Juso-Chef: „Gerade jetzt Flagge zeigen“

Kevin Kühnert mit den Landkreis-Jusos bergauf auf die Tregler Alm

image_pdfimage_print

Kämpferisch war seine Rede, in der er vor den Gefahren einer auseinander fallenden Gesellschaft warnte. „Ich war die letzten Wochen viel in Ostdeutschland und habe gesehen, wie stark die zerstörerischen Kräfte dort sind“, warnte Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jusos, bei einem Fest der Jusos im Landkreis vor den Folgen einer pauschalierten Politikverdrossenheit gegenüber den etablierten demokratischen Parteien. Die SPD habe einen großen Beitrag für ein friedliches und soziales Deutschland in einem freien Europa geleistet und müsse das auch weiter tun …

Unser Foto von links: Lorenz Burgmaier, der Kreisvorsitzende der Jusos, Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jusos und Alexandra Burgmaier, SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin.

„Die Sozialdemokratie wird gebraucht für die Zukunft des Landes.“ Juso-Chef Kevin Kühnert war jetzt beim Sommerfest der Landkreis-Jusos auf der Tregler Alm.

Regen konnte den Gast aus Berlin nicht vom Aufstieg auf die Tregler Alm zum Sommerfest der Landkreis-Jusos abhalten: Schließlich soll es ja mit den Jusos bergauf gehen. Viele junge Parteimitglieder wanderten mit, um mit ihrem Bundesvorsitzenden persönlich ins Gespräch zu kommen – aber auch einige, die schon länger dabei sind, wollten sich den hoffnungsvollen Nachwuchspolitiker und erklärten GroKo-Gegner mal aus der Nähe ansehen.

Auch Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin Alexandra Burgmaier freute sich über den Impuls in ihrem Wahlkampf und wollte genau zuhören, „welche Botschaften und Wünsche ein künftig vielleicht in der ersten Reihe stehender Politiker für uns parat hat“.

„Gerade jetzt müssen wir mit einem klaren sozialen und demokratischen Profil Flagge zeigen“, forderte er unter Anspielung auf die Union, die ihren Innenminister Seehofer ungebremst ein „Kasperle-Theater“ aufführen lasse. Er freue sich sehr, dass die Parteivorsitzende auf Druck der Parteibasis den Fall Maaßen neu verhandelte.

„Mir sind Politiker lieber, die einen Fehler auch eingestehen und korrigieren können, statt ihre Ego-Show durchzuziehen. Ihr könnt etwas bewegen in dieser Partei“, ermutigte er die jungen Leute, ihre Stimme lautstark einzubringen für eine Politik, die auch den jungen Menschen Zukunftsperspektiven schaffe.

Die SPD müsse wieder die Stimme der einfachen Leute werden und die Auswirkungen des Kapitalismus sozial einbremsen. Der Markt richte eben nicht alles, weder auf dem Wohnungsmarkt noch auf dem Arbeitsmarkt. Die Hartz-IV-Regelungen müssten so ausgestaltet werden, dass den Schwächsten der Gesellschaft geholfen werde – statt sie als potenzielle Sozialbetrüger zu behandeln.

Lorenz Burgmaier, Vorsitzender der Landkreis-Jusos, dankte dem Gast aus Berlin für seine motivierenden Worte und war überzeugt, dass die jungen Menschen sehr wohl ein politisches Bewusstsein hätten und den einfachen Lösungen der Rechtspopulisten nicht so einfach auf den Leim gehen werden …

kr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren