Kandidaten zur Kommunalwahl (1)

Heute: Andrea Treittinger tritt in der Gemeinde Soyen an - „Werde den Menschen genau zuhören"

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Noch sind es 227 Tage bis zur Kommunalwahl am 15. März kommenden Jahres. An diesem Tag werden in den 71 Landkreisen und 2056 Städten, Märkten und Gemeinden Bayerns die Kreistage, Stadt-, Markt- und Gemeinderäte für sechs Jahre neu gewählt – wie auch die Landräte und Bürgermeister. Die Kandidaten für Stadt und Altlandkreis Wasserburg bringen sich langsam in Position. Wir werden sie nach und nach unter dieser Rubrik vorstellen. Heute: Andrea Treittinger (45). Sie tritt in der Gemeinde Soyen als Bürgermeisterkandidatin an.   

„Mein Interesse an der Politik war immer schon sehr groß. Alles im Leben ist eigentlich Politik”, sagt die Mutter zweier Töchter, die im März 2020 die Nachfolge von Karl Fischberger antreten will, der als Bürgermeister nicht mehr kandidieren wird.

Treittinger traut sich das Amt zu, auch wenn sie nicht die klassische Karriere eines Kommunalpolitikers absolviert habe. Sie könne dafür auf eine breite, berufliche Erfahrung zurückgreifen.

Die studierte Ägyptologin ist jetzt in Soyen nach einer weiteren Ausbildung als Heilpraktikerin tätig.

Die Kandidatin zu ihrem beruflichen Werdegang: „Nach erfolgreichem Abschluss des Gymnasiums mit dem Abitur, begann ich mit einem Bauingenieurstudium an der TU in München. Einige Jahre später stellte ich fest, dass dieser Beruf nicht wirklich zu mir passt. Mit Unterstützung meiner Familie entschied ich mich, das Studium zu wählen, das mir seit meiner Kindheit nicht aus dem Kopf ging: Ägyptologie. Also wechselte ich an die LMU in München und verwirklichte mir meinen Traum. Das Studium der Ägyptologie erforderte zwei Nebenfächer zu wählen, eines davon war: Die Geschichte der Medizin des Menschen. Da hatte es mich gepackt. Der Mensch und seine Erkrankungen waren ab diesem Zeitpunkt in meinem Fokus.”

Der Entschluss, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben, sei nicht über Nacht gekommen, so Treittinger. „Ich habe mich beim Helferkreis engagiert, dort viele nette Leute kennengelernt und mein Interesse für die Arbeit in der Gemeinde wurde geweckt.”

Dass sie keiner Partei angehört, empfindet sie als einen Vorteil: „Ich brauche keine Partei, um diese Gemeinde zu vertreten. Meine Stärke ist es, den Menschen genau zuzuhören. Natürlich werde sie sich auch für den Fall ihrer Wahl kommunalpolitisch fortbilden. „Das ist Ehrensache. Einige Kurse habe ich schon im Vorfeld absolviert. Außerdem setze ich auf die tolle Verwaltung, die die Gemeinde hat. Da sitzen die Experten.”

Treittinger ist in Unterfranken geboren und seit elf Jahren in Soyen ansässig. „Die Familie meines Mannes stammt aus Soyen. Ich wurde hier vom ersten Tag an toll aufgenommen.” Besonders toll findet sie den Zusammenhalt im Ort und in der Gemeinde, das rege Leben in den Vereinen. „Die stellen da viel auf die Beine. ich denke beispielsweise an die schönen Feste der Feuerwehr oder der Landjugend.”

Und was will sie als Erstes anpacken, wenn sie Bürgermeisterin ist: „Wir müssen die Wasserproblematik in den Griff bekommen. Und auch die Schwierigkeiten, mit den gefährlichen Bahnübergängen, die wir in unserer Gemeinde haben …”

Zum Glück sei der aktuelle Gemeinderat da bereits sehr aktiv. Ansonsten setze sie auf Gespräche mit Vereinen und Institutionen. Treittinger will auf die Menschen zugehen und herausfinden, „was die Bürger in Soyen bewegt”.

 

Bereits offiziell bestätigte Kandidaten:

 

STADT WASSERBURG

Die ersten Kandidaten

Eine Gegenkandidatin für Michael Kölbl

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