Kapitän Matze Heiß wieder an Bord

Regionalliga: Rosenheim fährt zuversichtlich zum Liga-Neuling Aschaffenburg

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Am zweiten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, 20. Juli, um 18.30 Uhr beim SV Viktoria Aschaffenburg im dortigen Stadion „Am Schönbusch“ antreten. Nach dem glücklichen – der Siegtreffer fiel erst in der 96. Minute durch Georg Lenz aus Griesstätt (wir berichteten) – aber hochverdienten 3:2-Auftaktsieg, steht nun mit der Auswärtsbegegnung beim Liga-Neuling SV Viktoria Aschaffenburg der nächste Prüfstein für die Zaric-Truppe an.

Da die an Hessen grenzende Stadt von der Distanz her am Weitesten von Rosenheim entfernt ist und die vielen Kilometer nicht unbedingt zu Spielbeginn in den Knochen stecken sollen, reist der Sechzger-Tross bereits schon am Vortag an.

Der vom Ex-Profi Jochen Seitz betreute Gastgeber konnte am letzten Freitag beim Auftakt in Buchbach ein 2:2 Unentschieden holen. Vom Spielverlauf her und dem Chancenverhältnis war der Punkt relativ glücklich für den Aufsteiger, jedoch musste der Ausgleichstreffer auch erst in der berühmtberüchtigten Buchbacher-Nachspielzeit hingenommen werden. Somit fuhr man mit durchaus gemischten Gefühlen zurück nach Unterfranken.

Jedoch zum Saisonstart einen Zähler bei einem sehr schwierigen Auswärtsspiel einfahren zu können, bei dem man zwischenzeitlich sogar  einen frühen Rückstand in eine 2:1 Führung umwandeln konnte, ist aller Ehren wert. „Wir haben vor dem schweren Spiel in Aschaffenburg großen Respekt.

Gegen einen Aufsteiger, noch dazu vor sicherlich zahlreich erscheinendem eigenen Publikum ist es so früh in der Saison immer sehr schwer, da noch große Euphorie in den Reihen des Gegners herrscht. Dennoch fahren wir durchaus optimistisch zum Liganeuling. Durch unseren späten aber leidenschaftlich erkämpften Sieg gegen Garching haben wir am letzten Wochenende viel Selbstvertrauen getankt“, so der zuversichtliche Coach der Gäste Ogi Zaric.

Beim ersten Heimspiel der Runde wollen Kapitän Simon Schmidt nun unbedingt im eigenen Stadion weitere Zähler gegen den Abstieg einfahren, möglichst sogar deren drei natürlich. Doch da haben die Gäste aus Rosenheim sicherlich was dagegen. Diese gehen die längste Auswärtsfahrt der Saison sehr ambitioniert an. „Wir arbeiten unter der Woche äußerst intensiv, die Trainingseindrücke sind wirklich sehr positiv. Wir wollen daher auch in Aschaffenburg guten Fußball zeigen und möglichst weiter punkten. Die Vorfreude meiner Jungs auf die erste Auswärtspartie ist sehr groß“, so Zaric.

Bei der Fahrt nach Unterfranken mit dem neuen modernen Bus fehlen neben dem Langzeitverletzten Fathi Eminoglu auch noch die Angreifer Korbinian Linner (Antibiotika-Behandlung nach 19! Zeckenbissen) sowie Markus Einsiedler, der beruflich bedingt erst wieder im Laufe der Vorrunde einsteigt.

Zum Kader von 1860 Rosenheim gehört nicht mehr Markus Hartl, der seinen Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen auflöste.

Hingegen wieder mit von der Partie wird Kapitän Matze Heiß sein, dessen Rotsperre aus der letzten Saison abgelaufen ist. Ansonsten kann das Trainer-Duo Ognjen Zaric und Thomas Kasparetti auf dieselben Akteure wie zuletzt setzen.

Nach seiner langen Leidenszeit ist auch wieder Pius Krätschmer voll einsatzfähig. Dies stellte er bei der äußerst kräfteraubenden Begegnung vom ersten Spieltag schon satte 90 Minuten unter Beweis. Er agierte, als wäre er nie weggewesen, wahrhaft ein sagenhaftes Comeback des sympathischen Linksfuß.

Auch die Debütanten, der Griesstätter Michael „Mike“ Neumeier – kam vom Lokalrivalen Sportbund Rosenheim – und der ehemalige Jugendspieler Adel Merdan konnten vollends überzeugen.

Neumeier, der auf seiner neuen offensiven Position eine bemerkenswerte Leistung ablieferte, erzielte sogar den 1:1 Ausgleichstreffer für seine Farben – wie berichtet.

Das Eigengewächs Adel Merdan spielte so souverän auf, als hätte er noch nie was anderes gemacht. Und der dritte neue Mann im Bunde der von Beginn an auflief, Omer  Jahic, konnte seine tolle Klasse schon in der ein oder anderen Szene aufzeigen, ein Torerfolg blieb ihm jedoch noch verwehrt. Auch die Neuzuägnge Yanick Tobias und Rückkehrer Linor Shabani kamen zum Einsatz. Mit diesen Jungs scheint der TSV 1860 Rosenheim wirklich mehrere Glücksgriffe getätigt zu haben.

Die Vorfreude beim Trainer-Team, der Mannschaft selbst natürlich und dem ganzen „Staff“ ist vor dem nächsten Spiel in Aschaffenburg wirklich sehr groß. Die gezeigte Mentalität und Leidenschaft in der Partie gegen Garching, die unter fast tropischen Bedingungen stattfand und bei der man nahezu die ganze Spielzeit einem Rückstand hinterherlief, sowie dem aktuell eindrucksvollem Stand bezüglich Fitness und Spielfluss lassen auch in Unterfranken auf ein gutes Ergebnis der Sechzger hoffen.

Von der langen Reise soll möglichst schon was Zählbares mitgenommen werden, ehe es dann in der Englischen Woche am Dienstag mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg II schon weitergeht.

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