In eigener Sache

Wir sind weiter für eine offene Diskussion

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Eine heftige Diskussion entspann sich gestern zum Bericht über die Tätlichkeit gegen einen Wasserburger Busfahrer durch einen Asylbewerber. Leider waren einige Kommentare dazu soweit unter der Gürtellinie, dass wir sie nicht veröffentlichen konnten. Gefordert wurde in diesem Zusammenhang, die Kommentarfunktion bei solchen Berichten ganz zu sperren. Eine solche Sperrung würde aber nur den Vorwurf schüren, die Nutzer manipulieren zu wollen. Unserer Meinung nach muss unsere Demokratie eine solche Diskussion schon aushalten.

Bei uns kommen wie immer beide Seiten zu Wort – und: Wir prüfen alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Wir haben uns dennoch nach der gestrigen Diskussion dazu entschlossen, uns ab sofort einen Leitfaden für die Kommentarfunktion zu geben – unsere Netiquette.

Wir werden auch immer wieder gefragt, warum bei uns Kommentare anonym möglich sind – weil das bei allen vergleichbaren Online-Plattformen so ist und wir da keine Ausnahme bilden können.

Wenn bei uns nicht anonym diskutiert werden kann, weicht der Nutzer eben auf andere Plattformen, insbesondere auf Social Media aus. Dort findet dann übrigens so gut wie gar keine Kontrolle mehr statt. An uns kann sich jeder Nutzer 24 Stunden täglich wenden (info@wasserburger-stimme.de), wenn er sich durch einen Kommentar übermäßig angegriffen fühlt. Wir prüfen dann alle Pro- und Contra-Argumente für eine Streichung.

Einen Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren liefert folgende Netiquette:

  1. Leser dürfen sich bei der Kommentierung frei einen Nickname wählen. Nicknames, die gegen Gesetze verstoßen oder beleidigenden oder anstößigen Inhalts sind, sind davon ausgeschlossen. Effektiver, mutiger und authentischer ist es jedoch, mit dem eigenen Namen zu seiner Meinung zu stehen.
  2. Jeder unserer User darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft.
  3. Die Argumente sollten sachlich vorgetragen werden. Auch bei harten Diskussionen sollten die Argumente nicht in Richtung persönliche Angriffe entgleiten.
  4. Kommentare, die folgende Inhalte aufweisen, werden von uns gelöscht:

o            Werbung

o            unsachliche oder offensichtlich unwahre Behauptungen

o            sittenwidrige oder sonstige anstößige Aussagen

o            strafbare oder verleumderische, insbesondere auch volksverhetzende Aussagen

o            verfassungsfeindliche oder extremistische Aussagen

o            Links zu verlagsfremden Internetseiten

o            private Daten wie Namen, Postadressen, Telefonnummern

o            Beschimpfungen, Beleidigungen

 

  1. Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Wir behalten uns vor, Beiträge, die gegen die Netiquette verstoßen, vor der Veröffentlichung kommentarlos zu entfernen oder zu kürzen. Uns sind ein angenehmes Diskussionsklima und ein freundlicher und verständlicher Umgangston wichtig.

 

Achtung! Wer sich mit einer ungültigen oder bewusst falschen E-Mail-Adresse in die Kommentarfunktion einloggt, kann auch von uns nicht darüber informiert werden, warum sein Kommentar eventuell gelöscht oder gekürzt wurde.

Wir freuen uns auf weiterhin interessante Diskussionen.

Die Redaktion der Wasserburger Stimme

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Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

3 Gedanken zu „In eigener Sache

  1. Persönlich wäre ich dafür wenn man neben den freien Namen auch zusätzlich die Variante eines freiwilligen festen Kommentar-Accounts anbieten könnte.
    Hätte einerseits den Vorteil einem oft befürchteten Identitätsdiebstahl vorzubeugen und andererseits hat man bei Phantasie- wie Echtnamen dann den Drang eine gewisse Reputation aufrecht zu erhalten.
    Das resultiert gemein hin in sachlicheren Diskussionen und einer freundlicheren Atmosphäre untereinander, während man trotzdem noch jedem die Möglichkeit gibt sich Anonym zu beteiligen. 🙂

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  2. Meine Meinung dazu :
    Eine offene Diskussion muß eine Selbstverständlichkeit sein.Nur eine Meinung ist gar nix wert.
    Alle Bürgerinnen und Bürger haben die gleichen Rechte.

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  3. Ich verstehe diese Leute nicht, die etwas gegen anonyme Kommentare generell haben. Die Wahl nächsten Sonntag ist auch anonym und eine Wahlstimme ist auch nichts anderes als eine Meinung. Wer hier fordert, dass eine Meinung nicht anonym sein darf, ist so gesehen gegen einen demokratischen Grundwert.

    Die demokratische Abhilfe für alle, die etwas gegen anonyme Kommentatoren haben, wäre das aktive Wahlrecht auszuüben. Da könnt ihr euch mit euren Namen ganz vorne hinstellen und eure Meinung zum Besten geben.

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