Jetzt sechs Corona-Schwerpunktpraxen

... im Nachbar-Landkreis Ebersberg - Und ein kleiner Lichtblick in der dortigen Bilanz

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Diese Woche haben sechs Corona-Schwerpunktpraxen im Nachbar-Landkreis Ebersberg ihren Dienst aufgenommen. Damit hat der dortige Versorgungsarzt Dr. Marc Block die ärztliche Versorgung der Corona-Patienten neu strukturiert. Nach wie vor kontaktieren die Patienten zunächst ihren Hausarzt beziehungsweise in der Nacht und am Wochenende den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Bei einem begründeten Corona-Verdacht oder der nachgewiesenen Erkrankung werde der Kontakt zu einer der neuen Schwerpunktpraxen hergestellt …

Hier die Grafik des Landratsamtes Ebersberg vom gestrigen Dienstag zu den aktuellen Corona-Fällen in den einzelnen Gemeinden, auch den angrenzenden an den Landkreis Rosenheim.

Corona-Patienten werden dann von dort behandelt.

Mit dieser Aufteilung soll bestmöglich vermieden werden, dass Menschen mit und solche ohne Covid-19-Erkrankung in einer Praxis zusammenkommen.

Diese neue Struktur hing entscheidend davon ab, dass genügend Schutzkleidung in den Schwerpunktpraxen vorhanden ist, welche wenn nötig, auch Hausbesuche abdecken, heißt es aus Ebersberg.

Zudem werden aktuell etwa täglich 90 Menschen im Ebersberger Corona-Testzentrum untersucht.

Abstriche im Diagnostikzentrum werden auch am kommenden Karsamstag, 11. April, möglich sein. Bis zum morgigen Donnerstag, 9. April, können dazu Termine vereinbart werden, sofern eine Überweisung des Hausarztes vorliegt.

Über die Osterfeiertage bleibt das Diagnostikzentrum geschlossen, da auch das zuständige Labor die Abstriche nicht bearbeiten könne. Die Befundergebnisse von Karsamstag seien demnach nicht vor Mittwoch, 15. April 2020 zu erwarten, meldet das Landratsamt Ebersberg – in der Krise um große Transparenz bemüht.

Abstrichtermine für Dienstag, 14. April, können am Karsamstag von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer (08092) 823 686 vereinbart werden. Voraussetzung ist auch hier das Vorliegen eines Überweisungsscheines durch den behandelnden Hausarzt.

Ein herzliches Dankeschön an die Ebersberger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des BRK, die diese Möglichkeit auch über die Osterfeiertage ermöglichen.

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 7. April 2020, 143 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 324 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 292 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 149 von ihnen sind wieder gesund. Einen Todesfall gibt es im Landkreis Ebersberg zum Glück nicht zu beklagen bislang.

Erstmals ist hier die Zahl der Infizierten um neun Fälle zurückgegangen – das sei noch kein Trend, aber ein kleiner Lichtblick! Die Ausgangsbeschränkungen scheinen Wirkung zu zeigen, so ein Sprecher der Behörde.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 7. April 2020, 15 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, vier müssen dort beatmet werden. Es gibt 27 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

186 Landkreisbürger haben sich am Montag über das Bürgertelefon (08092) 823 680 an das Landratsamt gewandt. 24 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline (08092) 823 685 informiert.

 

 

 

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7 Kommentare zu “Jetzt sechs Corona-Schwerpunktpraxen

  1. Wenigstens ein Landkreis der alles richtig macht… nicht wie der Rosenheimer….

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    1. Der Landkreis Ebersberg hat bei deutlich weniger Einwohnern auch deutlich weniger Corona-Fälle als unser Landkreis zu meistern. Ich maße mir jedenfalls nicht an, darüber zu urteilen, wer was eventuell richtig macht, sondern verlasse mich auf unsere Verantwortlichen!

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      1. Da brauchen Sie nichts beurteilen, der Landkreis Rosenheim wird in den kommenden Tagen den Landkreis Heinsberg (mit Abstand Spitzenreiter in DE) überholen, damit ist alles gesagt….. Dann sind wir der Hotspot in DE!

        Und entscheidend ist die Anzahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner, hier hat Rosenheim 501 und Vergleich Heinsberg 574 (Stand gestern Quelle Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard). Spricht nicht gerade für das Krisenmanagement im LK RO ……

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        1. Ich würde darum bitten, dass Sie Ihre Aussagen zu den von Ihnen genannten Zahlen bzw. Prognosen für den Landkreis Rosenheim in den kommenden Tagen im Vergleich zum Landkreis Heinsberg (NRW) mit fachlichen/wissenschaftlichen Quellen belegen. Vielen Dank!

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  2. Altstadtbewohner

    Ich finde die Informationspolitik des Landkreises Ebersberg nahezu perfekt. Wenn ich mir anschaue wie es der Landkreis Rosenheim handhabt dann kann man sich schon fragen ob im Rosenheimer Landratsamt nur beschwichtiger und vertuscher am Werk sind.

    Zumal ich es immer noch nicht verstehe und es auch mittlerweile als fahrlässig ansehe warum es im nördlichen Landkreis kein Testzentrum gibt.

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    1. Warum? Man kann doch schön mit dem Auto oder ÖPNV nach RO gurken. 😉

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  3. @dahoam bleim ich denke wenn er als quelle das rki angibt,muss das auch ihnen als geblendeten wohl genügen….
    Und das sie sich nicht anmaßen darüber zu urteilen ob der landkreis ro richtig handelt das kann ich ihren kommentaren schon rauslesen

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