Jugendsozialarbeit auch an Realschulen

Immer mehr Auffälligkeiten der Schüler in den Bereichen Schulangst, Mobbing und Gewalt

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An sechs Realschulen im Landkreis Rosenheim, darunter die Realschule Wasserburg, soll künftig Jugendsozialarbeit angeboten werden. Der Jugendhilfeausschuss befürwortete das Projekt in seiner heutigen Sitzung und beschloss, die notwendigen Förderanträge bei der Regierung von Oberbayern zu stellen.

Gespräche mit den Schulleitungen sowie die Auswertung der Sozialstrukturdaten hatten gezeigt, dass es deutliche Bedarfe gibt. Die Schulen selbst beschrieben zunehmende Auffälligkeiten der Schüler in den Bereichen Schulangst, Schulverweigerung, Mobbing, körperliche Gewalt, Vernachlässigung sowie Verwahrlosungstendenzen.

Da der Landkreis Rosenheim Sachaufwandsträger der Realschulen ist, strebt er an, die Trägerschaft der Jugendsozialarbeit zu übernehmen. Pro Realschulstandort soll es eine halbe Vollzeitstelle geben. Die konkrete Umsetzung bleibt dem Rosenheimer Kreistag vorbehalten. Sollte er zustimmen, werden die Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling, die Dientzenhofer Realschule in Brannenburg, die Staatliche Realschule in Bruckmühl, die kommunale sowie die staatliche Realschule in Prienund die Anton-Heilingbrunner- Realschule in Wasserburg davon profitieren.

Wenn alles klappt, soll das neue Angebot mit Beginn des kommenden Schuljahres eingeführt werden. Die Jugendsozialarbeit gibt es im Landkreis Rosenheim bereits flächendeckend an allen Sonderpädagogischen Förderzentren, Berufsschulen und Mittelschulen. Auch an Grundschulen mit einem Migrationsanteil von mehr als 20 Prozent wurde sie bereits eingeführt.

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