„Jeder Stellplatz ist wertvoll“

Ledererzeile: Bauträger will Kran so schnell wie möglich wieder entfernen

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„Es geht leider nicht anders. Wir haben keinen Innenhof und keine Anfahrt von der anderen Seite. Der Kran muss an diese Stelle.“ Eik Kammerl vom gleichnamigen Architekturbüro in Pfaffing, der für die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses in der Ledererzeile in Wasserburg verantwortlich ist, zeigte gestern größtes Verständnis für die Bedenken der Anlieger und Geschäftsleute, die die halbseitige Sperrung der Geschäftsstraße und von fünf Parkplätzen kritisiert hatten. „Ich weiß, dass jeder Stellplatz wertvoll ist.“

Deshalb, so Kammerl, habe man auch schon von der ursprünglich geplanten Sperrung von neun Parkplätzen Abstand genommen und belege jetzt nur mehr fünf. „Wir haben die direkten Anlieger und die Stadt weit im Vorfeld über die Baumaßnahme informiert, sind nach wie vor total gesprächsbereit“, so Kammerl.

Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft werde man versuchen, den Kran, dessen Standort bis Ende Mai kommenden Jahres genehmigt ist (wir berichteten), so schnell wie möglich wieder abzubauen. „Vielleicht schaffen wir das, ich kann aber nichts versprechen, weil man bei so einer Altbausanierung nicht genau weiß, welche Probleme auftreten.“

Kammerl will sich nochmals mit den Betroffenen in Verbindung setzen. Wie berichtet, hatten der Aufbau und die halbseitige Sperrung der Ledererzeile, eine der wichtigsten Geschäftsstraßen in Wasserburg, gestern für Unmut gesorgt. Kammerl: „Nicht sanieren, ist auch keine Lösung. Wir wollen doch alle eine möglichst schöne Altstadt.“

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5 Gedanken zu „„Jeder Stellplatz ist wertvoll“

  1. Wasserburger

    Liebe Leute, natürlich ist es für die Anwohner ärgerlich, nicht direkt vor der Haustüre parken zu können. Aber die Aufstellung des Krans ist ja befristet und nicht für die Ewigkeit bestimmt.

    Und jeder Kunde, der wirklich in der Altstadt einkaufen möchte, kann aktuell eines der beiden immer noch kostenfreien (!) Parkhäuser benutzen.

    Es muss in der Stadt um Lebensqualität für die Menschen gehen und nicht ständig nur um Verkehr und Parkplätze.

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  2. „Watt mutt, datt mutt“ sagt der Norddeutsche. Man kann den angeblichen Unmut und die Bedenken auch künstlich herbeischreiben. Das ist nicht die erste längere Baustelle in der Altstadt und wird auch nicht die letzte sein.

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  3. Haubelinchen

    Liebe Wasserburger, wäre Euch ein 2. gruseliges Unifotohaus lieber?

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  4. Ja befristet auf bis zu 11 monate 🤔

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  5. Als ob ein paar weniger Parkplätze der Grund dafür sind, dass immer weniger los ist in der Stadt in Bezug auf den Einzelhandel. Mal ist es zu heiß, mal regnets, mal zu kalt usw. so kann man sich das Innenstadtsterben auch schön reden.

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