Jäger bekennen sich zum Tierschutz

Hegeschau mit Bilanz im Altlandkreis - Projekt „Lernort Natur“ für 100 Kinder

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Die Jäger in und um Wasserburg sehen sich – trotz immer noch gängiger Vorurteile über einen ‚fröhlich mordenden Waidmann‘ – als leidenschaftliche Diener der Natur, für die Tierschutz und Ethik eine Selbstverständlichkeit seien! Unter diesem Motto fand in Kerschdorf die diesjährige Hegeschau mit der Jahreshauptversammlung der heimischen Kreisgruppe statt.

Unser Foto zeigt von links: 2. Vorsitzender Hubert Fellner, die Geehrten Markus Warmedinger (15 Jahre Jagdhornbläser), Rudi Sleik, Hans Gartner, Martin Roßrucker (je 40 Jahre Mitglied) und Paul Eder (50 Jahre Mitglied) mit dem Vorsitzenden Werner Fröwis.

„Ja, selbstverständlich werden auch bei uns Tiere durch Jäger getötet. Doch dahinter verbergen sich beispielsweise Überpopulationen, die dem Wald oder anderen Tierarten schaden, als wichtige Gründe“, betonte Kreisgruppen-Vorsitzender Werner Fröwis, der Polizist im Berufsleben.

Man bekenne sich klar zum Tierschutz und zu ethischen Standards, indem unter anderem grundsätzlich kein Abschuss von erkennbar trächtigen Muttertieren erfolge. „Hier müssen wir uns mit unserer Erfahrung auch von selbst ernannten Tierschützern nicht vorschreiben lassen, was Jagd heute bedeutet.“ Vielmehr könne nur eine bewusst sachliche Auseinandersetzung in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen zielführend sein und etwa die Flut an neuen Vorschriften eindämmen.

Fröwis blickte auf die zahlreichen Aktivitäten der zweitkleinsten Kreisgruppe Bayerns im abgelaufenen Berichtsjahr zurück. So habe man rund 100 Kindern im Rahmen des Projekts „Lernort Natur“ wieder geführte Waldbesuche ermöglicht und Nistkästen für Pausenhöfe ausgeteilt.

Der Zusammenhalt der Jäger vor Ort und die Kooperation innerhalb der Jagdgenossenschaften stellten die wichtige Grundlage für die geleistete Arbeit in den einzelnen Revieren dar. „Der oftmals enorme Zeitaufwand für die Jagd, das Wild und den Wald sind aber jede einzelne Minute wert.“

Der zweite Vorsitzende der Kreisgruppe, Hubert Fellner, präsentierte die Ergebnisse der gesetzlich vorgeschriebenen Hegeschau. Besonders hervorzuheben sei unter anderem die auf 722 (Vorjahr 682) deutlich gestiegene Anzahl der geschossenen Böcke. „Die besten Reviere waren hier Edling-Süd gefolgt von Soyen-Süd und Soyen-Nord.“

Im Rahmen der Versammlung konnten traditionell wieder langjährige verdiente Mitglieder geehrt werden: Paul Eder für 50 Jahre sowie Ehrenvorsitzender Hans Gartner, Martin Roßrucker und Rudi Sleik für jeweils 40 Jahre.

Zudem erhielt Markus Warmedinger eine Auszeichnung für 15-jährige Mitgliedschaft bei den Jagdhornbläsern.

GR

 

 

 

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