Jetzt hilft die Bundeswehr

... im Gesundheitsamt in Ebersberg - Der Nachbar-Landkreis liegt ebenfalls über dem Corona-Frühwarnwert

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Das Gesundheitsamt in der Nachbarstadt Ebersberg erhält ab dem heutigen Dienstag Unterstützung vom Personal der Bundeswehr. Zwei Teams mit je drei Soldaten werden im Diagnostikzentrum eingesetzt, heißt es aktuell aus dem Landratsamt in Ebersberg. Zum Ende der Woche werden noch vier weitere Mitarbeiter erwartet, die das CTT bei Verwaltungsarbeiten unterstützen können. In der gestrigen Sitzung des Krisenstabs in Ebersberg wurde ausdrücklich auf die hervorragende Leistung der Mitarbeiter des BRK hingewiesen, die nunmehr seit Monaten für das Diagnostikzentrum arbeiten.

Bei aktuell 52 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg ist zum Stand Montag, 24. August offiziell eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im dortigen Landkreis insgesamt 612 Infektionen aufgetreten. Fünf Personen sind leider in Verbindung mit Corona bislang verstorben.

134 Landkreisbewohner sind derzeit als sogenannte KP1 (Kontaktpersonen) unter Quarantäne und dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz lag gestern bei 37,99. Der Trend war somit etwas rückläufig, was aber auch am Meldungsgeschehen vom Wochenende liegen könnte. Der Frühwarnwert von 35 (nach dem bayerischen Frühwarnsystem) bleibt aber überschritten, so die Behörde.

Die 7-Tage-Inzidenz zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

In der Ebersberger Kreisklinik werden derzeit zwei Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion behandelt, keiner auf der Intensivstation oder mit Beatmung.

Über das Diagnostikzentrum wurden am vergangen Freitag 79 Menschen auf das Virus getestet.

Das Bürgertelefon (08092) 823 680 verzeichnete am gleichen Tag 36 Anrufe.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 sind die Kommunen verpflichtet, vorgesetzte Behörden über mögliche Ursachen für die steigenden Zahlen und über Gegenmaßnahmen vor Ort zu informieren. Das Landratsamt ist deshalb in Kontakt mit der Regierung von Oberbayern.

Im Fokus stehen auch hier die Reiserückkehrer, da sie einen sehr hohen Anteil bei den Covid-19-Erkrankten ausmachen.

Für das epidemiologische Geschehen im Landkreis Ebersberg relevant seien vor allem aber auch private Feiern und Partys. Deshalb müssen dem Gesundheitsamt unbedingt die Kontaktpersonen verlässlich mitgeteilt werden, die bei einer Feier anwesend waren, an der ein infizierter Gast teilgenommen hat. Nur so könne vermieden werden, dass aus einer Party ein Infektions-Hotspot wird.

Informationen darüber, welche Veranstaltungen unter welchen Auflagen derzeit möglich sind, findet man auch auf der Homepage des Landratsamtes unter den FAQ’s zu Corona.

Quelle: Landratsamt Ebersberg

Foto: bundeswehr.de

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7 Kommentare zu “Jetzt hilft die Bundeswehr

  1. Das vor zwei Jahren unter hohen Strafandrohungen eingeführte ‚Datenschutzgesetz‘ kann man dann gleich in der Pfeife rauchen.
    Was gehen einem BRKler oder Bundeswehrler hochsensible, persönliche Daten im Gesundheitsamt an?
    Es ist bloß noch abstrus was hier gerade abgeht.

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    1. Auch diese Personen müssen entsprechende Vorgaben verpflichtend einhalten und dafür persönlich unterschreiben. Also vor solchen Kommentaren bitte informieren!

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      1. Dann befassen Sie sich mal ausgiebig mit den Feinheiten der DSGVO. Demnach muß das Einverständnis des Betroffenen eingeholt werden, bevor Dritte Zugang zu seinen Daten haben. Ob diese irgendeinen Wisch unterschreiben oder nicht ist ohne Belang. Sie dürfen nicht mal meine Kontaktdaten auf Ihrem Bildschirm haben, wenn Gefahr besteht, daß ein Dritter hinter Ihnen steht und diese ablesen kann.

        Antworten
        1. Das ist kompletter Unsinn. BRK und Bundeswehr sind in diesem Fall keine Dritten, wie Sie das bezeichnen, sondern schlichtweg vom Gesundheitsamt mit der Datenverarbeitung beauftragt, weil es das Amt einfach nicht mehr aus eigenen Kräften schafft.

          Das ist von der DSGVO abgedeckt. Sie sind wie bereits ausgeführt zur Geheimhaltung verpflichtet.

          Und die Erhebung von personenbezogenen Daten hat in diesem Fall eine gesetzliche Grundlage zur Seuchenvermeidung.

          Worauf wollen Sie also hinaus? Soll auf die Tests verzichtet werden? Und worin genau besteht der Unterschied, wenn die Daten ein Bundeswehrler erfasst oder ein Angestellter vom Gesundheitsamt?

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    2. Oh mann, das tut mir aber leid, dass du damit nicht klar kommst. Handeln und ein besseres Land suchen? Weinen und hoffen, dass viele Mitgefühl zeigen? Oder einfach alles so lassen? Ach, ist aber auch eine schwere Entscheidung, wobei du dich ja mit Option 2 schon angefreundet hast…

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  2. Abstrus sind in diesem Zusammenhang nur Ihre Theorien.
    1. Wenn Sie von BRK (JUH, MHD, ASB, MKT, Feuerwehr….. wem und warum auch immer!) z. B. ins Krankenhaus gebracht werden, erfahren die Mitarbeiter/innen auch wer Sie sind, wann Sie geboren wurden und warum es ins Krankenhaus geht.
    2. Der Soldat/die Soldatin sind so gesehen Beamte im Staatsdienst.
    3. Mitarbeiter der Gesundheitsämter, ob Beamte oder auch nicht, stehen ebenfalls im Staatsdienst.

    Keiner der Vorgenannten hat auf direktem Wege mit dem anderen zu tun. Was aber alle drei wieder zusammen bringt ist die Tatsache, dass alle drei bei Dienstantritt vereidigt werden und einer Schweigepflicht unterliegen.

    Das alles zählt natürlich nicht, wenn man Verfolger und Anhänger von Xaver und Atila ist.

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    1. Netter Versuch, danke.
      ‚Keiner der Vorgenannten hat auf direktem Wege mit dem anderen zu tun.‘ – Artikel lesen würde helfen.
      Und Ihre Anwürfe dürfens behalten.

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