„In Wasserburg bloß ned krank werden!“

Ein Feiertags-Erfahrungsbericht unserer Leserin Katharina

image_pdfimage_print

>>Heiligdreikönig-Wochenende und krank sein in Wasserburg – bitte nicht! Seit Tagen wird in den Medien über die Grippewelle in Bayern berichtet, nun hat es mich auch erwischt, so dass ich morgens nur einen Wunsch hatte: Ab zum Arzt, damit der mir etwas verschreibt, dass es erträglicher wird. Gar nicht so einfach in Wasserburg! Der nächste Bereitschaftsarzt, so informierte mich die Kassenärztliche Vereinigung am Telefon, ist in Ebersberg!  Es kann doch nicht sein, dass  ….

…in solchen Zeiten nicht ein Arzt in Wasserburg und den umliegenden Gemeinden zur Verfügung steht. Es wird einem zugemutet mit Fieber, Kopfschmerzen, im schlimmsten Falle mit kranken Kindern nach Ebersberg zu fahren.

Natürlich saßen in Ebersberg im Warteraum der Bereitschaftsärztin um die 30 bis 40 Personen, die alle eine Wartezeit von mindestens eineinhalb Stunden auf sich nehmen mussten. Bitte nie mehr krank werden über die Feiertage in Wasserburg!<< … das meint unsere Leserin Katharina.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

18 Gedanken zu „„In Wasserburg bloß ned krank werden!“

  1. Hatte das Glück über Weihnachten in Mühldorf krank zu sein. Dort musste ich beim Bereitschaftsarzt im Krankenhaus nur 5 Minuten warten 🙂

    17

    1
    Antworten
  2. Liebe Katharina,

    da darfst du dich glücklich schätzen, dass du nur nach EBE musstest! Der KVB – Bereich der auch Wasserburg umfasst reicht über Erding bis nach Kirchseeon. Insofern hätte es schlimmer kommen können!

    15

    3
    Antworten
  3. A Ramerberger

    Schon traurig die ärztliche Versorgung in unserem Land. Zu meiner Schwiegermutter kam kürzlich der Notdienst aus dem 60 Kilometer entfernten Erding.
    Hauptsache wir können den Rest der Welt finanziell unterstützen……

    62

    15
    Antworten
    1. Aber gestorben ist keiner, oder?

      13

      36
      Antworten
    2. Tatsächlich ist die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbesserungsbedürftig. Das liegt aber weniger am nicht vorhandenen Geld, als vielmehr daran, dass es zu wenig Ärzte gibt, die aufs Land wollen und es schwierig ist, alternative, bedarfsgerechte Versorgungsformen zu entwickeln und durchzusetzen. Aber hören Sie bitte auf, Dinge zu vermischen. Die Gesundheitsversorgung und „Unterstützung des Restes der Welt“ hat nichts miteinander zu tun. Die Krankenkassen, als ein wichtiger Akteur, machen seit Jahren Überschüsse. Am Geld scheitert es also nicht.

      17

      17
      Antworten
      1. Komisch, vorhin habe ich noch gelesen, dass es in Bayern so viele Ärzte gibt, wie noch nie, nämlich 65.000.

        Dann liegt es wohl nicht an den mangelnden Ärzten.

        6

        3
        Antworten
        1. Das Problem ist nicht die Anzahl, sondern die Verteilung. 😉

          7

          0
          Antworten
  4. was ist das problem daran, die naechste bereitschaftspraxis in 20 km entfernung aufzusuchen?

    wofuer gurken wir mit heller begeisterung viel mehr unnuetz in der gegend rum?

    kann es sein, dass wir wohlstandsbuerger es uns schon sehr gemuetlich machen – in unseren anforderungen?

    bitte mal ueber den tellerrand schaun in unsere nachbarlaender!

    und wenn unser gesundheitswesen weniger dadurch beansprucht werden wuerde, um triviales ebenso wie unnuetz ergoogelte krankheitsaengste besaenftigen zu muessen, waere sicher manche wartezeit – egal wo – kuerzer 🙂 und die kranken schneller behandelt!

    21

    10
    Antworten
    1. Passt jetzt nicht zum Thema, aber liebe tini310… hast du schon mal was von Groß- und Kleinschreibung gehört??

      5

      15
      Antworten
    2. Na endlich. Konnte den ersten „immer-dagegen“-Kommentar kaum erwarten. Hätte allerdings auf M.W. oder Roland getippt.

      Ja dann viel Spaß auf der Fahrt nach EBE, wenn der Norovirus dich und deinen Autositz erwischt 🙂

      11

      4
      Antworten
    3. Zu dem Beitrag von Tini 310 möchte ich nur kurz anmerken, dass es wahrlich kein Vergnügen ist, sich mit hohem Fieber ins Auto zu setzen, um einen Bereitschaftsarzt aufzusuchen. Ganz abgesehen davon, dass durch die Erkrankung das Reaktionsvermögen auch nicht mehr so ganz auf der Höhe ist. Das hat wahrlich nichts damit zu tun, dass man mit heller Begeisterung “ in der Gegend rumgurkt“. Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2017 stets Gesundheit und falls es Sie mal richtig erwischt hat, so grippetechnisch, dass Sie dann die Anfahrt zur nächsten Bereitschaftsarztpraxis genauso relaxed sehen, wie jetzt. Ich finde es ebenfalls bedenklich, dass wenn man eine chirurgische Ambulanz aufsucht, dann von einer gynäkologischen Assistenzärztin behandelt wird. Noch schlimmer ist es, wenn man ein krankes Kind hat. Eigenerfahrung: Kind mit hochfieberhaften Infekt mußte nach Rosenheim gefahren werden, wo nach 2,5 Stunden Wartezeit, sich immer noch kein Kinderarzt blicken liess. Und was das mit dem Tellerrand betrifft: Ich lebe in Deutschland und zahle hier meine Krankenversicherung und erhebe auch hier den Anspruch auf ärztliche Versorgung ausserhalb der Praxisöffnungszeiten.

