Jakob Schnaitter in Top-Form!

Wasserburger (24) hat völlig überraschend das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften im Tennis erreicht

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Was für ein Erfolg: Jakob Schnaitter aus Wasserburg hat völlig überraschend das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften im Tennis erreicht! Als aktuelle Nummer 100 der deutschen Rangliste besiegte er in Biberach zunächst Lucas Hellfritsch (Nr. 53), Rene Schulte (Nr. 37 und auf Position acht gesetzt) und gestern in zwei heiß umkämpften Sätzen Christoph Negritu (Nr. 42 und auf Position zwölf gesetzt). In einem packenden Match rang der Wasserburger Negritu mit 7:6 und 7:5 seinen Konkurrenten nieder und trifft nun auf Benjamin Hassan, aktuell Nummer 367 der Tennis-Weltrangliste. Obwohl Schnaitter als Underdog in das Viertelfinale geht, rechnet er sich mit seinem aggressiven Netzspiel durchaus Chancen aus.

Schnaitter, mit etlichen bayerischen und deutschen Meistertiteln im Jugendbereich ausgezeichnet, machte seine ersten Gehversuche mit dem Tennisschläger auf der Anlage des TSV 1880 Wasserburg.

Früh wurde sein Talent entdeckt, so dass er in das Tennisinternat in Oberhaching (Leistungszentrum des Bayerischen Tennis Verbandes) wechseln konnte. Mittlerweile ist der 24-Jährige für den TC Ismaning aktiv und konnte in seiner Karriere bereits Punkte für die Einzel- und Doppel-Tennisweltrangliste sammeln.

Seit dem Herbst 2017 hat Jakob Schnaitter auch den Weg des College-Sports in den USA eingeschlagen. Die Kombination Universitäts-Abschluss und Leistungssport reizte den Wasserburger und er konnte sein Tennis-Resümee bereits deutlich erweitern.

So erreichte er 2018 mit seinem Team der Azusa Pacific University das Halbfinale der nationalen Meisterschaft und rückte bis in die Endrunde der nationalen Meisterschaften im Einzel und Doppel vor!

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Schul- und Sportjahr 2020 allerdings frühzeitig beendet. Universitätsvorlesungen finden im Moment nur online statt. Ob Schnaitter im Januar 2021 wieder nach Kalifornien gehen kann, ist derzeit noch offen.

Aufgrund dessen konnte Schnaitter aber überhaupt erst an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen (als Profisportler kann er mit einer Sondergenehmigung trainieren und spielen). Unter strengen Vorlagen verweilt Schnaitter in Biberach in einer sogenannten „Bubble“.

Nach dem Match ist aber vor dem Match:

Auf geht’s Jakob – die Heimat drückt die Daumen, dass es wieder heißt „Game, Set and Match – Schnaitter“!

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