Jazz in der Schranne mit Knapp-Posch

Nächstes Konzert findet am Donnerstag, 21. März, in Wasserburg statt

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Das nächste Konzert im Rahmen der Reihe „Jazz in der Schrannne” findet am Donnerstag, 21. März, um 20 Uhr in Wasserburg statt. Die Veranstalter freuen sich, dazu das Duo Knapp-Posch begrüßen zu dürfen. Als Thomas Knapp vor über 40 Jahren Jacques Loussier anlässlich eines seiner legendären „Play Bach“-Konzerte kennen lernte, konnte er nicht ahnen, dass er viele Jahre später dessen Kompositionen spielen würde. Die Werke wurden im TV und bei Konzerten in Kufstein, Thiersee und Kössen erfolgreich präsentiert.

Die Beiden sind seit dieser Zeit befreundet, Loussier gab Knapp wertvolle Ratschläge zur Interpretation. Im Laufe dieser vielen Jahre hatte sich einiges ereignet, Knapp war in jungen Jahren Privatschüler beim international renommierten Organisten Kurt Neuhauser, der ihm am Klavier und Cembalo wertvollste Einsichten vor allem in die Werke Bachs mitgab. Bach zählt für Knapp als das herausragendste Musikgenie aller Zeiten.

Seinen Studien bei Friedrich Gulda, die sich über einige Jahre erstreckten, verdankt Knapp eine Erweiterung des musikalischen Horizontes nach allen Richtungen, was vor allem die Bedeutung der Improvisation als Ursprung aller Musik anbelangt. So ergibt sich hier ein natürliches Zusammentreffen der Herren Loussier und Gulda, da deren Kompositionen fast immer aus Improvisationen entstanden, die im Nachhinein aufgeschrieben wurden, gleichwohl aber reichlich Raum für improvisatorische Ausflüge bieten. Von Loussiers Werken für Klavier und Schlagzeug, die Ende der 70-er Jahre entstanden, geht eine vibrierend pulsierende Kraft aus, der man sich sowohl als Spieler als auch als Hörer nur schwer entziehen kann.

Der hervorragende Schlagzeuger Michael Posch erweitert den ihm zugedachten Teil um improvisierte Soli, die er mit größtem Einfühlungsvermögen und vitalem Elan erfüllt.

Da sich Loussier und Gulda die Klavierpartien sozusagen in die eigenen Hände schrieben, ist der Schwierigkeitsgrad dementsprechend hoch, was von Knapp mit größter technischer Bravour, aber auch zärtlichstem Anschlag gemeistert wird. Alles in allem ein Programm von größtem Einfallsreichtum, emotionalem Tiefgang gepaart mit höchst virtuosem Spielwitz. Diese Musiken passen und gehören glücklicherweise in keinerlei Schublade! Ein Fest für begeisterungsfähige Zuhörer!

Thomas Knapp, 1958 in Kufstein geboren, kann auf eine pianistische Ausbildung durch zwei ausgeprägte Persönlichkeiten zurückblicken. Zum einen war da der Privatunterricht bei dem international renommierten Cembalisten und Organisten Prof. Kurt Neuhauser. Ihm verdankt Knapp sehr instruktive Einsichten in die Erarbeitung eines Musikstücks nicht nur am Klavier, sondern speziell bei Bach auch am Cembalo und Clavichord. Danach wurde Friedrich Gulda auf ihn aufmerksam.

Gulda beschäftigte sich ja selbst lange mit dem Clavichord und als Knapp ihm an diesem Instrument eine schwierige Phantasie von Bach darbot, beschloss Gulda, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Von da an war Knapp regelmäßig zum Privatunterricht bei Gulda in dessen Wohnsitz am Attersee. Ein dritter Name taucht in der Biografie von Knapp auf: Jacques Loussier. Seit vierzig Jahren sind die beiden befreundet, von Loussier erhielt Knapp detailierte Spielanweisungen für dessen Kompositionen für Klavier und Schlagzeug, die Knapp bei einigen Konzerten und im TV mit großem Erfolg präsentierte.

Michael Posch, Schlagzeuger/Schlagzeuglehrer, wurde 1984 in Kufstein, Tirol geboren.

Schon in jungen Jahren entwickelte er ein reges Interesse an Musik und Michael erhielt Unterricht an der Landesmusikschule in Kufstein (Schlagwerk, Gitarre, Trompete), nach ersten Banderfahrungen und nach Abschluss der Schule in Tirol zog es ihn 2006 nach Wien ans Vienna Music Institute (VMI) zum Studium Jazz und Popularmusik/IGP, Hauptfach Schlagzeug, wo er 2011 mit Auszeichnung abschloss.

Unterrichtet wurde er unter anderem von Harald Tanschek, Conrad Schrenk, Robert Riegler, Michael Provatznik, Dusan Novakov.

Eintritt: 15 Euro.

 

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