Jeden zweiten Tag ein Schleuser

Auf der Inntalautobahn haben Rosenheimer Bundespolizisten am heutigen Freitag einen Marokkaner festgenommen. Gegen den Pkw-Fahrer wird wegen des Verdachts der Schleuserei ermittelt. Derartige Verfahren hat die Rosenheimer Bundespolizei im vergangenen Jahr rund 130mal eingeleitet. Im vergangenen Monat Januar musste durchschnittlich sogar jeden zweiten Tag eine Person wegen Einschleusens angezeigt werden.

Das meldet die Bundespolizei am heutigen Nachmittag.

Am Morgen kontrollierten die Beamten auf der A93 die Insassen eines Autos mit italienischem Kennzeichen. Am Steuer saß ein marokkanischer Staatsangehöriger, der sich mit einem Reisepass und einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung ordnungsgemäß ausweisen konnte.

Er wurde von zwei Landsleuten im Alter von 44 und 45 Jahren begleitet. Diese verfügten hingegen nicht über die erforderlichen Papiere, die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Bei der Durchsuchung der Beiden fanden die Bundespolizisten in der Jackentasche des 44-Jährigen zudem eine geringe Menge Haschisch.

Eigenen Angaben zufolge beabsichtigte das Trio, sich einige Zeit in München aufzuhalten. Aus diesem Vorhaben wird jedoch nun nichts.

Statt in die bayerische Landeshauptstadt kamen die drei Marokkaner zur Dienststelle der Bundespolizei nach Rosenheim. Der 41-jähirge Fahrer erhielt eine Strafanzeige. Er wird sich voraussichtlich schon bald in einem Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Wegen versuchter illegaler Einreise beziehungsweise wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden seine Begleiter angezeigt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen haben die Männer das Land auf Anordnung der Bundespolizei wieder zu verlassen.