Kandidaten standen Rede und Antwort

Gut besuchte Veranstaltung zur Wahl mit witzigem Moderator bei den „Bürgern für Rott"

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Mit dieser großen Anzahl an interessierten Besuchern hat keiner gerechnet. Stolz wies der Vorsitzende Fredi Zimpel in seiner Begrüßung darauf hin, dass er gut 150 Gäste im Saal vom Landgasthof Stechl willkommen heißen durfte und er freute sich auch, dass so viele Kandidaten der anderen Fraktionen die Veranstaltung besuchten. Bürgermeister Marinus Schaber meinte, dass erinnere ihn an die Zeiten der besten Bürgerversammlungen.

Dass der Abend lustig und vergnüglich wurde, lag Moderator Sebastian Wolff. Sprach Fredi noch gutes Bayerisch, überraschte Sebastian Wolff mit reinem Norddeutsch. Spätestens als er die Rouda Blechblosn als „Blasband“ ankündigte, hatte er die Lacher und das Publikum auf seiner Seite.  Wolff führte witzig und gekonnt durch den Abend und trug dazu bei, dass es eine überaus gelungene Veranstaltung wurde.

Zuerst bat der Moderator Marinus Schaber auf die Bühne. Schaber erzählte, wie es dazu kam, dass er als Bürgermeister aufhört, aber als Kandidat weitermacht. Er sagte, er habe jetzt zwölf Jahre von Montag bis Sonntag nach seinem Terminkalender gelebt. Das schade seiner Gesundheit und seinem Familienleben. Aber er sei trotzdem bereit, seine ganze Erfahrung und das erworbene Wissen dem Gemeinderat zur Verfügung zu stellen.

Immerhin ist Schaber bereits 30 Jahre im Gemeinderat, davon sechs Jahre als 2. Bürgermeister und zum Schluss zwölf Jahre als 1. Bürgermeister. Er ging auch darauf ein, wie die Bürgervereinigung „Bürger für Rott” entstanden ist. Gemeinsam mit Dr. Klaus Absmaier habe er die „BfR” gegründet. Dabei habe man immer versucht, eine offene Kommunalpolitik zu machen – ohne Fraktionszwang. Die Bürgervereinigung „Bürger für Rott” sei ein Verein und keine Partei.

Nach ein paar Musikstücken der Rouda Blechblosn stellte Moderator Sebastian Wolff die weiteren 15 Kandidaten in Fünferblöcken vor. Den Anfang machten Alfred Zimpel, Sepp Kirchlechner, Christian Franke, Peter Metzke und Matthias Ganslmaier.

Witzig stellte der Moderator Fragen zu ihren Hobbies und Ehrenämtern. So fragte er Peter Metzke zu seiner Feierstunde mit Ilse Aigner und Giovane Elber oder ließ sich von Matthias Ganslmaier das Goaßlschnalzen erklären. Christian Franke erzählte stolz von seinem Enkelkind. Wolff fragte Sepp Kirchlechner, wie es dazu kam, Kassier beim Trachtenverein zu sein und meinte zu Fredi Zimpel, bestimmt liege es an seinem Nebenjob als Hochzeitslader, dass man ihm ständig das Mikrofon wegnehmen müsse.

Der nächste Fünferblock galt Sepp Riedl, Heidi Huber, Max Zangerl, Hans Gilg und Walter Hiermaier. Wolff lobte Sepp Riedl für 41 Jahre als Aktiver bei der Feuerwehr und fragte Heidi Huber, wie sie sich neben Familie und Beruf zur Friseurmeisterin fortgebildet habe. Max Zangerl berichtete von seinem Planungsbüro und Schreinerei. Hans Gilg wurde gewürdigt, bereits 30 Jahre im Gemeinderat zu sein und Walter Hiermaier erzählte von seinen lustigsten Rollen beim Rotter Theaterverein.

Der letzte Block war für Franz Riedl, Nadja Lehner, Christine Sedlmaier, Bastian Meissl und Vivien Lerch bestimmt. Franz Riedl berichtete stolz, dass er von seinen Immobilienkunden noch nie verklagt worden sei und Nadja Lehner erzählte von ihren Ehrenämtern als First Responder bei der Feuerwehr oder als 2. Vorsitzende im Trachtenverein. Da Moderator Wolff gute zwei Meter groß ist, schubste Christine Sedlmaier ihn kurzentschlossen von der Bühne, damit sie mit ihm von „Aug zu Aug” sprechen konnte. Christine berichtete, wie die Tafel in Rott gegründet wurde. Bei Bastian Meissl durfte der Moderator wieder auf die Bühne und fragte ihn, wie es dazu kam, sportlicher Leiter von derzeit 60 Fußball spielenden Frauen zu werden. Vivien Lerch erzählte von ihrem Beruf und von der Arbeit im Elternbeirat.

Dann war die Zeit für Daniel Wendrock gekommen, der als parteiunabhängiger Bürgermeisterkandidat antritt. Er ist nun zwölf Jahre Geschäftsleiter im Rotter Rathaus und mit den Rotter Themen und Problemen bestens vertraut. Auch wenn er hier nicht wohnt, er fühlt sich hier „dahoam“. Er hat bereits vor einigen Monaten ein ausgearbeitetes und überzeugendes Programm für die Gemeinde vorgelegt.

Der amtierende Bürgermeister Marinus Schaber sagte, dass er überzeugt sei, dass Daniel Wendrock der geeignete Bürgermeister sei. „Das Bürgermeisteramt wird immer komplizierter und die Anforderungen immer größer, die an einen Bürgermeister gestellt werden. Daniel Wendrock ist als Diplom-Verwaltungsfachwirt dafür bestens geeignet.”

Damit war der Abend offiziell beendet, doch viele Gäste nutzten den geselligen Abend und blieben mit einem Getränk und der Musik der Rouda Blechblosn sitzen. Für eine politische Veranstaltung war es ein überaus vergnüglicher Abend und eine tolle Vorstellung aller Kandidaten.

RH

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