheim am Jahnstadion beim Public Viewing zu verfolgen. Für das leibliche Wohl haben Mario und Claudia bestens gesorgt. 

 

 

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