Inngau-Trachtler trotzen dem Wetter

Pang: Gottesdienst im Zelt und Festzug nach dem Regen

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Kein Wetterglück hatte der Trachtenverein „D´Kaltentaler“ Pang bei seinem 88. Geburtstag in Verbindung mit dem 99. Inngau-Gautrachtenfest. Es war wohl der regenreichste Sonntagvormittag in diesem Jahr. Der im Freien geplante Gottesdienst musste kurzerhand ins Festzelt verlegt werden. Verkürzt und mit etwas Verspätung begann der Festzug mit Trachtlern, Musikanten, Fahnenabordnungen und Gespannen aus Stadt und Landkreis. 

„Ein Fest für die Heimat, für den Gauverband, für den Festverein, für den Ort und nicht zuletzt für den Zusammenhalt vom bayerischen Inntal bis zum Rottal soll dieser Tag sein. Aber geben wir Obacht bei den derzeitigen Trassenplanungen für den Brennerzulauf. Erhalten wir die Landschaft, planen wir mit viel Gefühl und bitte nur soviel, wie wirklich notwendig ist“ – mit diesem Appell an die anwesenden Politiker aus der Bundes-, Landes- und Kommunal-Politik erntete Gauvorstand Georg Schinnagl bei seiner Begrüßung starken Applaus.

Unter den Politikern und Ehrengästen waren unter anderem die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die Landtagsabgeordneten Otto Lederer, Klaus Stöttner und Andreas Winhart, zahlreiche Mitglieder der Bezirks-, Kreis- und Gemeindeparlamente, vom Bayernbund Ehrenvorsitzender Adolf Dinglreiter und Landesvorsitzender Sebastian Friesinger, Ehrenvorsitzender Walter Weinzierl vom Bayerischen Inngau-Trachtenverband sowie die Delegationen des Chiemgau-Alpenverbandes, des Gauverbandes I und des Oberlandler Gauverbandes.

Den Festgottesdienst feierte Weihbischof Wolfgang Bischof zusammen mit Dekan und Domkapitular Daniel Reichel sowie mit dem örtlichen Kaplan Matthias Klein-Heßling, musikalisch gestaltet wurde die Feier mit der Festmusik Am Wasen mit Dirigent Josef Gasteiger und mit dem örtlichen Kirchenchor Heilig Blut unter der Leitung von Irmgard Speckmeier.

„I bin da Wolfgang und do bin i dahoam“ – mit diesem Slogan begann Weihbischof Bischof seine Predigt. Dabei machte er deutlich, dass Sprache, Akzente und Dialekte zwar erkennbar machen, woher wir kommen. Aber Geburt und Sprache – so der Geistliche – allein machen es nicht, dass wir uns zu Hause fühlen, dass wir angekommen und angenommen sind und er fügte hinzu: „Tradition und Gedankengut machen es für Jedermann möglich, hier daheim zu sein. Entscheidend ist, wie wir miteinander umgehen, wie wir für die Heimat im Herzen und im Geiste einstehen und wie wir den christlichen Glauben praktisch und täglich leben.

 

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (hier mit Klaus Stöttner) im Schalk würdigte als Schirmherrin in ihrem Grußwort vor allem den gastgebenden Trachtenverein Pang. Zu diesem gerichtet sagte sie: „Was Bayern für Deutschland ist, das ist Pang für Rosenheim. Ihr lebt als Tiefwurzler die Vielzahl und Vielfalt an Traditionen vorbildhaft. Euer Fest ist zum Ende meiner 18-jährigen Amtszeit ein herrlicher Höhepunkt für mich“.

Ehrengast und Grußwort-Redner war auch Oswald Gredler vom Landestrachtenverband Tirol. Angesichts der aktuellen Diskussionen sagte er: „Unsere Verbindungen bestehen unter anderem aus Auto- und Eisenbahnen, aber in allererster Linie durch Freundschaft – es lebe die Freundschaft zwischen Bayern und Tirol“.

 

Text und Fotos: Anton Hötzelsperger

 

Eindrücke vom Festzelt-Gottesdienst anlässlich Inngau-Trachtenfestes beim Trachtenverein „D´Kaltentaler” Pang.

 

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