      27

      1
      Antworten
  5. ist es eigentlich nicht allgemein bekannt dass ueber dieselbe bereitschaftsdienstnummer 116117 bei bedarsfaellen auch ein bereitschaftsdiensthabender dienstarzt zum hausbesuch kommt wenn dieser medizinisch begruendbar ist? seltsamerweise wurde dieser aspekt in keinem der kritischen kommentare beruecksichtigt……mangelndes wissen davon in der bevoelkerung oder wollte man diesen aspekt hier nicht erwaehnen?

    7

    4
    Antworten
  6. nachzulesen auch gerne fuer jeden auf der webside kvb bereitschaftsdienst 🙂 ….. die kassenaerztliche vereinigung waere uebrigens auch der ansprechpartner fuer berechtigte beschwerden

    7

    4
    Antworten
    1. Damit Jogurt nicht ganz unrecht hat kommt jetzt mein Senf dazu 🙂
      tini310 ich habe das Gefühl, Sie verkennen hier die Situation, klar gibt es genügend Ärzte, diese arbeiten aber in den Städten. Auf dem Land gibt es inzwischen leerstehende Praxen.
      Zudem finde ich es verkehrstechnisch nicht ungefährlich, wenn jemand krank ist, Grippe oder Durchfall hat, sich ins Auto setzt und durch seine Unkonzentriertheit auch andere Personen im öffentlichen Straßenverkehr gefärdet.

      Dieser Bereitschaftsarzt besser geschrieben Bereitschafsärzte sind ziemlich am Limit, wenn die 24 Stunden gearbeitet haben. Und was nützt mir ein Frauenarzt oder Urologe, wenn ich einen Infekt habe?
      Zudem – wie möchten Sie als medizinischer Laie das richtig begründen? Also ich hätte da meine Schwierigkeiten!
      Auf jeden Fall ist es für ältere oder nicht mobile Personen ziemlich schwer, wenn die Bereitschaft in Ebersberg oder noch schlimmer in Erding ist.
      Aber für alle mal ein gesundes Jahr 2017!

      10

      0
      Antworten
  7. lieber roland, im grossen und ganzen stimme ich ihrem differenzierten kommentar in vielen punkten zu…..um die problematik des bereitschaftsdienstes und die gruende der umstellung mit ihren hintergruenden und den damit verbundenen
    vor- und sicher auch nachteilen nachvollziehen zu koennen empfehle ich dem interessierten leser “ kvb bereitschaftsdienst pilotprojekt ebersberg- erding“ zu googeln und nachzulesen.
    mit ein grund fuer die umstellung war bei sich vermindernder anzahl der zum bereitschaftsdienst verpflichteten aerzte ( weniger aerzte finden nachfolger, arbeiten dadurch selbst laenger, koennen sich aber ab dem 62. lebensjahr vom bereitschaftsdienst befreien lassen) trotzdem die laenge der diensteinheiten zu reduzieren ( vor umstellung 3 oder 4 tage am stueck bei kleinerem dienstbereich, jetzt meines wissens maximal 4- 12 h im pilotprojekt) ……beide varianten bieten fuer alle beteiligten leider vor- und nachteile.

    0

    3
    Antworten
    1. Liebe Tini, ich bin die Katharina, diejenige , die den Beitrag verfasst hat. Meine Absicht war keineswegs die Ärzte in Wasserburg anzugreifen, sondern einfach meine, an diesem Wochenende gemachte Erfahrung als Laie auszudrücken.

      Weder wusste ich von der Umstrukturierung des Bereitschaftsdienstes, noch von Gründen für diese oder Vor – und Nachteilen usw.

      Es gibt ja doch einige Reaktionen auf meinen Beitrag. Das Thema scheint die Patienten zu betreffen.

      Sie haben völlig Recht, bester Ansprechpartner ist sicher die Kassenärztliche Vereinigung für diese – meiner Meinung nach – berechtigte Beschwerde. Es wäre bestimmt auch interessant, die Meinung von Ärzten zu hören über diese Umstrukturierung.

      6

      0
      Antworten
      1. Da muss man der Katharina doch dankbar sein, dass sie hier eine, wenn auch manchmal emotional geführte, aber doch sehr informative Diskussion angeregt hat.

        Offensichtlich ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst schon seit Jahren zentral über die KVB organisiert.
        Und obwohl alle GKV eine erhebliche Summe unserer Beiträge, bzw. die Politik unserer Steuern, für „Marketing“ und „Information“ ausgeben, scheint dieses Thema bei den Bürgern noch nicht angekommen zu sein.

        Ich habe bisher verstanden, dass die Telefonnummer 116 117 der entscheidende Schlüssel ist.
        In den Kliniken der umliegenden Kreisstädte RO, MÜ, EBE, ED wurden Bereitschaftspraxen eingerichtet; bei entsprechenden Erkrankungen wird ein Hausbesuch organisiert und bei
        lebensbedrohlichen Notfällen ist natürlich die 112 zu rufen.

        @WS: Vielleicht könnt ihr das Thema ja nochmal sauber aufbereiten.

        5

        1
        Antworten
        1. Laienfrage: Wieso gibt es eigentlich im Krankenhaus in WS keinen Berietschaftsdienst?

          5

          1
          Antworten