„In Reitmehring ist noch alles offen”

Armin Sinzinger legte gestern dem Stadtrat seinen Bericht als Feuerwehr-Referent vor

image_pdfimage_print

„Das ist schon ein teilweise recht kräftezehrendes Amt”, sagte gestern Armin Sinzinger (Wasserburger Block) im Stadtrat bei seinem Bericht als Feuerwehr-Referent. „Jeder Feuerwehrmann, jeder Verantwortliche hat seine ganz individuellen Ansichten. Das ist auch das gute Recht der Ehrenamtlichen. Aber es ist nicht ganz einfach, das alles immer unter einen Hut zu bekommen.” Was Sinzinger aber besonders ärgerte …

„Ich habe von einem Stadtratskollegen gehört, der in aller Öffentlichkeit behauptet hat, dem Neubau eines Feuerwehrhauses in Reitmehring stünde nichts mehr im Wege. Dem ist ganz und gar nicht so.”

Klar sei: Das alte Gerätehaus platzt aus allen Nähten. „Aber mir fallen da jetzt spontan fünf andere Lösungsmöglichkeiten als ein Neubau ein.” Man müsse jetzt erstmal das neue Gutachten abwarten. „Bevor wir den offiziellen Brandschutzbedarfsplan nicht haben, können wir nicht schon über einen Neubau diskutieren.”

Die Erstellung des Bedarfsplan erfordere noch einen großen Aufwand. Was bereits abzusehen sei: „Das neue Gutachten weicht eklatant von dem vorhergehenden Bedarfsplan ab. Es wird demnächst einen Termin geben, der zur Klärung dieser Diskrepanzen beitragen soll. Vorher können wir gar nichts entscheiden.” Grundsätzlich stünde er einem Neubau aber nicht negativ gegenüber. „Wenn’s ein geeignetes, erschwingliches Grundstück gibt.”

Sinzinger, der selbst bei der Feuerwehr Attel-Reitmehring aktiv ist, berichtet auch aus dem Arbeitskreis Brandschutz: „Zweimal im Jahr treffen sich die Kommandanten aus Wasserburg und Reitmehring, der Wasserburger Kreisbrandmeister, Bürgermeister und Kämmerer sowie der Feuerwehr-Referent zum Informationsaustausch. Da stehen so wichtige Themen wie der Neubau des Feuerwehrhauses in der Altstadt, das Fahrzeugkonzept, die Brandschutzbedarfspläne und Personalien auf dem Programm.”

Auch zum Hochwasserschutz gebe es einmal im Jahr eine Sitzung mit allen Einsatzkräften. Ein Hochwasser-Einsatzplan sei erstellt worden und werde regelmäßig fortgeführt, so Sinzinger. Zudem habe man ein Notfall-Adressbuch eingerichtet.

Sinzinger berichtet auch von den Neuanschaffungen der Wehren. „In diesem und im nächsten Jahr erhalten sowohl Wasserburg, als auch Attel-Reitmehring Fahrzeuge, darunter auch die Drehleiter.”

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 214 Einsätze für die Wasserburger Wehr und 88 Einsätze für Attel-Reitmehring gegeben, fasst Sinzinger zusammen. Er bedankte sich bei allen Feuerwehrlern für deren ehrenamtliches Engagement und bei den Kommandanten für die gute Zusammenarbeit.

Für seine Arbeit und seinen Bericht bekam Sinzinger von den Stadtratskollegen Applaus und vom Bürgermeister ein Lob: „Der Feuerwehr-Referent nimmt seine Tätigkeit sehr ernst. Da muss jede Menge Arbeit geleistet werden. Jeder Feuerwehrmann ist ein Individualist. Da herrscht natürlich oft Diskussionsbedarf, dem wir uns aber gerne stellen”, so Michael Kölbl.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren