In Kiefersfelden war Endstation

Bundespolizei stoppt mutmaßlichen Schleuser auf der Staatsstraße

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Die Bundespolizei hat am gestrigen Mittwoch auf der Staatsstraße zwischen Kufstein und Kiefersfelden einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der Afghane brachte mit einem in Deutschland zugelassenen Auto drei Landsleute und einen Pakistaner über die Grenze. Keiner der Migranten konnte sich bei der Kontrolle am Kiefersfeldener Ortsrand ordnungsgemäß ausweisen.

Die Beamten brachten alle Fahrzeuginsassen nach Rosenheim in die Dienststelle der Bundespolizei. Eigenen Angaben zufolge sollen die fünf anlässlich eines Kurzurlaubs in Österreich gewesen sein. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Bundespolizisten im Fußraum jedoch Quittungen, die noch am selben Tag in Italien ausgestellt worden waren. Nach ersten Erkenntnissen waren die Afghanen und der Pakistaner in der Vergangenheit bereits in Deutschland registriert worden und hatten um Asyl ersucht.

Wie sich herausgestellt hat, war der Asylantrag des pakistanischen Staatsangehörigen aber bereits abgelehnt worden. Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise, zeigte ihn wegen des illegalen Einreisversuchs an und führte ihn am Donnerstag beim Rosenheimer Amtsgericht vor. Auf richterliche Anordnung hin wurde der Mann in Haft genommen, um seine Zurückweisung nach Pakistan sicherzustellen. Hierfür ist er in Erding in eine Haftanstalt eingeliefert worden.

Die vier afghanischen Staatsangehörigen hat die Bundespolizei der jeweils zuständigen Ausländerbehörde zugeleitet, die über deren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden hat. Auch sie wurden wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Der Pkw-Fahrer erhielt zudem eine Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern.

 

 

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