Jugendfürsorge rudert zurück

Steinhöring: Freistellung aufgehoben - Ab Montag Dr. Hanslmeier-Prockl wieder im Dienst

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Wende im Fall der umstrittene Entlassung der Chefin des Betreuungszentrums Steinhöring: Wie die Pressestelle des Trägers, die Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising, bekanntgab, soll Gertrud Hanslmeier-Prockl bereits am kommenden Montag wieder ihre Arbeit aufnehmen. Die Freistellung ist zurückgezogen.

In der Pressemitteilung der Katholischen Jugendfürsorge heißt es unter anderem: „Alle Beteiligten sind daran interessiert, in eigener Verantwortung und außerhalb einer
gerichtlichen Entscheidung Grundlagen für ein erneutes und vertrauensvolles Miteinander zu schaffen. Der Vorstand hat beschlossen, dass die Freistellung von Dr. Hanslmeier-Prockl mit Wirkung vom 17. Juni aufgehoben wird.”

Die Vorstände Bartholomäus Brieller und Bastian Eichhammer seien sich mit der Gesamtleiterin des Einrichtungsverbundes Steinhöring einig, erneut respektvoll und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und strategische Entscheidungen gemeinsam zu vertreten. „Ganz besonders gilt es, die einzigartige Chance der Inklusion im Zusammenwirken von Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Gesundheitshilfe zu verwirklichen.”

Die von der Mitgliederversammlung des Katholischen Jugendfürsorgevereins in
Einvernehmen von Aufsichtsrat und Vorstand beschlossene Aussprache habe unter der Leitung von Prof. Egon Endres hätten alle Beteiligten einhellig als konstruktiv und weiterführend bewertet.

Ob Hanslmeier-Prockl dauerhaft der Einrichtung erhalten bleibt, ist allerdings noch nicht sicher. Denn jetzt ist erstmal nur die Freistellung aufgehoben, über die Kündigung, die im September wirksam würde, ist offenbar noch nicht entschieden – zumindest war das der Pressemitteilung nicht zu entnehmen.

 

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3 Kommentare zu “Jugendfürsorge rudert zurück

  1. Herzlichen Glückwunsch! Dieses Zurückrudern erfolgte offensichtlich nur aufgrund des enormen öffentlichen Drucks. Eine schallende Ohrfeige für den Arbeitgeber. Und ein tolles Gefühl für Frau Hanslmeier-Prockl, solche unterstützenden Mitarbeiter/Kollegen zu haben!

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  2. Als langjähriger mitarbeiter,

    mir reicht es mit der katholischen willkühr. hab schon allerhand erlebt, wie diese aus kirchlichen bewegründen mitarbeiter diskreditieren, weil nicht getauft, und immerwieder menschen wie du und ich vor die türe setzen!. hab auch selber versucht diesen arbeitsvertrag nicht zu unterschreiben, da ich viele freunde habe, die lesbisch oder schwul sind und somit nicht in dieses weltbild der katholischen kirche passen. hab dies immer als mein recht auf meinungsfreiheit verstanden. ich finde diese arbeit nach wie vor sinnvoll und werde sie auch bis zum ende ausfüllen so gut ich kann…

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  3. So ganz würde ich anstelle von Frau Dr. Hanslmeier-Prockl dem (für meine Begriffe unechten, weil nur aufgrund der Öffentlichkeit und nicht aus Überzeugung an den Tag gelegten) “Frieden” nicht trauen. Zuviel verknöcherte alte, aber auch in jungen Jahren bereits weltfremde Männer sitzen an einflußreichen Stellen.
    Aber gut, daß dieses völlig veraltete System endlich mal wenigstens ein Stückchen weit aufgebrochen wurde,

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